Die wilde Möhre ist schon immer eine Frauenheilpflanze gewesen. Sie wurde auch als natürliches Verhütungsmittel verwendet. Dafür werden ihre Samen genommen. Seit den antiken Zeiten ist die  wilde Möhre, in Europa, eine wichtige Gemüsepflanze. Nur leider heute in Vergessenheit geraten. Sie ist leicht verdaulich, nahrhaft und enthält Mengen an Zucker und Karotin. Der regelmässige Verzehr von Mohrrüben verbessert die Sehkraft, vor allem in der Dunkelheit. Unsere heutige Möhre stammt von dieser Urform ab. Das Öl wird viel in der Kosmetikherstellung verwendet. Sie war im Mittelalter ein Zeichen der Sexualität. Sie wurde in grossen Mengen gegessen, um den Beischlaf zu fördern. In dieser Zeit wurde sie oft als Alraunenwurzel von Händler verkauft, die so ihre Kunden damit betrogen.

Andere Namen :

Wurzel, Rüebli, Mohrrübe, Vogelnest

Volksheilkunde :

Nachtblindheit, Sehkraft, Darmparasiten, Harnausscheidung, Verdauungsbeschwerden, Mandelentzündung, Gicht, Rheuma, Hautunreinheiten, Sodbrennen, Urinsteinen, Blasenentzündung, Ödeme, Menstruationsbeschwerden, Blähungen, Prostatabeschwerden, Wunden, Empfängnisverhütung

Eigenschaften :

harntreibend, beruhigend, Gebärmutter anregend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, immunstärkend, wundheilend, blutreinigend, verhütend

Inhaltsstoffe :

Vitamin C, A, B, Zucker, Pektine, Farbstoffe

Verwendung:

Wurzeln, Samen, ganzes Kraut

Darreichungsform :

Tee, Saft, Sirup, Öl, Wein, Umschläge, Tinktur

Vorkommen :

Wiesen, Abhängen, Ruderalplätze, Wegränder

Blütezeit :

Juni-September

Sammelzeit : 

Juni-Oktober (Wurzel)

September-Oktober (Samen)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit anderen Doldenblütler. Die wilde Möhre erkennt man gut an ihrem „Scheininsekt“ was sich in der Mitte der Blüte zeigt. Sehr gut im Foto zu erkennen. Es ist der kleine schwarze Punkt, in der Mitte der Blüte.

Naturschutz :

nicht geschützt

 

wilde möhre

(Wilde Möhre)

 

Anbau :

Sehr winterharte Kulturpflanze, die die Sonne aber auch den Halbschatten liebt. Vermehrung durch Aussaat im Frühjahr, Sommer und im Herbst. Die Karottenfliege kann die Wurzeln befallen.

Ernte & Trocknung :

Die Pflanze wird im Sommer geerntet und gebündelt kopfüber aufgehängt. Die Samen werden in Schichten ausgelegt und luftig getrocknet. Wenn sich die Blütenkörbe geschlossen haben, werden die Samen gesammelt,. Die Samen müssen noch grün sein. Man trocknet sie bis sie braun sind, löst dann die Samen durch Reiben der Körbe ab. Ihre Wurzeln werden im zweiten Jahr geerntet und frisch verwendet. Die Ernte der Wurzeln sollte vor der Blüte erfolgen, weil sie sonst holzig sind.

Geschmack & Geruch :

karottig & sehr duftend

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Wurzeln der wilde Möhre wurde in früheren Zeiten viel gesammelt und als Wurzelgemüse zubereitet. Bei Rohkösterln ist diese Wurzel sehr beliebt. Die Blätter können sehr gut mit in eine Suppe hinzugefügt werden. Die Blätter werden getrocknet und als Würze verwendet. Die Samen wurden bei Dioskurides in Honig gekocht.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Karottenkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei einer Blasenentzündung können 2-3 Tassen täglich davon getrunken werden.

Möhrensamen – Tinktur:

Diese Tinktur wird aus den Samen der wilden Möhre hergestellt. Dafür nehmt ihr eine Handvoll Samen und übergiesst sie mit 40% Alkohol. Es muss alles bedeckt sein. Verschliessen, schütteln und an einen nicht so sonnigen Ort 3 – 4 Wochen durchziehen lassen. Täglich schütteln und auf mögliche Schimmelbildung achten. Diese Tinktur soll ein natürliches Verhütungsmittel sein. Ich selber habe es nicht ausprobiert und garantiere für nichts ;). Es sollen täglich 1 – 2 ml dieser Tinktur vermischt in Tee oder Wasser eingenommen werden. Wenn die Zeit der Periode kommt absetzen und danach wieder täglich einnehmen. Laut Erfahrungsberichten weiblicher Anwender soll es funktionieren, worauf ich mich aber nicht verlassen würde!

Räucheranwendung & Volksglauben

Eine Wilde Möhre-Räucherung schärft unseren Blick für das Wesentliche. Wir lassen uns so nicht mehr so schnell ablenken und uns auch nicht mehr von unserem Pfad abbringen. Sie stärkt unsere Handlungen.

Wilde Möhre wurde früher den Kranken „eingeflösst“, damit der Krankheitsdämon schneller aus dem Körper kommt.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

wilde möhre

(Wilde Möhre)


Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über einen „Energieausgleich“ sehr freuen.
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2 Gedanken zu „Wilde Möhre – Daucus carota

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