Andere Namen : Hülse, Holsdorn, Christdorn, Stecheiche

Die Stechpalme kann weit über 300 Jahre alt werden. Sie steht unter Naturschutz. Die Beeren von ihr, sollen für uns hochgiftig sein, aber das ist noch umstritten. Aus heidnischen Bräuchen übernommen, werden die Zweige der Stechpalme für Weihnachtsschmuck genommen.

Volksheilkunde :

Bronchitis, Katarrhen, Rheuma, Arthritis, Fieber, Gicht, Malaria, Grippe, Durchfall, Gallenprobleme

Eigenschaften :

harntreibend, fiebersenkend, zusammenziehend, stärkend

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Ilexsäure, Gummi, Wachs

Verwendung :

Blätter

Darreichungsform :

Tinkturen, Tee

Vorkommen :

Unterholz, Laubwäldern, Gärten

Blütezeit :

Mai – Juni

Sammelzeit : 

Juni – September (Blätter)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit der Steineiche

Naturschutz:

geschützt

Anbau :

Die Stechpalme ist eine winterharte Pflanze, die einen gut entwässerten Boden liebt und die Sonne und den Schatten mag.

Ernte & Trocknung :

Gesammelt werden die Blätter im Juni bis September. Sie werden klein geschnitten an der Sonne/Halbschatten getrocknet.

Geschmack & Geruch :

bitter, schleimig  & geruchlos (Blätter)

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Zweige der Stechpalme wird seit jeher als Weihnachtsschmuck verwendet.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Stechpalmenblätter
  • 1 Tasse Wasser

Die Stechpalmenblätter über Nacht in einer Tasse lauwarmen Wasser (250 ml) zugedeckt ziehen lassen. Nächsten Tag den Tee erwärmen und abfiltern. Es können 1-2 Tassen täglich davon getrunken werden.

Räucheranwendung & Aberglauben

Bei den Germanen wurden die Blätter verräuchert, um Kraft und Hilfe von ihren Gott Thor zu erhalten. Eine Stechpalmen-Räucherung wird auch bei Unentschlossenheit und Ungeduld entfacht.

Im Spätmittelalter pflanzte man die Stechpalme rund um die Häuser, um vor Blitzeinschlag und Zauberei geschützt zu sein.

Nebenwirkungen:

Ca. 30 Beeren gelten für Erwachsene als tödliche Dosis. Bei Kindern weit weniger. Beachtet bitte das es bei der Stechpalme um eine Giftpflanze handelt und nur mit einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden soll. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

(Blätter der Stechpalme)

(Blätter der Stechpalme)

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5 Gedanken zu „Stechpalme – Ilex aquifolium (†)

  1. Also hier (Rheinland) wachsen sie wild, „immer“ schon, auch als der Winter noch ein Winter war. Sie vertragen also schon Frost, so generell.
    Ich bin inzwischen eher Verfechterin des einheimische Pflanzen pflanzens …. also schauen, was in der Region so an nützlichem und schönem wächst, und diese Arten dann in den Garten packen. 🙂
    Pflanzen und Tiere sind jeweils seit langer Zeit aneinander angepasst, damit ist man auf der sicheren Seite.
    Andererseits ist es auch so, dass es eine Art „Evolution“ gibt, gerade durch veränderte Klimabedingungen wandern die Pflanzen mit der Zeit immer weiter nach Norden (oder in die Höhe?) ….. ja, es ist schwierig so etwas als Laie zu bewerten.
    Was ich aber gar nicht mag sind Exoten, die keinen ökologischen Nutzen bringen und nur gerade trendy sind oder nett aussehen.

  2. ich hätte gerne so einen strauch im garten (bin auf 1075m seehöhe) gedeihen die da? im winter kann es doch sehr klat werden bei uns….

  3. … von wem wurde sie denn so verteufelt … die Pharmaindustrie hat ganze Arbeit geleistet … und nun wollen sie die Heilpflanzen ganz verbieten … wir müssen echt aufpassen, daß es dann nicht wieder Scheiterhaufen gibt :/

  4. ich liebe unseren Ilex-Baum im Garten, viele Meter hoch und bestimmt schon fast 50 Jahre alt 🙂
    Dieses Jahr wieder voller Beeren, mit denen sich die Vögel im Winter den Ranzen vollhauen können. 😉

  5. Aber wenn der Ilex giftig ist (also auch die Blätter), gehen dann die Giftstoffe sicher alle raus? Und wenn ja, tun sie das beim Trocknen oder ziehen die Stoffe einfach nicht in den Tee?

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