Der wilde Dost ist eine alte Arzneipflanze. Ebenfalls ist er gute Honigpflanze. Im Mittelalter sagte man, das die Blüten magische Kräfte haben, um Hexen und Dämonen abzuwehren. Man hielt den angeblichen Hexen den wilden Dost unter die Nase, um den Teufel zu vertreiben. Der Name Wohlgemut kommt daher, das er allen Kummer lösen und die Menschen glücklich und zufrieden machen soll.

Andere Namen :

Wilder Majoran, gemeiner Dost, Bergminze, Wilder Balsam, Dosten, Wohlgemut

Volksheilkunde :

Muskelschmerzen, Erkältung, Grippe, Bronchitis, Asthma, Verdauungsbeschwerden, Fieber, Magenverstimmungen, Blähungen, Menstruationsprobleme, Arthritis, Läuse, Hautausschlägen, Appetitlosigkeit, Krampfhusten, Keuchhusten, Gelbsucht, Ruhr, Lebererkrankungen, Mundfäule, Erschöpfungszustände, Nervosität, Sexualstörungen, Schmerzen, Heiserkeit, Zahnschmerzen, Rheuma, Geburtsbeschleunigung, Hämorrhoiden

Eigenschaften :

antiseptisch, schleimlösend, krampflösend, schweisstreibend, verdauungsfördernd, gebärmutteranregend, harntreibend, auswurffördernd, gallentreibend, magenstärkend, schleimhautheilend

Inhaltsstoffe :

Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Verwendung :

Blühendes Kraut (oberirdische Triebe), Blätter

Darreichungsform :

Öl, Tee, Gurgelwasser, Tinkturen, Salben, Umschläge, Waschungen, Sitzbäder

Vorkommen :

Wegränder, Gebüsche, trockenen Wiesen, Sonnenhänge, Waldränder, steinige Plätze

Blütezeit :

Juli – September

Sammelzeit : 

Juli – September

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit dem Wirbeldost oder Wasserdost

Anbau :

Der wilde Dost ist eine winterharte Wildpflanze, die einen trockenen und sonnigen Standort bevorzugt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst durch Aussaat oder durch nicht blühende Stecklinge im Sommer. Oregano ist eine schnellwachsende Pflanze und durch seine Blüten schön anzusehen. Die Pflanze sollte einen sonnigen Platz erhalten, weil sie dadurch mehr ätherische Öle entwickelt, die für eine Heilwirkung wichtig sind.

Ernte & Trocknung :

Man erntet den wilden Dost vor der Blüte. Die Blätter kann man zu Öl destillieren oder auch getrocknet für Aufgüsse verwenden. Beim Trocknen werden die dicken Stängelteile abgeschnitten. Er wird in dünnen Schichten oder gebündelt hängend im Schatten getrocknet. Das getrocknete Kraut kann auch in Kräuterkissen verwendet werden.

Geschmack & Geruch :

aromatisch  & würzig

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Oregano und Majoran kennt man im allgemeinen aus der Gewürzküche. Die Blätter und die blühenden Spitzen können zu einem schmackhaften Tee zubereitet werden. Der wilde Dost eignet sich gut, um Ameisen zu vertreiben. Zusammen mit Huflattich ergibt er einen guten Tabak-Ersatz.

Oregano und Majoran werden vom Geschmack her unterschieden. Oregano (Origanum vulgare) hat ein etwas herben und Majoran (Origanum majoranaeinen süsslichen Geschmack. Majoran wird meistens in der Wurstherstellung genommen, der Oregano meist für Pizza, Tomatensossen etc.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Dostkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Husten und Appetitlosigkeit können 2-3 Tassen täglich getrunken werden.

Räucheranwendung & Volksglauben

Eine Dost-Räucherung vertreibt alle Dämonen aus Geist und Haus. Das Räuchern des wilden Dost bewirkt beim Menschen, das er emotional nicht angreifbar ist. Es stärkt die ICH-Kraft.

Der Dost wurde in früheren Zeiten im Haus verteilt, um die Bewohner vor Diebstahl, Hexerei und Zauberei zu schützen.

Nebenwirkungen:

Während einer Schwangerschaft sollte der Dost nicht eingenommen werden. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

(Dostblüte)

(Dostblüte)

 


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12 Gedanken zu „Dost (Oregano) in der Volksheilkunde

  1. Hallo Sybille,

    die Bergminze verwechseln oftmals Neulinge mit dem Dost. Wobei der Geruch ganz anders ist. Ich päppel gerade zwei Bergminzen auf der Fensterbank auf, die ich vorm „Vertrocknungstod“ im Discounter gerettet habe.

    Viele Grüsse,
    Katuschka

  2. Bergminze ist etwas anderes als wilder Dost/Majoran, hat auch andere Blütenstände, wird aber oft verwechselt. Ist mir nur grade aufgefallen, weil ich nach der Bergminze als Räucherpflanze google. LG Sibylle

  3. Dost, Majoran und Oregano sind die gleiche Pflanze, wie kommt es dann zu den unterschiedlichen Geruch bzw. Geschmack? Liegt das an der Herkunft? Südeuropa – Nordeuropa?

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