Der Walnussbaum kann eine Höhe von gut 25 m und ein Alter von 300 Jahren erreichen. Walnussholz ist eine sehr edle und teure Holzart. Im Mittelalter nahm man die getrockneten grünen Nussschalen und die Blätter als Küchengewürz. Aus der Zeit kommt auch der Aberglaube, das man eine Walnuss unter einem Stuhl einer Hexe legen soll, damit sie sich nicht mehr bewegen kann. Man glaubte auch das kein Blitz in einen Walnussbaum einschlägt. Das Wort Polterabend kommt daher, das man früher einen Korb voller Walnüsse in das Schlafgemach der frisch vermählten Brautleute polterte, weil die Walnuss ein grosses Symbol der Fruchtbarkeit in der damaligen Zeit war. Die Kelten verehrten den Walnussbaum vom 24. Oktober bis zum 11.November, wegen seiner Nüsse. Sie enthalten sehr viel Proteingehalt, darum waren sie eine wertvolle Nahrungsquelle für den Winter.

Andere Namen :

Welsche Nuss, Welschnuss, Baumnuss

Volksheilkunde :

Magen – und Darmkatarrh, Frostbeulen, Verdauungsschwäche, Stoffwechselerkrankungen, Gelbsucht, Haarausfall, Hautflechten, Ekzeme, Akne, Sonnenbrand, Lymphdrüsenschwellung, Augenentzündung, Herpes, Furunkeln, Gelenk – und Knochenleiden, Würmer, Arthrose, Nierensteine, Husten, Verstopfung, trockene Haut, Blutarmut, starker Schweissbildung, Kopfschmerzen

Eigenschaften :

zusammenziehend, antiseptisch, verdauungshemmend, blutreinigend, kräftigend, krampflösend, beruhigend, magenstärkend, entwurmend, abführend, antikarzinogen, schweisshemmend, entzündungshemmend

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, ätherische Öle, Vitamin C, Flavonoide, Bitterstoffe

Verwendung :

Nüsse (unreif/reif), Blätter, Schalen, Nusskämben (holzige Leisten zwischen den Nusshälften)

Darreichungsform :

Öl, Tee, Bäder, Gurgelwasser, Umschläge, Tinktur, Waschungen, Bachblüte

Vorkommen :

Gärten und verwildert

Blütezeit :

Mai – Juni

Sammelzeit : 

Mai – Juni ( Blätter, unreife Nüsse)

August (Schalen)

Nüsse nach Reife (Herbst)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit der Schwarzen Walnuss

 

 

Anbau :

Die Walnuss ist ein winterharter Baum, der die Sonne liebt. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Herbst mit einer Abdeckung.

Ernte & Trocknung :

Die Blätter werden abgestreift und gut getrocknet. Die Fruchthüllen werden nur von reifen Nüssen gesammelt und in dünnen Schichten in der Sonne getrocknet. Sie werden dabei öfters gewendet, bis sie eine braune Farbe angenommen haben.

Geschmack & Geruch :

kratzig, bitter  & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die grünen Nussschalen sind ein gutes Färbemittel, das die Haare und die Haut braun färbt. Aber auch in vielen Künstlerfarben sind sie enthalten. Frische Walnussblätter halten Mücken und andere Insekten auf Abstand. Walnussöl wird oft für Salate verwendet. In der Küche ist die Walnuss weit vertreten, gerade auch in der Weihnachtsbäckerei.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL Walnussblätter
  • 1 Tasse Wasser (ca. 250 ml)

Das kochende Wasser über die Blätter giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Verdauungsproblemen können bis zu 3 Tassen täglich davon getrunken werden.

Räucheranwendung & Volksglauben

Mit einer Walnussblätter-Räucherung reinigte man im Mittelalter die Krankenzimmer. Dabei bitte auf die Dosierung achten, weil diese Räucherung ein leichte betäubende Wirkung entfaltet. Sie wirkt auf uns, um besser Entscheidungen treffen zu können und um klarer zu denken.

Eine reife Walnuss in der Tasche bei sich getragen, schützt vor dem bösen Blick. Genauso kann man auch die Zweige vor ein Fenster hängen!

wissen24_walnussblätterNebenwirkungen:

Der Walnussbaum darf nicht gleichzeitig mit dem Isländisch Moos und der Chinarinde eingenommen werden. Weitere Medikamenteneinnahme zusammen mit der Walnuss, sollte vorher mit einem Arzt besprochen werden. Während der Schwangerschaft und bei Epilepsie muss vor einer Räucherung mit Walnussblättern gewarnt werden. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

 

(Walnüsse)

(Walnüsse)


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8 Gedanken zu „Walnuss – Juglans regia

  1. getrocknete Walnussblätter zerkleinern und mit heissem Wasser aufgiessen – ziehen lassen – ist ein super Mittel bei entzündeten Hautstellen – gerade bei Tieren „Hot Spot“ sehr gut anzuwenden – desinfiziert und trocknet die Wunde aus. Der Heilprozess wird beschleunigt und es lindert die Schmerzen….. Hab ich immer getrocknet im Haus!

  2. ich wüsste sehr gern, ob man jetzt auchn och Blätter für Tees abpflücken kann. Im Text heissts „Sammelzeit Blätter Mai bis Juni“

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