Andere Namen : Warzenkraut, Blutkraut, Augenkraut, Trudenmilchkraut, Goldkraut

Das Schöllkraut ist seit der Antike eine Heilpflanze und wurde bevorzugt bei Leberleiden eingenommen. Die mittelalterlichen Alchemisten nahmen die goldgelben Blüten des Schöllkrauts für ihre Goldherstellung. Sie bildeten mit noch anderen Elementen den Stein der Weisen. Ob Schöllkraut giftig ist, ist umstritten. Es enthält einen hellorangen Saft. Dieser Saft ist ein Heilmittel gegen Hühneraugen und Warzen. Er wird auf die Haut getupft. Berührt man die Pflanze, hinterlässt der Saft gelbe Flecken. Bei zu hoher Dosis, kann das Schöllkraut Vergiftungen hervorrufen. Bitte nur äusserlich anwenden.

Volksheilkunde :

Gallenblasenentzündungen, Gelbsucht, Hepatitis, Gicht, Arthritis, Rheuma, nachlassendem Fieber, Krampfhusten, Bronchitis, Hautausschlag, Geschwüren, Haut- und Magenkrebs, Warzen, Hühneraugen, Schuppenflechte, Augenentzündungen, grauem Star, blauen Flecken, Verstauchungen, Kopfgrind, Geschwülsten

Eigenschaften :

reinigend, entzündungshemmend, kreislauffördernd, krampflösend, harntreibend, abführend, antibakteriell, pilzhemmend, schmerzstillend, hautreizend

Inhaltsstoffe :

Alkaloide, ätherische Öle, Vitamine

Verwendung:

Blühendes Kraut, Wurzeln

Darreichungsform :

Tinktur, Presssaft, Tee (Waschungen)

Vorkommen :

Gärten, Gebüsch, Wege, Schuttplätze, bevorzugt menschliche Ansiedlungen

Blütezeit :

April – August

Sammelzeit : 

April-Oktober

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit der Akelei

Naturschutz :

nicht geschützt

 

schöllkraut

(Schöllkraut)

 

Anbau :

Schöllkraut ist eine winterharte Zierpflanze, die einen feuchten Boden in der Sonne aber auch gerne im Schatten steht. Aussaat erfolgt im Frühjahr. Sie sät sich gerne selber aus.

Ernte & Trocknung :

Die blühende Pflanze wird im Sommer geschnitten und frisch für Aufgüsse und Tinkturen verwendet. Der Saft der Pflanze wird frisch verbraucht, weil durch das Trocknen die Wirkung verloren geht.

Geschmack & Geruch :

bitter, scharf & scharf

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Als Pflanzenschutz bei Läusen

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Schöllkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Diese Waschung kann für Ekezme und andere Hautkrankheiten verwendet werden. DIESER TEE WIRD NICHT innerlich eingenommen !

Schöllkraut-Tinktur:

Für eine Tinktur nimmt man nur das oberirdische Kraut und übergiest es mit 40% Alkohol (Wodka o. Korn). Gut verschliessen, durchschütteln und an einen nicht so warmen Ort 14 Tage ziehen lassen. Öfters schütteln und auf Schimmelbildung achten. Danach abfiltern und in kleine braune Fläschen umfüllen. Dieses Tinktur leistet gute Dienste bei Warzen.

 

Räucheranwendung & Mystik

Eine Schöllkraut-Räucherung wird in Schutzräucherungen verräuchert. Diese Räucherung bewahrt vor allerlei Unheil und Schadzauber.

Schöllkraut bei sich getragen, soll Depressionen verschwinden lassen und heitere Stimmung aufkommen lassen.

