Andere Namen : Raute, Gartenraute, Augenraute, Totenkraut, Weinkraut

Im Mittelalter nahm man die Weinraute wegen ihrer grossen Heilkräfte gern als Zaubertrank oder als Gegenmittel gegen tierische und pflanzliche Gifte. Sie wurde in der damaligen Zeit für Abtreibungen oder auch bei der Empfängnisverhütung genommen. Die Weinraute war auch immer Bestandteil bei Mitteln die gegen Ansteckung helfen sollten, z.B. bei der Pest. Sie wurde in Gerichtssälen aufgestellt, um eine Ansteckung des Fleckentyphus zu verhindern.

Volksheilkunde :

Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Rheuma, Asthma, Blasenschwäche, Vergiftungen, Sehschwäche, Krämpfen, Unruhe, Wassersucht, Ödemen, Ohrenschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Epilepsie, Hautkrankheiten

Eigenschaften :

krampflösend, durchblutungsfördernd, abtreibend, empfängnisverhütend, beruhigend, schlaffördernd, wassertreibend, appetitanregend, gebärmutteranregend, verdauungsfördernd

Inhaltsstoffe :

Gerbstoffe, ätherische Öle, Harz, Glykoside, Bitterstoffe

Verwendung :

Blätter

Darreichungsform :

Tee, Gurgelwasser, Bäder, Umschläge

Vorkommen :

kultiviert in Gärten, verwildert

Blütezeit :

Juni -August

Sammelzeit : 

Mai -Juni (Kraut)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

k.A.

Naturschutz :

nicht geschützt

(Weinraute)

(Weinraute)

Anbau :

Die Weinraute ist winterhart. Sie liebt die volle Sonne. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr. Man kann aber auch Stecklinge im Sommer nehmen.

Ernte & Trocknung :

Es wird nur das junge Kraut gesammelt. Das Kraut wir im Schatten getrocknet. Eine weitere Ernte ist im Herbst möglich, weil die Raute zweimal im Jahr austreibt.

Geschmack & Geruch :

kräftig & intensiv

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Ein kleines Sträusschen Weinraute in der Speisekammer aufgehängt, vertreibt Ameisen und anderes Krabbelgetier. Als Gewürz ist die Weinraute vielseitig zu verwenden. Sie eignet sich gut in grünem Salat, Fisch, Wirsing, Tomaten, Pilze, sowie zur Verfeinerung von Sossen. Allerdings nur in geringen Mengen. Die Weinraute war auch Bestandteil des berühmten Mets.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Weinrautenblätter
  • 1 Tasse Wasser (ca. 250ml)

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Menstruations – oder Wechseljahresbeschwerden können max. bis zu 2 Tassen täglich davon getrunken werden. Diese Anzahl an Tassen täglich darf nicht überschritten werden!

Räucheranwendung & Aberglauben

Die Weinrauten-Räucherung war im Mittelalter sehr beliebt. Sie galt als Schutz-Räucherung gegen Verhexungen und Verwünschungen, aber auch beim Exorzismus wurde sie genommen und wurde dafür reichlich in Klostergärten angebaut. Als Heilungsräucherung war sie sehr beliebt.

Ein Zweig Weinraute mit einem roten Bändchen umwickelt und über die Haustür gehängt, schützt die Bewohner vor allem Bösen.

Nebenwirkungen:

Die Weinraute darf nicht von Schwangeren eingenommen werden, weil sie sehr stark abtreibend und empfängnsiverhütend wirkt. Übermässige Dosierungen sind giftig!!! Es sind Todesfälle bekannt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine Zuwendung freuen ☽✪☾

(Weinraute)

(Weinraute)

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