Stockrosen haben eine alte Tradition. Sie wurden schon in Klostergärten angebaut. Die schwarze Stockrose wird auch Apothekermalve genannt, weil sie die Heilkräftigste unter den Stockrosen sein soll. Sie ist mit der Malve, Eibisch und dem Hibiskus verwandt und weist ähnliche Eigenschaften auf. Stockrosen werden seit dem 16. Jahrhundert in Gärten kultiviert. Es wird vermutet, dass die Türken sie zu uns gebracht haben.

Andere Namen :

Stockrose, Apothekermalve, Stangenrose, Gartenmalve, Bauernrose, Stockmalve

Volksheilkunde :

Entzündungen, Schmerzen, Husten, Gastritis, Halsschmerzen, Blasenentzündung, Magen – und Darmbeschwerden, Erkältungen, Hautentzündungen, Scheidenentzündung, Weissfluss, Wunden, Brandwunden (leichte), Stimmbandreizungen

Eigenschaften :

harntreibend, schmerzstillend, entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend, zusammenziehend

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, Anthocyanfarbstoff, roter Farbstoff, Schleimstoffe

Verwendung:

Blüten, Wurzel, Blätter, Samen

Darreichungsform :

Gurgelwasser, Tee (Kaltauszug), Umschläge, Waschungen, Sitzbad

Vorkommen :

Gärten, verwildert

Blütezeit :

Juli-September

Sammelzeit : 

Juli-September ( Blüten )

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Eibisch

Naturschutz :

Nicht geschützt

 

rote stockrose

(Rote Stockrose)

 

Anbau :

Die Stockrose ist eine winterharte Gartenpflanze. Sie liebt die Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht, wobei sie dann meistens krumm wächst. Wuchshöhen bei einem optimalen Standort können 3 Meter betragen, aber meistens wird die Stockrose bis zu einem Meter hoch. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder im Spätsommer. Leider ist sie auch ein Liebling der Nacktschnecken.

Ernte & Trocknung :

Die Blüten werden gleich nach dem Öffnen gepflückt und in Schichten zum Trocknen ausgelegt. Nach der Trocknung sind die Blüten fast schwarz.

Geschmack & Geruch :

herb, süsslich & geruchlos

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Stockrose ist eine Färberpflanze. Man kann mit ihr auch hervorragend Tee in eine dunkelrote Farbe färben. Die frischen Blüten könnt ihr auch mit einem Zuckerüberzug verzieren und für eine Garnierung verwenden.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Stockrosenblüten
  • 1 Tasse Wasser (ca. 250 ml)

Das kalte Wasser über das Kraut  giessen und am besten über Nacht zugedeckt ziehen lassen und dann am nächsten Morgen abfiltern. Ihr könnt ihn ganz leicht erhitzen. Ich erwärme diese Kaltauszüge immer in einem Wasserbad. So kann ich sicher gehen, das der Tee nicht anfängt zu kochen. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Erkältungsbeschwerden wie Husten und Halsschmerzen können 2-3 Tassen täglich davon getrunken werden. Wenn der Tee ohne Honig eingenommen wird, kann er aus als Gurgelwasser verwendet werden.

Blüten-Sitzbad:

Für ein Sitzbad nehmt ihr 50 – 70 g Stockrosenblüten. Sie werden genauso zubereitet wie bei einem Tee Kaltauszug (siehe oben). Anstatt 250 ml Wasser nehmt ihr 500 ml und schüttet diesen Kaltauszug in eure vorbereitete und mit Wasser gefüllte Sitzbad-Schüssel. Dieses Stockmalven-Sitzbad lindert Weissfluss und Scheidenentzündungen bei Frauen.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Stockrosen-Räucherung heilt unsere Seele und hilft uns unsere Einsamkeit anzunehmen. Dadurch kommen wir wieder leichter in Kontakt mit anderen Menschen.

Nebenwirkungen:

Es sind keine bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

stockrose

(Schwarze Stockrose)


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4 Gedanken zu „Stockrose – Alcea rosea

  1. Ich mag deine Beiträge sehr, was ich noch nicht kenne kopier ich mir gerne, natürlich mit Quelle. Danke …..Liebe Grüße

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