Das Scharbockskraut ist eins der ersten Kräuter, dass sich im Frühjahr aus dem Boden erhebt. Scharbock kommt von Skorbut, eine Vitamin C Mangel Krankheit. Im Mittelalter verwendete man dieses Kraut gegen diese Krankheit. Seefahrer nahmen das Scharbockskraut immer als Reiseproviant auf ihre Fahrten mit, um sich ein wenig vor dieser Seefahrerkrankheit zu schützen. Diese Pflanze enthält sehr viel Vitamin C. Daher ist dieses Kraut auch gut, bei einer aufkommenden Frühjahrsmüdigkeit. Der Saft frischer Brutknöllchen, wurde früher gegen Warzen genommen.

Andere Namen:

Feigwurz, Skorbutkraut, Feigwarzenkraut

Volksheilkunde:

Hämorrhoiden, Dammheilung, Skorbut (Vitamin C Mangel), Warzen, Krätze, Hautbeschwerden, Frühjahrsmüdigkeit

Eigenschaften:

zusammenziehend, blutreinigend, schmerzstillend, vitamindeckend

Inhaltsstoffe:

Vitamin C, Gerbstoffe, Alkaloide, Saponine

Verwendung:

junge Blätter, Brutknöllchen, Wurzeln

Darreichungsform:

Aufgüsse, Waschungen, Umschläge

Vorkommen:

Gärten, Waldränder

Blütezeit:

März – April

Sammelzeit: 

Februar – März (Blätter)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

Mit anderen Hahnenfussgewächsen

Naturschutz:

Nicht geschützt

 

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Anbau:

Das Scharbockskraut ist eine winterharte Wildpflanze. Sie mag einen sonnigen Standort, aber auch den Schatten. Daher ist das Scharbockskraut sehr gut für den Schattengarten geeignet. Scharbockskraut kann auch in grösseren Wannen auf den Balkon gepflanzt werden. Diese Pflanze ist er guter Bodendecker, aber ist nicht das ganze Jahr über zu sehen. Ende April zieht sich diese Pflanze meist in das Erdreich zurück. Wer das Scharbockskraut noch nicht in seinem Garten oder Balkon hat, kann sich kleine Pflänzchen *hier kaufen.

Ernte & Trocknung:

Das Scharbockskraut wird vor der Blüte komplett geerntet und getrocknet für Aufgüsse verwendet. Durch die Trocknung wird es „entgiftet“. Die geernteten Blätter werden schichtweise ausgelegt und öfters gewendet.

Geschmack & Geruch:

herb, scharf & geruchlos

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die jungen Blätter können als Spinat, in Butter, in Salat, in Smoothie oder auf Quark zubereitet werden. Die jungen Blätter enthalten keine Giftstoffe. Die Brutknöllchen eignen sich gut als Kapernersatz. Bitte das Scharbockskraut immer in kleinen Mengen verzehren.

Tee – Zubereitung:

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern.  Schluckweise über den Tag verteilt trinken. Wer mag, kann den Tee ein wenig mit Honig süssen.

Dieser Tee wird bei Hautunreinheiten getrunken. Er kann auch als Waschung bei Hautunreinheiten verwendet werden. Durch die Seifenanteile und Vitamin C reinigt dieser Tee unsere Haut.

Räucheranwendung & Aberglauben:

Eine Scharbockskraut-Räucherung wurde in früheren Zeiten bei Kindern verräuchert, die den bösen Blick erlegen sind. Ein Räucherwerk spendet uns auch Kraft, um zielstrebend neue Wege zu gehen.

Aus den abgefallenen Brutknöllchen deutete man die Kornernte.

Nebenwirkungen:

Bitte nicht überdosieren. Es werden nur junge Blätter gesammelt, weil ältere Blätter giftig wirken. Die Blätter also bitte nur VOR der Blüte sammeln. Trotz alledem spielt auch die Bodenbeschaffung eine Rolle. Wenn ein sehr unangenehmer, stechender Geschmack vorhanden ist, sollten die Blätter immer vor der Einnahme getrocknet werden. Es handelt sich beim Scharbockskraut um ein Hahnenfussgewächs.


Bitte beachtet, dass diese Anwendung der Pflanze den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Dazu auch meinen Hinweis auf der Startseite lesen!


scharbockskraut


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11 Gedanken zu „Scharbockskraut ~ Der Fitmacher im Frühling

  1. Wenn Scharbockskraut blüht, sollte man es nicht mehr essen. Weder Blatt noch Blüte. Schmeckt auch nicht mehr.

  2. kann man die Blätter roh essen? Und die Blüten gar nicht?

  3. Warum? Ich gebrauche sie das ganze Frühjahr. Selbst im Sommer mische ich sie in den Salat.

  4. die Blätter dürfen aber nur so lange verzehrt werden, solange das Scharbockskraut nicht blüht

  5. Wenn das Kraut abgeblüt ist ziehen sich die Blätter auch ein. Dann bleiben kleine gelbe Knollen zurück, die Brutknolle. Damit vermehrt sich das Scharbockskraut. Wenn du es also an einer anderen Stelle im Garten willst sammel ein paar davon und streue sie dahin wo es wachsen soll.

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