Nebenwirkungen:

Der Milchsaft darf nicht auf offene Wunde aufgebracht werden. Überdosierungen führt zu Hautreizungen, Reizhusten, Atembeschwerden und Schläfrigkeit. Es darf auf keinem Fall in der Schwangerschaft eingenommen werden. Bitte beachtet, dass diese Pflanzen – Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

schöllkraut

(Schöllkraut)


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30 Gedanken zu „Schöllkraut – Chelidonium majus †

  1. Tinktur kannst Du selbst ansetzten: Schraubdeckelglas – Blühendes Schöllkraut rein, mit Franzbranntwein oder 40%tigem Alkohol aufgiessen 4 Wochen in der Sonne stehen lassen. Öfter mal umdrehen oder schütteln. Besser noch ist den gelbven Saft des Krauts regelmässig auf die Warze geben < ist dann braun>. Gegen Warzeb kannst Du aber auch Kokosöl nehmen.

  2. Hin und wieder esse ich ein Blättchen und sage dabei: Liebes Blättchen bitte erlöse mich von aller Unreinheit. NACH: Klingende-Zedern-Bücher.

  3. Hab letztes Jahr die Warze meiner Tochter damit behandelt. Sie hatte sie am Fuß, haben es max. 3 Wochen stetig mit dem Saft der Stängel beträufelt und nach kurzer Zeit is die Warze einfach abgefallen. Haben uns tierisch darüber gefreut, nachdem das Vereisungsspray aus der Apotheke absolut nichts gebracht hatte

  4. Ja, nur vorsichtshalber gewarnt, damit der Tee nicht Literweise getrunken wird. Laut meiner Kräuterfrau kann man in geringen Dosen Tee für die Leber trinken. Lieben Gruß

  5. Hat die monsterwarze (ca. 2 cm durchmesser) von meinem sohn innerhalb von 1,5 wochen verschwinden lassen – ganz OHNE vergiftung. Aber auch nur äusserlich angewandt und danach ordentlich hände gewaschen! Es hilft definitiv besser als der ganze mist den die ärzte verschreiben!!! Damit hätte mein sohn ein riesen loch im fuss gehabt…..

  6. Das Kraut wirklich nur zur äußeren Anwendung verwenden und diese Stelle Bitte mit Pflaster oder sonstigen abdecken, das nichts in den Mund oder Schleimhäute kommt.

  7. Hier wurde ja auch vor innerer Anwendung gewarnt
    Das Kraut ist auch nur zur äußeren Anwendung gedacht.
    Lg.Claudia Heilpraktikerin

  8. Vor Schöllkraut wird immer gewarnt – Es gehört auch nicht in Anfängerhände. Zumindest für die innerliche Anwendung. Denn die Dosis macht das Gift. Äußerlich dürfte es keine Bedenken geben. Laut meiner Kräuterfrau wird in Büchern immer Panik verbreitet. Gegrilltes Feisch über Holzkohle essen auch alle. Wer hat schon eine Auffangschüssel drunter – Auch das ist ungesund.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen…. befragen. Nur sammeln, was Ihr kennt. Laßt bei Schöllkraut vorerst die Finger von der innerlichen Anwendung!
    Sandra Grahl, Reikimeisterin/-lehrerin und -Besprecherin

  9. Vielen dank für die Info , werde es mal bei meiner Tochter ausprobieren . Wie oft und wie lange habt ihr behandelt ?

  10. Das wuchert wirklich überall. Ist auch leicht zu erkennen an den Blättern/ Blüten und wenn man ein Blatt abzupft, kommt gelber Saft.

  11. Diese stickstoffliebende Art wächst verbreitet in der Nähe von menschlichen Wohnstätten, etwa auf Schuttplätzen, an Wegesrändern, in Robinienbeständen und sogar in Mauerspalten, jedoch auch im Gebirge.

  12. Das funktioniert prima bei Warzen. Frische Stengel in den Entsafter und mehrmals täglich mit dem Saft die Warzen betupfen.
    Für Pferdehalter: funktioniert auch bei einigen Equinen Sarkoid-Formen. Einfach mal probieren.

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