Die Anziehung dieser Pflanze, auf Katzen, bestimmt eine Substanz: Actinidin. Es werden viele Katzenspielzeuge damit hergestellt. Im Handel heisst es meistens Catnip. Aber auch auf uns Menschen wirkt die Katzenminze leicht euphorisch, wenn die getrockneten Blätter geraucht werden. Wir erlangen dadurch gute Laune und einen leichten Hang zum Redebedürfnis. In der damaligen Zeit wurden die Blätter der Katzenminze bei Zahnschmerzen gekaut. Botanisch gehört die Katzenminze nicht zu den Minzen. In mittelalterlichen Klostergärten durfte die Katzenminze nicht fehlen.

katzenminze

Blüten der Katzenminze

Lateinischer Name:

Nepeta cataria

Andere Namen:

Katzenkraut, Katzenmelisse

Volksheilkunde:

grippalen Infekten mit Fieber, Erkältungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Herzklopfen, nervöse Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Magenverstimmung, Koliken, chronischer Bronchitis, Appetitlosigkeit, Zahnschmerzen

Eigenschaften:

zusammenziehend, kühlend, fiebersenkend, krampflösend, schweissbildend, beruhigend, schmerzstillend, anregend, belebend, entgiftend, euphorisierend, antibakteriell, appetitanregend, verdauungsfördernd, menstruationsfördernd

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Campher, Gerbstoffe, Thymol, Fettsäuren

Verwendung:

Kraut, samt Blüten

Darreichungsform:

Tee, Tinkturen, Salben, ätherisches Öl

Vorkommen:

Gärten, Ruderalstellen, verwildert

Blütezeit:

Juni-August

Sammelzeit: 

Juni-Juli (Blüten und Blätter)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

Mit Minzen

Naturschutz:

Steht auf Stufe 3 (gefährdet) in der allgemeinen roten Liste für Deutschland

 

katzenminze

Blüten der Katzenminze

Anbau:

Die Katzenminze ist eine winterharte Zierpflanze, die einen gut entwässerten, aber feuchten Boden liebt. Sie liebt die volle Sonne. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung im Frühjahr. Es können auch Kopf- oder Grünstecklinge im Frühjahr oder im Sommer genommen werden. Die Katzenminze ist eine sehr anspruchslose und vorallem robuste Pflanze. Bei optimalen Standort kann diese Pflanze eine Wuchshöhe von bis zu 1 m erlangen. Die Pflanze ist geschützt durch Schneckenfrass und anderen Schädlingen. Unter Rosen gepflanzt sollen sie dort die Blattläuse vertreiben. Katzenminze sollte auch in der Nähe von Sitzplätzen gepflanzt werden, weil sie dort Stechmücken von uns fernhält.

Ernte & Trocknung:

Es werden im Sommer die Blüten und Blätter geerntet und zum Trocknen ausgelegt. Für eine 2te Ernte wird empfohlen, die Pflanze stark zurückzuschneiden. Ab Herbst können die Samen gesammelt werden, wenn ihre Blütenstände bräunlich werden. Den Samen wird eine Keimfähigkeit von 5 Jahren zugesprochen.

Geschmack & Geruch:

bitter & minzig (leicht zitronig)

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Katzenminze wird oftmals als Catnip im Handel für unsere Stubentiger angeboten. Sie soll auch gut gegen Mäuse und Insekten sein. Die Katzenminze dient als Tabakersatz. Mücken reagieren auf Katzenminze „allergisch“. Dieses Kraut kann auch dazu verwendet werden Ratten von Haus und Hof zu vertreiben. Zweige der Katzenminze halten Schädlinge von Büchern fern, indem Blätter oder Zweige zwischen den einzelnen Seiten gelegt werden, auch ein modriger Geruch aus alten Büchern verschwindet dadurch. Im Mittelalter würzte man das Fleisch mit der Katzenminze, sowie Fischgerichte und Sossen. Blätter und Blüten können auch Salaten beigefügt werden. Was auch sehr lecker ist, Kräuterkartoffeln mit der Katzenminze zu würzen.

Tee ~ Zubereitung:

  • 4 TL getrocknete oder frische Blüten und Blätter
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Das heisse Wasser über das Kraut giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Es sollte kein kochendes Wasser verwendet werden, weil sich sonst die ätherischen Öle verflüchtigen können. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Fieber, Erkältung, Schlaflosigkeit oder einer chrocnischen Bronchitis können 2-3 Tassen täglich davon getrunken werden. Aber auch um zu entspannen und sich zu beruhigen. Umso länger ihr den Tee ziehen lasst, umso mehr Wirkstoffe werden aktiviert. Maximale Ziehzeit ist 20 Minuten.

Katzenminzen~Sirup:

Um diesen Sirup herzustellen benötigt ihr 50 g blühende Krautspitzen der Katzenminze. Die Krautspitzen zerkleinern und in 500 ml nicht mehr kochendes Wasser legen und für 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abfiltern und soviel Zucker hinzufügen bis eine sirupartige Masse entstanden ist. Bei chronischer Bronchitis oder einer Erkältung können mehrmals über den Tag verteilt jeweils einen Teelöffel davon eingenommen werden.

Beruhigungs~Drops:

Diese Bonbons sind super, um uns zu beruhigen. Das Lutschen von Bonbons hat ohnehin schon eine beruhigende Wirkung auf unserem Körper und wenn sie dann noch mit der Katzenminze zubereitet werden, umso höher. Das Rezept findet ihr hier bei den Salbeibonbons. Anstatt von Salbei nehmt ihr Katzenminze. Die Herstellung ist die Gleiche.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Katzenminzen-Räucherung wirkt sehr euphorisierend und belebend. Nach einem stressigen Tag, ob von der Arbeit oder um einfach mal abzuspannen, wirkt diese Räucherung sehr gut auf unser Gemüt. Der Pflanzengeist vermittelt uns Euphorie und Anregung. Auch von leicht Visionen bei geschlossenen Augen wird berichtet.

Früher wurde bei Kopfschmerzen und Erkältungen, mit der Katzenminze geräuchert. Der Rauch soll schmerzlindernd und anregend sein.

Im Volksglauben soll die Katzenminze Glück hervorrufen.

Nebenwirkungen:

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

katzenminze

(Katzenminze)


Wenn euch dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich um einen „Energieausgleich“ sehr freuen.
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10 Gedanken zu „Katzenminze das Beruhigungskraut

  1. das problem ist halt das die mentholhaltig sind find ich zum rauchen nicht so angenhem aber als tee oder kaugummi ersatz ganz ok :p wirkt sehr beruihgend aber auch sehr harntreibend ..

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