Andere Namen : Rotfichte, Rottanne, Fichtenbaum, Schwarztanne, Feichten

Die Fichte ist der grosse Heiler des Waldes. Wer kennt nicht ihren Geruch. Ihr Alter wird mancherorts auf gute 1000 Jahre geschätzt. Das gereinigte Fichtenharz wird Burgunderharz genannt und war im Mittelalter Ersatz für den Weihrauch. Es wurde zu der Zeit viel in Krankenzimmern geräuchert, weil es desinfizierend wirkt. Die Germanen sollen die Fichte weniger beachtet haben, als andere Völker. Auch Fichten-Wallfahrtsorte, die auf die Fichte weisen könnten, sind nicht häufig. Es wird aber häufig davon berichtet, das die Fichte den Geistern Aufenthalt gewährt. Das Vieh schützte man mit Fichtenzweigen vor Behexung und ein Fichtenspan unters Bett gelegt, soll vor Blitzeinschlag schützen. Er war auch ein „Übertragungsbaum“ für Krankheiten, besonders der Gicht. Die Beschwörungsformel hiess: Guten Morgen Frau Fichte, da bring ich dir die Gichte…Mit einem Fichtensplitter wurde in einem schmerzenden Zahn herumgestochert bis er blutete und danach wurde der blutige Splitter wieder in die Fichte eingefügt. Gegen Mitesser wurden kleine Fichten herausgerissen und verkehrtherum wieder in die Erde gesteckt. Samen von einem Fichtenzapfen der nach oben hängt, am Morgen vor Sonnenaufgang nüchtern verschluckt, bewirkt das man den ganzen Tag unverwundbar blieb ;). Als Ersatz konnten auch Fichtennadeln gegessen werden.

Volksheilkunde :

Hautkrankheiten, Erkältungskrankheiten, Gicht, Rheuma, Nervenschmerzen, Erschöpfungszustände, Husten, Durchblutungsstörungen, Muskelkater, Schlafstörungen, Stoffwechselstörungen, Nervosität, Frühjahrsmüdigkeit

Eigenschaften :

durchblutungsfördernd, blutreinigend, auswurffördernd, schweisstreibend, schmerzlindernd, beruhigend, keimtötend

Inhaltsstoffe :

Ätherische Öle, Harze, Bitterstoffe, Vitamin C

Verwendung :

Nadel, Zapfen, Harz

Darreichungsform :

Bäder, Inhalation, Salben, Tinkturen, Umschläge, Sirup, ätherisches Öl

Vorkommen :

Wälder, Gärten

Blütezeit :

April – Mai

Sammelzeit : 

April – Mai (junge Triebe)

April – Juni (Äste/Zweige)

ganzjährig (Harz)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

mit der Tanne

Naturschutz :

nicht geschützt

(Fichte)

(Fichte)

Anbau :

Die Fichte ist ein winterharter Baum. Der Standort sollte im Halbschatten sein. Die Vermehrung erfolgt im Herbst durch Aussaat.

Ernte & Trocknung :

Das Harz, die Rinde und auch die Nadeln können ganzjährig getrocknet werden.

Geschmack & Geruch :

harzig & waldig

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Fichtenzweige wurde in früherer Zeit ins Haus geholt, um den Frühling herbeizurufen. Aber auch ihre Zapfen sind schöne Dekoartikel im Haus. Es kann auch eine Fichtenmarmelade hergestellt werden.

Tee – Zubereitung:

Für eine Tee-Zubereitung nimmt man 10g Fichtennadeln und weicht sie für gut 12 Stunden in Wasser ein. Dann werden sie kurz aufgekocht und für mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Gut abfiltern und vielleicht mit ein wenig Honig süssen. Man kann auch 1-2 Teelöffel frische Knospen und Triebe mit heissem Wasser überbrühen und ziehen lassen. Er wird bei Frühjahrsmüdigkeit und während einer Erkältung getrunken.

Räucheranwendung & Aberglauben

Für eine Fichten-Räucherung können die Rinde, Nadeln und das Harz verwendet werden. Sie wirkt keimtötend, kräftigend und aufbauend und fördert die Genesung bei Krankheiten. Diese Räucherung schützt vor störenden Einflüssen und verleiht uns Mut, Zuversicht, Ruhe, Kraft und Ausdauer.

Fichtenzweige ans Haus gesteckt, versinnbildlich das Ende des Winters. Fichtenzweiglein bei sich getragen, schützt vor ansteckenden Krankheiten.

Nebenwirkungen:

Die Überdosierung von Fichtenharz kann zu Kopfschmerzen und zu sehr starken allergischen Reaktionen führen. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Mein kostenloses Ebook über die Fichte könnt ihr hier herunterladen 🙂

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(Fichtenharz)

(Fichtenharz)

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