Andere Namen : Gurkenkraut, Wohlgemutkraut, Herzblümchen, Borgelkraut

Borretsch wurde schon im Mittelalter als Schleimlöser verwendet. Dem Borretsch wird eine euphorisierende Wirkung zugesprochen. In grösseren Mengen ist Borretsch giftig. Es wird vermutet, das Borretsch der Erde sehr viel Salpeter entzieht und es dadurch zu einer Verpuffung kommen soll, wenn man ihn ins Feuer wirft. Wenn die Blüten mit Essig oder Zitronensaft in Berührung kommen werden sie rosa.

Volksheilkunde :

Blutreinigung, Depressionen, Halserkrankungen, Husten, Nierenbeschwerden, Rheuma, Blasenleiden, Fieber, Bronchienentzündungen, trockener Haut, Hautleiden, Kopfschmerzen, Brandwunden, Gicht, Heiserkeit, Verstopfung, Geschwüren, Wechseljahrebeschwerden

Eigenschaften :

herzstärkend, auswurffördernd, harntreibend, schweisstreibend, antidepressiv, blutdrucksenkend, schmerzlindernd, fiebersenkend, beruhigend, stoffwechselanregend, nervenberuhigend, schleimlösend

Inhaltsstoffe :

Saponin, Flavonoide, Gerbstoffe, Stärke, Mineralstoffe, Äther, Vitamin C, Kieselsäure

Verwendung :

Öl, Samen, Blüten, Blätter

Darreichungsform :

Tee, Wein, Gurgelwasser, Augenbäder, Umschläge, Tinktur, Bäder

Vorkommen :

kultiviert in Gärten, Schuttplätzen, Kiesgruben

Blütezeit :

Juni – Oktober

Sammelzeit : 

Juni – September

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

keine Verwechslung

Naturschutz :

nicht geschützt

(Borretschblüte)

(Borretschblüte)

Anbau :

Der Borretsch ist eine einjährige winterharte Zierpflanze. Er liebt die volle Sonne. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat.

Ernte & Trocknung :

Die Blätter werden im Sommer gesammelt und frisch oder getrocknet verwendet. Die Blüte pflückt man beim Aufgehen. Blätter und Blüten sollten sehr rasch verarbeitet werden, weil seine Wirkstoffe sich sehr schnell verflüchtigen sollen. Das Sammelgut wird zum Verwelken in die volle Sonne gelegt und zum anschliessenden Trocknen in den Schatten. Borretsch riecht und schmeckt nach Gurke.

Geschmack & Geruch :

salzig & gurkenartig

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Borretsch wird als Gewürz zum Gurken einlegen verwendet. Man kann es auch als Würze bei Salaten, Quarks und Sossen nehmen. Mit den Blüten wird Allerlei in der Küche gefärbt, z. B. Kräuteressig. Die Blätter können auch als Gemüse gekocht werden. Er wird auch als Viehfutter genommen. Er sollte in keinem Kräutergarten fehlen, weil er für die Bienen sehr nützlich ist.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Borretschblätter
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und nach Bedarf mit etwas Honig süssen. Täglich 3 Tassen davon trinken. Dieser Tee kann bei leichten Verstimmungen getrunken werden.

Räucheranwendung & Aberglauben

Eine Borretsch-Räucherung vertreibt negative Gedanken, nimmt die Melancholie und hellt die Stimmung auf. Er macht fröhlich und heiter. Im Mittelalter wurde viel mit Borretsch geräuchert, um gute Laune zubekommen.

Eine Borretschwurzel als Amulett getragen, vertreibt negative Gedanken.

Nebenwirkungen:

Bei übermässigen Gebrauch soll der Borretsch Leberkrebs und Leberschäden verursachen. Hautreizungen und allergische Reaktionen sind bei ihm möglich. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine Zuwendung freuen ☽✪☾

(Rosafarbene Borretschblüte)

(Rosafarbene Borretschblüte)

Durch Angabe der Quelle – www.celticgarden.de – können meine Texte und Fotos kopiert und veröffentlicht werden.

 

 

8 Gedanken zu „Borretsch – Borago officinalis

  1. Hallo Birgit,

    die Werbung die du darunter geschrieben hast, habe ich entfernt. Wenn du dazu bezüglich Fragen hast kannst du mich gerne privat anschreiben.

    Grüsse
    Katja

  2. Also ich schreibe es jetzt hier, aber ich muss sagen der Blog ist extrem interessant. Ich verfolge ihn schon eine ganze Zeit und finde hier immer Antworten. Vielen Dank dafür!

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