Andere Namen : Leberkraut, Herzensfreund, Maikraut, Waldmännlein

Im Mittelalter nahm man den Waldmeister als Würze für Dünnbiere. Zu der Zeit war diese Pflanze ein sehr hexenabwehrendes Kraut. Der Waldmeister gehört in die Familie der Labkräuter, wie z.B. das Klettenlabkraut. Wir kennen den typischen Waldmeistergeschmack von Wackelpudding und Eis. In der Lebensmittelindustrie ist der Waldmeister seit 1981 verboten, weil er in Verdacht steht leberschädigend und krebsfördernd zu sein, was aber widerlegt wurde.

Volksheilkunde :

Kopfschmerzen, Bauchweh, Migräne, Leberstauungen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Nieren- und Blasensteine, Uterusentzündungen, Gelbsucht, Krampfadern, Hepatitis, Herzklopfen, unregelmässiger Pulsschlag, eitrige Wunden, Ausschläge, Geschwüre

Eigenschaften :

zusammenziehend, verdauungsfördernd, harntreibend, blutreinigend, krampflösend, schweisstreibend, beruhigend, schmerzstillend

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, Glykoside, Flavone, Cumarine, Bitterstoffe

Verwendung:

Kraut

Darreichungsform :

Tee, Umschläge, Bäder, Tinktur

Vorkommen :

Wald (Häufig in Buchenwäldern)

Blütezeit :

Mai-Juni

Sammelzeit : 

vor der Blüte und während der Blüte

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit anderen Labkräutern

Naturschutz :

nicht geschützt

 

(Blühender Waldmeister)

(Blühender Waldmeister)

 

Anbau :

Der Waldmeister ist eine winterharte Zierpflanze die feuchten, aber entwässerten Boden mag. Er ist gut für den Schattengarten geeignet. Die Vermehrung erfolgt im Sommer durch Aussaat oder durch Teilung im Herbst oder Frühjahr.

Ernte & Trocknung :

Waldmeister sollte man erst im 2ten Jahr ernten. Er wird meistens vor oder während der Blüte gesammelt. Er wird in Schichten getrocknet. Das Kraut darf sich dabei nicht braun verfärben.

Geschmack & Geruch :

aromatisch & sehr duftend

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Als Mottenmittel wird er gerne verwendet. Dazu werden kleine Leinensäckchen mit trockenen Waldmeisterkraut gefüllt und in den Kleiderschrank gehängt. Das berühmteste Rezept ist die Maibowle. Auch einen leckeren Sirup oder Gelee kann mit ihm hergestellt werden. In früheren Zeiten wurde der Waldmeister dem Tabak beigefügt. Süssspeisen werden mit Waldmeister verfeinert. Bei den berühmten Hexenweine spielt er auch gelegentlich eine grosse Rolle. Waldmeister kann auch als Kräutermischung mit in die Schlafkissen beigefügt werden.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Waldmeisterkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Er kann bei Nervosität oder Kopfschmerzen getrunken werden. Wenn zuviel von diesem Tee getrunken wird, kann die Wirkung ins Gegenteil  gehen und Kopfschmerzen erzeugen.

Waldmeister-Tinktur:

Für eine Waldmeister-Tinktur benötigen wir 10g leicht angewelktes Waldmeisterkraut. Es wird mit 50 ml 40 – 60% Alkohol übergossen. Das Gefäss zuschrauben und leicht schütteln. Es muss alles überdeckt sein. Es wird bis zu 7 Tage an einem warmen Ort angesetzt. Danach abfiltern und in braune Fläschen umfüllen. Von dieser Tinktur können auf den Tag verteilt 15 Tropfen vermischt in Wasser oder auf einen Stück Würfelzucker eingenommen werden. Ihre Eigenschaft ist krampf – und schmerzlösend, sowie auch beruhigend.

Räucheranwendung & Volksglauben

Eine Waldmeister-Räucherung wird meistens bei Geburten verräuchert, um das Neugeborene vor dem bösen Blick zu schützen.

Im Spätmittelalter gebrauchte man den Waldmeister zur Abwehr böser Geister.

Nebenwirkungen:

Bei übermässigen Gebrauch kann der Waldmeister sehr starke Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen. Es besteht bei ihm Krebsverdacht!

Bitte beachtet, dass diese Pflanzen-Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

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11 Gedanken zu „Waldmeister – Galium odoratum

  1. Mein Pflanzen Verbündeter der Waldmeister 🙂 ich hoffe ich schaffe es dieses Jahr meine Abhandlung fertig zu machen. Der kann noch viel mehr, eigentlich wird er hauptsächlich gegen Menstruationsschmerzen eingesetzt wegen seiner Krampf lösenden Eigenschaften. Ein Starker Alc Auszug von mehreren Wochen ist Gesprächs Indizierend. Bitte nimm das „Verdacht Krebserregend“ raus das Thema ist schon Jahre vom Tisch wird warum auch immer immer noch verbreitet wird. Auch Wächst Waldmeister hervorragend in voll Sonnigen Stellen. Bei mir Wächst er nicht nur in Schatten Beeten sondern auch Zwischen den Freiland Kakteen in Praller Sonne und das recht gut.

  2. Mein Lieblingskraut so zusagen mein Verbündeter 🙂 Das mit dem Krebsregent ist schon sei Jahren vom Tisch im übrigen das konnte in keiner Studie nachgewiesen werden. Ich mach mir Liköre und Tinkturen aus ihn. Wichtig ist ihn bei Tinkturen und Likören nur 1-2 Tage Gewelkten zu nutzen kein getrockneten der verliert stark an Kraft und Aromen. Durch das Welkten einsteht auch erst der wunderbare Gumarin Geruch und Geschmack. Wichtiger und weiter wird er nicht nur gegen Kopfschmerzen verwendet sondern Hauptsächlich gegen Krämpfe im Beckenboden Bereich und Magen das ist seine wahre Stärke.

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