Die meisten Goldruten kommen ursprünglich aus Nordamerika. Nur die echte Goldrute ist hier heimisch. Der Name Solidago kommt aus dem Lateinischen und heisst soviel wie „gesund machen“. Schon die Germanen wussten um ihre Heilwirkung, weshalb sie auch den Volksnamen heidnisches Wundkraut erhielt. Sie heilten ihre Wunden mit der europäischen Goldrute. Im Mittelalter wurde sie als Wünschelrute verwendet und auch „Ungesegenkraut“ genannt, weil man mit ihr bösartige Wunden behandelte.

Andere Namen :

Heidnisches Wundkraut, Goldraute, Heilwundkraut, Waldkraut

Volksheilkunde :

Nieren – und Blasenbeschwerden, Hautkrankheiten, Verdauungsstörungen, Grippe, Wunden, Keuchhusten, Geschwüre, Insektenstiche, Halsschmerzen, Durchfall, Gicht, Rheuma, Mund – und Rachenraumentzündungen, Blutreinigung, Scheideninfektion, Mundsoor

Eigenschaften :

harntreibend, entzündungshemmend, schweisstreibend, zusammenziehend, entspannend, nierenanregend, schleimlösend, verdauungsfördernd, heilend, antiseptisch, blutreinigend, krampflösend

Inhaltsstoffe :

ätherische Öle, Saponine, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Verwendung :

Blüten, Blätter, Wurzel

Darreichungsform :

Tee, Tinktur, Salben, Heilwein, Umschläge, Gurgelwasser, Wundpflaster, Waschung

Vorkommen :

Gebüsche, Wälder, Weiden, Wegränder

Blütezeit :

Juli – Oktober

Sammelzeit : 

August – Oktober (blühendes Kraut/Wurzel)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Die kanadische Goldrute oder die Riesengoldrute (s. Fotos) können genauso verwendet werden, wie die europäische Goldrute.

Naturschutz :

Nicht geschützt

Anbau :

Die Goldrute ist eine winterharte Pflanze. Ihre Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder durch Teilung im Herbst. Goldruten können sehr gross werden und wachsen sehr gut in einem Staudenbeet

Ernte & Trocknung :

Man erntet die Goldrute vor dem Öffnen der Blüten. Pflanzen die schon am Abblühen sind, sollten nicht gesammelt werden. Das Sammelgut sollte im Schatten getrocknet werden. Am besten hängt man die Goldrute kopfüber auf. Getrocknete Goldrute ist ca. 1 Jahr haltbar. Danach verliert sie ihre Wirkung.

Geschmack & Geruch :

zusammenziehend & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Goldrute ist eine sehr gute Färberpflanze. Man erhält von ihr ein zartes Gelb. Im Garten bekämpft sie Blattläuse wirkungsvoll, weil sie durch ihre Blüten Florfliegen und Blattlauskäfer anzieht.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Goldrutenkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Blasen – und Harnwegsentzündungen können bis zu 3 Tassen täglich davon getrunken werden. Über den Tag verteilt sollte viel Wasser oder Tee getrunken werden, damit man die entwässernde Eigenschaft der Goldrute unterstützt und viele Bakterien ausgeleitet werden. Dieser Tee kann auch abgekühlt, als Gurgelwasser bei Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen Linderung verschaffen.

Goldruten-Sirup:

Für einen Goldruten-Siurp nehmt ihr 50 g blühende Blütentriebe und lässt sie wenige Minuten in 500 ml Wasser kochen. Danach über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen die goldrute ausdrücken, abfiltern und den Rest mit 750 g Zucker aufkochen. Dieser Sirup ist gut bei Krämpfen und Schmerzen einer Blasenentzündung.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Goldruten-Räucherung vertreibt Krankheiten und Dämonen. Die Germanen räucherten mit der Goldrute um negative Energien zu vertreiben. Die Goldrute verströmt beim Räuchern einen Duft , der einen an Honig erinnert.

Getrocknete Goldrutenblüten in einem Beutelchen bei sich getragen, soll Reichtum und Wünsche herbeirufen. Der Glaube besagt, das sie verborgene Schätze findet. Bei Liebes – und Geldzauber war sie im Mittelalter sehr beliebt. Wenn sie plötzlich vor einem Haus wächst, so sollte man sie nicht entfernen, weil dann Reichtum und Glück ins Haus einzieht.

Nebenwirkungen:

Bei Stoffwechselerkrankungen sollte die Pflanze gemieden werden. Bei empfindlichen Menschen, kann sie eine Allergie auslösen. Sie steht in Verdacht, Heuschnupfen auszulösen. Bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit soll die Goldrute nicht eingenommen werden. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

gewöhnliche goldrute

(Gewöhnliche Goldrute)


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Ein Gedanke zu „Goldruten – Solidago spec.

  1. Obacht► Die hat mit der eingeschleppten und überall vorkommenden „Kanadischen Goldrute“ (Solidago canadensis) aber wenig zu tun, die außerdem hoch allergen ist.

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