Andere Namen : Lauchkraut, Knoblauchskraut, Knofelkraut

Die Knoblauchsrauke ist ein Wildkraut mit vielen medizinischen Eigenschaften. Wenn man die Blätter in den Fingern zerreibt, verströmt die Pflanze einen leichten Knoblauchgeruch. Sie ist eine der Pflanze, die nach dem Winter als erstes gesammelt werden kann. Die Knoblauchsrauke durfte früher in keinem Bauerngarten fehlen. Sie ist mit eins das älteste Gewürz, dass man in Deutschland feststellen konnte. Die mittelalterlichen Menschen nahmen die Samen der Knoblauchsrauke als Pfefferersatz, was heute leider in Vergessenheit geraten ist. Aus ihren zerstampften Blätter wurde ein Brei hergestellt, um Insektenstiche zu lindern.

knoblauchsraukenblatt

(Blatt der Knoblauchsrauke)

Volksheilkunde :

Ekzemen, Asthma, Bronchitis, schlecht heilenden Hautproblemen, Reinigung von eitrigen Wunden, Gicht, Rheuma, kleineren Verletzungen, Wurmerkrankungen, Nervenschmerzen, Wunden, Erkältung, Husten, Insektenstichen

Eigenschaften :

antiseptisch, anregend, infektionsbeseitigend, heilungsfördernd, schleimlösend, entzündungshemmend, auswurffördernd, harntreibend, wundheilend

Inhaltsstoffe :

Vitamine A+C, Senfölglykoside, ätherische Öle

Verwendung:

Ganze Pflanze

Darreichungsform :

Tee, Umschläge, Frischsaft, Tinktur

Vorkommen :

im Schatten, Waldränder, Hecken, unter Bäumen

Blütezeit :

April-Juni

Sammelzeit : 

April-Juni

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit dem Hexenkraut oder der Gundelrebe (Gundermann)

Naturschutz :

nicht geschützt

 

(Knoblauchsrauke)

(Knoblauchsrauke)

 

Anbau :

Die Knoblauchsrauke ist eine winterharte wildwachsende Pflanze. Sie bevorzugt einen feuchten Boden in der Sonne, aber auch den Schatten. Die Knoblauchsrauke verbreitet sich sehr leicht durch Samen. Sie neigt zu wuchern.

Ernte & Trocknung :

Geerntet werden die Blätter und Stengel vor der Blüte. Zum Trocknen wird sie kopfüber aufgehangen.

Geschmack & Geruch :

knoblauch & sehr intensiv

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Knoblauchsrauke wird meistens für Pesto genommen. Man kann sie aber auch gut in Kräuterquarks, Suppen, Salaten und Sossen mit hineintun. Sie ist wichtig als Honigpflanze. Die Samen der Knoblauchsrauke schmecken scharf und wurden bei den Bauern im Mittelalter als Pfefferersatz genommen. Da sich beim Kochen der Geschmack und Geruch der Knoblauchsrauke verflüchtigt, sollte sie roh zu sich genommen werden. Knoblauchsrauken-Öl ist sehr lecker in Salaten.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL frisches oder getrocknetes Knoblauchsraukenkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Dieser Tee kann bei einer Frühjahrkur (Blutreinigung) getrunken werden.

Knoblauchsrauken – Tinktur:

Es wird ein kleines Glas mit zerkleinerten Blätter der Knoblauchsrauke befüllt und mit 40% Wodka/Korn aufgefüllt bis alles bedeckt ist. An einen warmen aber nicht sonnigen Ort 4 Wochen durchziehen lassen. Täglich schütteln. Abfiltern und in braune Tropferfläschen umfüllen. Mit dieser Tinktur können kleine Wunden ausgewaschen oder auch bei einer Erkältung eingenommen werden. Dafür nimmt man 3x täglich 15 – 25 Tropfen in etwas Kräutertee oder Wasser vermischt.

Räucheranwendung & Volksglauben

Eine Knoblauchsrauken-Räucherung bringt unsere Lebensgeister wieder zurück, wenn wir mal müde und trostlos sind.

Ein kleines Bündel Knoblauchsraukenkraut, bei sich getragen, schützt vor den Teufel.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt.  Bitte beachtet, dass diese Pflanzen-Auflistung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Dazu auch meinen Hinweis auf der Startseite lesen!

(Knoblauchsrauke)

(Knoblauchsrauke)


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26 Gedanken zu „Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata

  1. Hättest du den Artikel bis zum Schluss gelesen, hättest du gesehen das genauso ein Foto mit drin ist…..und ich selber finde es wichtig, auch Pflanzen zu zeigen, die am Anfang ihres Wachstums sind, damit sie vielleicht nicht verwechselt werden 😉

  2. Sorry, ich LIEBE eure Seite, aber bei der Knoblauchsrauke habt ihr ausnahmsweise mal ein verstörendes Bild gepostet. Um Knoblauchsrauke besser identifizieren zu können, wäre so ein bild geeigneter gewesen…

  3. Ich nehme Blüten und die Jungen Blätter, hake sie klein und vermische sie mit Butter….leckere Kräuter (Knoblauch) Butter….ohne danach zu riechen! Lecker

  4. Stimmt. Allerdings bekommt die Rauke im Laufe ihres Wachstums große Blätter.
    Gundermann wächst an einem Stiel und die Blätter bleiben klein.
    Gundermann hat später rosa farbende Blüten, Rauke hat weiße.
    Das sieht man natürlich auf diesem Bild nicht.

  5. Das ist einfach. Sammel Knoblauchsrauke. Nicht so ganz alte Pflanzen. Dann kommen die Knoblauchsrauken- Blätter in einem Schraubglas, welches man gut verschließen kann. Das füllt man das Glas mit einem geschmacksneutrales Öl (ich nehme Rapsöl) Dann stellt man das Glas an einem sonnigen Platz. Täglich schütteln! Nach 2- 4 Wochen hat das Öl den Knoblauch Geschmack angenommen. Danach die Blätter entfernen. Im Kühlschrank aufbewahren. Schmeckt gut und es riecht nach dem Verzehr nicht nach Knoblauch!!!

  6. Den Link hab ich gleich abgespeichert. Die Samen hab ich noch nie gegessen, nur die Blätter (die meines Erachtens nichts mit Knoblauch gemein haben, wie so oft zu lesen).

  7. Gabriele Pieles Klaus D. Pieles die Gruppe wäre doch auch was für euch! Einfach auf gefällt mir drücken und ganz viele solcher tollen Beträge bekommen

  8. Meiner Meinung nach wächst die Knoblauchsrauke auch schon, wenn der Bärlauch noch frisch ist. Ich verwende beide gerne gemeinsam.

  9. Leider alle schon welk.Aber an alle-nächstes Jahr unbedingt probieren.Sie ist meine persönliche Pflanze.Also nicht vergessen sobald der Bärlauch weg ist kommt die Knoblauchsrauke.Am frischesten findet man sie meist in Hecken.

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