Andere Namen : Gartenerbse, Brecherbse, Speiseerbse

Man weiss nicht genau woher die Erbse zu uns kam, aber es wird vermutet, das sie aus dem Mittelmeerraum kommt. Jedenfalls reicht ihre Kultur bis in die jüngere Steinzeit zurück. In Deutschland erst in der Eisenzeit. Natürlich gab es auch viel Zauber -und Aberglauben rund um die Erbse. Am heiligen Abend wurde in allen 4 Ecken ein Erbsengericht in Kreuzform verschüttet, damit die Mäuse im Haus keine überhand nahmen. Erbsen wurden am Johannisfeuer gekocht und dann als Paste bei Wunden und Quetschungen verwendet. In den Rauchnächten durften keine Erbsen gegessen werden, weil es sonst Geschwüre gab. Erbsen galten auch als Fruchtbarkeitssymbol. Am Karfreitag wurde ein mit Erbsen gefüllter Sack an Obstbäume geschlagen, damit sie viele Früchte tragen. In den Rauchnächten gab man den Hühnern Erbsen zu essen. Soviele Erbsen wie sie zu sich nahmen, soviele Eier werden sie legen. Mädchen warfen gekochte Erbsen an die Hauswände und wenn eine Erbse kleben blieb, so wird das Mädchen in diesem Jahr noch heiraten. Der Genuss von Erbsen zu Silvester gab Glück und Wohlstand. Im Zauberglauben war die Erbse auch viel vertreten. So glaubte man, das mit Erbsen Geschwüre angehext werden konnte. Besondere Kraft sollen die Erbsen haben, die in einem Katzenkopf oder in einer Schlange vergraben werden und daraus neue Erbsen wachsen. Denn sie machen unsichtbar und lassen Hexen erkennen. Man konnte dadurch sogar die Sprache der Gänse verstehen. Wenn Erbsen gekocht wurden und sie noch weiter sieden, wenn sie vom Herd genommen wurden, so glaubten die Menschen, das keine Zauberei im Haus bestand. Gegen Zahnschmerzen zerbeisst man Erbsen auf einem Kirchhof und wirft sie dann in ein frisches Grab ;). Gegen die Gicht vergräbt man einen Topf mit 77 Erbsen, wo vorher der Kranke drauf uriniert hat, in einem Ameisenhaufen. Kinder mit Masern wurden in einer Erbsenbrühe gewaschen.

Volksheilkunde:

Cholesterinspiegel, Arterienverkalkung, Haarbruch, Immunschwäche, Wunden, Prellungen, Quetschungen

Eigenschaften :

knochenfestigend, cholesterinsenkend, antioxidativ, krebshemmend, entzündungshemmend, immunstärkend, zellwachstumsfördernd, verjüngend, nervenstärkend, bindegewebsstraffend, entgiftend

Inhaltsstoffe :

Kohlenhydrate, Eiweiss, Fett, Vitamin B1, Vitamin B2, Flavonoide, Saponin, Phenaolsäure

Verwendung :

Samen, Schoten

Darreichungsform :

als Nahrung, Wickel

Vorkommen :

Gärten

Blütezeit :

Juni-Juli

Sammelzeit : 

Juli – September

Naturschutz :

nicht geschützt.

erbsenAnbau :

Für den Erbsenanbau müsst ihr den Erbsenpflanzen Rankhilfen anbieten. Am besten gut 2 Meter hoch. Ihre Blütezeit ist von Juni-Juli. Achtet beim „Erbsenkauf“ das ihr die Schoten mitessen könnt. Es gibt viele verschiedene Sorten. Weil die Beete der Erbsen früh wieder frei werden, könnte man zum Beispiel Salate danach auf die Beete pflanzen. Zwischen März und April fängt man mit der Aussaat an.

Ernte & Trocknung :

Die Ernte erfolgt im Frühsommer. Man sollte die geernteten Erbsen gleich verbrauchen oder trocknen, weil sie schnell verderben.

Geschmack & Geruch :

erbsig & neutral

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Erbse ist ein grosser Eiweisslieferant und dadurch ein Fleischersatz. Tiefkühlerbsen sind optimal um kleine Prellungen oder Verletzungen zu kühlen, weil sie sich optimal um die Stelle herumlegen lassen. Einfach in einem kleinen Beutel tun und die Wunde oder Prellung damit versorgen.

Nebenwirkungen:

Menschen die an Gicht erkrankt sind oder gichtgefährdet sind, sollten Erbsen nur gelegentlich zu sich nehmen. Dieser Artikel ersetzt den Gang zu einem Arzt, Heilpraktiker oder in eine Apotheke nicht. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!peas-703169_1280

 


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