Andere Namen : Holzapfel, Wildapfel

Der Holzapfel ist der Urapfel unseres heutigen Apfels. Er kann nur gekocht oder gedörrt gegessen werden. Für die Kelten gehörte der Apfelbaum zu den 7 heiligen Bäumen. Er war der Baum der Liebe und der Unsterblichkeit, was den gläubigen Christen ein Dorn im Auge war und sie ihn kurzerhand zur puren Sünde verschrien. Wie alles heidnische im Frühmittelalter. Wobei es wohl nach neuesten Erkenntnissen eher ein Granatpafel war, den Eva Adam in die Hand drückte ;).  Bei den Kelten war Avalon, die Apfelinsel, das Paradies. Unser heutiges Halloween und den damit verbundenen „trick or treat“ stammt von dem ursprünglichen Samhain-Fest der Kelten ab. An Samhain ging ein Druide mit einem Kind in das Dorf und klopfte an jedes Haus seines Stammes. Das Kind trug einen Korb voller Äpfel und übergab den jeweiligen Hausbesitzer einen Apfel. Es symbolisierte damit die Nacht des Samhain und der damit verbundenen Magie. Die Kelten glaubten bei Samhain konnten die Ahnen zu ihnen herübertreten und sich für eine kurze Zeit zu ihnen gesellen. Daher rührt auch der Gebrauch einem Spanferkel einen Apfel in das Maul zu stecken. Damit wird die Wiedergeburt symbolisiert und er diente dem Schwein als Herz, um sich von seinem Körper zu lösen und in einen anderen Körper wiedergeboren zu werden.

Eine keltische Braut trug bei ihrer Vermählung einen Apfel auf der Brust. Ein Zeichen für Liebe und Fruchtbarkeit.

 

Volksheilkunde :

Verdauungsbeschwerden, Entzündungen, Durchfall, Fieber, Husten, Heiserkeit, Unwohlsein, Magenübersäuerung, Blutarmut, Hämorrhoiden, Ekzeme, Stoffwechselerkrankungen, Schwangerschaftsübelkeit, Gicht

Eigenschaften :

beruhigend, nervenstärkend, darmanregend, stopfend, schlaffördernd, blutbildend, harntreibend, schweisstreibend, fiebersenkend

Inhaltsstoffe :

Apfelsäure, Kalzium, Vitamin C, Eiweiss, Fette, Kohlehydrate, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen

Verwendung :

Früchte, Blätter

Darreichungsform :

Tee, Essig, Öle, Mus, Wickel, Salben

Vorkommen :

Eichenwälder, Ulmenwälder, Hecken, Gebüsche

Blütezeit :

April – Mai

Sammelzeit : 

August – Oktober (je nach Sorte)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

mit anderen Apfelsorten

Naturschutz :

keine Angaben

(Blüten des Wildapfels)

(Blüten des Wildapfels)

Anbau :

Der Holzapfel ist ein winterharter Baum.

Ernte & Trocknung :

Man erntet Äpfel an einen trockenen Tag und lagert sie kühl und trocken. Süsser wird der Apfel wenn er in Ringe geschnitten wird und bei 40° C im Backofen getrocknet wird. Dadurch ist er auch länger haltbar und man hat den ganzen Winter über Äpfel. Die Apfelschalen können auch auf diese Weise getrocknet werden und so später für einen Apfeltee verwendet werden.

Geschmack & Geruch :

süss, sauer & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Gebratene Äpfel sind sehr gut für einen schwachen Magen und gegen Heiserkeit (mit Honig). Am bekanntesten ist wohl Apfelmus. Bei Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird ein Apfel empfohlen.

Tee – Zubereitung:

2 EL getrocknete Apfelschalen
1 Tasse Wasser (ca. 250 ml)

Das kochende Wasser über die Apfelschalen giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Ein wenig mit Honig süssen. Wer es weihnachtlich mag kann auch Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer u.sw. hinzufügen.

Räucheranwendung & Aberglauben

Eine Apfel -Räucherung belebt unseren Geist und lässt die Müdigkeit aus ihm verschwinden. Im Mittelalter nahm man die Räucherung auch bei Liebeszauber. Für eine Räucherung können auch Blüten und getrocknete Apfelstücke genommen werden.

Apfelkerne bei sich getragen, zieht das Liebesglück an.

Nebenwirkungen:

Kleinen Kindern sollten nicht zu viele Äpfel gegeben werden, weil sie schnell unter Koliken leiden können. Gerade wenn sie dazu neigen. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine Zuwendung freuen ☽✪☾

(Holzapfel)

(Holzapfel)

 

 

 

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