Die kleine Braunelle gehört zu den „Vergessenen Heilkräuter“. Wenn man sich die Bücher einmal durchschaut, liest man fast nichts über sie. Was ich sehr schade finde. In der chinesischen Medizin ist sie noch von grosser Bedeutung, aber bei uns ist sie in Vergessenheit geraten. Sie wurde im Mittelalter als Wundkraut verwendet. Ihr Name Braunelle kommt daher, das sie in früheren Zeiten bei einer Krankheit genommen wurde, die eine entzündete und braune Zunge und Hals hervorruft. Die Diphterie. In einer Krebstherapie hat sie sehr gut abgeschnitten und auch bei Herpesinfektionen soll sie helfen.

Andere Namen:

Halskraut, Gottheil, Mundfäulkraut, Brunelle

Volksheilkunde :

Wunden, Fieber, Blutdruck, Leber – und Gallenblasenbeschwerden, Blutungen, Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Verbrennungen, Mund – und Rachenraumentzündungen, Hämorrhoiden, Durchfall, Magen – und Zwöffingerdarmgeschwüren, Harnwegserkrankungen

Eigenschaften :

zusammenziehend, blutdrucksenkend, fiebersenkend, stimulierend, harntreibend, blutreinigend, bakterientötend, krampflösend

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Saponine, Vitamine B1, Vitamin C, Vitamin K, Harz, Kaffeesäure

Verwendung :

Verwendet wird die ganze Pflanze

Darreichungsform :

Absude, Tee, Tinkturen, Gurgelwasser, Umschläge, Bäder

Vorkommen :

Waldlichtungen, Grasbeständen, Gräben

Blütezeit :

Juni-September

Sammelzeit :

Juni-September

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

mit dem Günsel

Naturschutz:

nicht geschützt

(Braunelle)

(Braunelle)

 

Anbau :

Die Braunelle ist ein winterhartes Wildkraut. sie liebt die Sonne aber auch den Halbschatten. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst durch Aussaat. sie neigt zur Wucherung.

Ernte :  

Man erntet die oberirdischen Teile während der Blüte. Sie muss zügig in Lagen oder gebündelt getrocknet werden.

Geschmack & Geruch :

salzig, bitterherb & geruchlos

Verwendung in der Küche/Haushalt:

Die Braunelle kann gut in Salate, Soßen, Kräuterbutter und Eintöpfen verwendet werden. Man sollte blos nicht zuviel von ihr nehmen, weil ihr bitterer geschmack sonst alles überdeckt.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Braunellenkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Fieber, Durchfall, Halsentzündungen oder Kopfschmerzen können 3 Tassen täglich davon getrunken werden.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Braunellen-Räucherung hilft uns unsere Selbstheilungprozesse in Gang zu bekommen und gibt uns Mut für neue Unternehmungen

Getrocknetes Braunellenkraut in einem Beutelchen bei sich getragen, soll den Träger Mut geben.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

 

(Braunelle)

(Braunelle)


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4 Gedanken zu „Braunelle – Prunella vulgaris

  1. Die Braunelle scheint sehr in Vergessenheit geraten zusein. Schade um das Wildkraut, auch weil sie hübsch anzusehen ist.

  2. Als Salatkraut kann man sie gut verwenden – aber nicht so viel weil sonst bitter. Angeblich kann man auch Kräuteressig draus machen, hab ich aber noch nicht probiert.

  3. Junge, nichtblühende Pflanzenteile können auch als Salat oder als Gewürz verwendet werden.
    … konnte in einer Labor-Studie von 1986 einem Inhaltsstoff der Kleinen Braunelle, dem Polysaccharid Prunellin, eine gewisse Aktivität gegen das HI-Virus belegt werden[10] und in einer anderen Labor-Studie die Wirksamkeit gegen Herpes simplex-Stämme gezeigt werden, die gegen Aciclovir resistent waren.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Braunelle)

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