Andere Namen : Algiermalve, Rosspappel, Waldmalve, Hasenpappel, Hanfpappel, Katzenkäse

In der Antike nahm man die Wilde Malve schon als Topfpflanze und natürlich auch als Heilpflanze. Sie war im Mittelalter eine sehr häufig verwendete Heilpflanze. Man sagte, das man einer Gebärenden ein Malvenblatt unter ihr legen sollte, um die Geburt zu erleichtern. Den Samen der Wilden Malve sagte man eine erotisierende Wirkung nach. Im Mittelalter übergoss man die Wilde Malve mit dem Urin der Frau um zu testen, ob sie fruchtbar ist. Wenn die Malve nicht verdorrt war, konnte man mit vielen Kindern rechnen.

Volksheilkunde :

Insektenstichen, Furunkeln, Abszessen, Ekzemen, Halsinfektionen, Husten, Bronchitis, Asthma, Katarrh, Gastritis, Entzündungen, Drüsenschwellung, Hautausschlägen, mildes Abführmittel, Wunden, Schleimhautentzündungen

Eigenschaften :

beruhigend, harntreibend, zusammenziehend, schleimlösend, entzündungshemmend, abführend, reizlindernd

Inhaltsstoffe :

Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Malvin (Farbstoff), Vitamin C

Verwendung :

Blätter, Blüten, Samenkapseln (grün)

Darreichungsform :

Tee (Kaltauzug), Umschläge,Gurgelwasser, Waschungen

Vorkommen :

Gärten, Wegränder, Wiesen, Schuttplätzen, Waldränder, Lichtungen

Blütezeit :

Juni – September

Sammelzeit :

April – Juni ( junge Blätter)

Mai – September (Blüten)

August – Oktober (Früchte)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

andere Malvenarten, wie z. B. die Moschusmalve, der Teemalve oder der Wegmalve

Naturschutz:

nicht geschützt

(Wilde Malve)

(Wilde Malve)

 

Anbau :

Die Wilde Malve ist eine winterharte Wildpflanze. Sie mag einen sonnigen Standort, mag aber auch den Halbschatten. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst. Stecklinge können im Spätsommer genommen werden.

Ernte & Trocknung :  

Blätter und Blüten werden im Sommer bei der Vollblüte gesammelt. Sie werden getrocknet oder frisch verwendet. Das Sammelgut wird bei 35° im Schatten getrocknet. Eine richtig getrocknete Malvenblüte wird blau.

Geschmack & Geruch :

schleimig & geruchlos

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die unreifen Samen kann man gut als Salatbeilage verwenden. Junge Triebe und Blätter eignen sich gut als Gemüse oder roh in einem Salat. Die Blätter können als Verdickungsmittel in Suppen genommen werden. Die Blüten kann man zum Färben von Lebensmitteln nehmen. Malvenblätter eignen sich gut als Teeersatz.
Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Malvenkraut
  • 1 Tasse Wasser

Ein Malventee darf nur als Kaltauszug hergestellt werden, weil sonst die Wirkstoffe zerstört werden. Dafür nimmt man das Kraut samt Blüten und setzt es für gut 12 Stunden in kaltem Wasser an. Am nächsten Tag auf Trinktemperatur erwärmen und abfiltern. Auf den Tag verteilt können bis zu 3 Tassen, bei Husten, davon getrunken werden.

Räucheranwendung & Mystik

Eine Malven-Räucherung ( Wilde Malve) wird zwischen zwei Liebenden verräuchert, um ihre Verbundenheit zu stärken!

Getrocknete Wurzeln der wilden Malve trägt man bei sich, um die Liebe des Partners bei Abwesenheit zu spüren.

Nebenwirkungen:

Beim Trinken eines Malventees sollte man gut eine Stunde vergehen lassen, wenn andere Medikamente eingenommen werden müssen. Die Malve kann die Aufnahme der Medikamente vermindern. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine Zuwendung freuen. Ich danke im voraus dafür!

(Wilde Malve)

(Wilde Malve)

 

4 Gedanken zu „Wilde Malve – Malva sylvestris

  1. Ich hatte jahrelang im Frühjahr eine Seitenstrangangina mit Fieber und teilweise 14 Tage flachliegen. Kaltauszüge mit der „Käsepappel“ bzw. wilden Malve und zusätzlich Labkraut haben das beseitigt.

  2. Tee ist mit heißem bis kochendem Wasser aufgesetzer Kräuterauszug, nur dann sind die Schleimstoffe nicht mehr das was sie waren. Wenn es uns auf die Schleimstoffe ankommt und das ist ja auch bei der Malve der Fall, dann bitte einen Kaltauszug bereiten, denn Schleimstoffe werden schon bei 40 Grad zerstört.

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