Über die Stinkmorchel gibt es sehr viele Geschichten zu schreiben.  Ihre Form gleicht einem Penis, dadurch auch ihr Name Phallus impudicus. Der Name bedeutet „Unzüchtiger Penis“. Ihren Geruch der sehr stark nach Aas riecht, verströmt sie weit im Wald. Ihren penetranten Geruch kann man wortwörtlich „meilenweit gegen den Wind“ riechen. Ihre Hauptsaison ist meistens ab Spätsommer bis tief in den Herbst hinein. Als Hexenei (woraus später mal die Stinkmorchel wächst) ist die Stinkmorchel für uns Menschen geniessbar. Man kann das Hexenei roh oder gebraten verzehren. Dafür zieht man die Haut ab und schneidet das Hexenei in Scheiben. Dann kann es gebraten werden. Ich selber habe es noch nicht ausprobiert, weil ich mich ein wenig ekel vor diesem Pilz, auch wenn ich ihn sehr oft fotografiere und teilweise für die Fotografien vor ihm auf dem Waldboden liege. Ein erbärmlicher Gestank sage ich euch 😀

 

Wenn das Hexenei aufbricht, wächst in kürzester Zeit die Stinkmorchel heraus und besitzt zum Anfang noch eine grüne, schleimige Substanz an der Kappe. Diese grüne schleimige Substanz, auch Gleba, genannt wird von vielen Insekten besucht und gerne gegessen. Wobei der Pilz nicht selbstlos ist und durch die Anlockung der Insekten seine Verbreitung sichert. Denn in dieser schleimigen Substanz sitzen auch gleichzeitig seine Sporen.

  • Der Volksglaube besagt, das die Stinkmorchel aphrodisierende Wirkungen besitzt. So wurde im Mittelalter viele Liebestränke mit der Stinkmorchel hergestellt. Auch gegen Gicht soll er helfen.
  • Die Stinkmorchel liebt es, sich auf Gräbern niederzulassen und das war für die Menschen im Mittelalter eine Warnung des darunterliegenden Toten. Gerade wenn er eines unnatürlichen Todes oder aber durch eine Hinrichtung gestorben war. Er warnte die Menschen davor, das gleiche Schicksal zubekommen. Nämlich den frühen Tod. Daher kommt der Name Leichenfinger!
  • Aus dem zweiten Weltkrieg ist ein Brief von einem Soldaten bekannt, den er mit fünf Stinkmorcheln schrieb, die ihm Licht spendeten. Die Stinkmorchel produziert nicht sichtbare Strahlen, die einen Pappkarton durchdringen können, um darin eine Photoplatte zu beleuchten.

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