Andere Namen : Echter Hanf, Gewöhnlicher Hanf, Nane, Grass, Grüne Göttin, Knaster, Marihuana, Opium der Armen, Rauch der Ahnen, Weed, Galgenkraut

Seit weit über 6000 Jahren macht sich der Mensch die Hanfpflanze zu Nutzen. Als Heilpflanze, als Faserlieferant, als Nahrungsmittel und als Rausch – und Genussmittel. In Indien glaubt man das Shiva den Menschen Hanf schenkte, damit sie sich am heiligen Kraut der Ekstase erfreuen können. Zahlreiche Forschungen heutzutage bestätigen, das Hanf aufbauend nach langer Krankheit ist und zu einer Regeneration des Wohlbefindens führt. Im frühen Mittelalter wurden Hanfsamen bei Ohrenschmerzen und Magen- und Darmproblemen gekaut. Auch bei Appetitlosigkeit und Impotenz wurden Hanfanwendungen oft verabreicht.

Leider steht Hanf auf der Liste der Betäubungsmittel. Sowohl Anbau als auch Nutzung ist uns damit untersagt. wenn du für die Legalisierung des Hanfs bist kannst du dich beim Hanfverband informieren. In Deutschland darf ein THC-armer Hanf seit 1996 unter strengen Auflagen kultiviert werden. Die Ägypter nutzen die Hanfpflanze, um ihre Toten zu mumifizieren. Da das THC in sehr hoher Konzentration in den Mumien zurückblieb, verkauften windige Händler die Mumien nach Europa, wo hier bei den Apothekern das berühmte mittelalterliche Arzneimittel Mumia vera hergestellt wurde. Es half bei allen Arten von Krankheiten. Vor etwa 200 Jahren konnten in Apotheken sogenannte indische Zigaretten gekauft werden, die gegen Asthma und Schlaflosigkeit geraucht wurden.

Im Mittelalter gab man den Hühnern Hanfsamen zu essen, damit sie den ganzen Winter über Eier legten. Am Weihnachtsabend wurde in manchen Regionen eine Hanfsuppe gegessen. Hanf galt damals als Fruchtbarkeitssymbol. Bei Fieber  formt man 3 Kugel aus Hanf und zündet sie an. Den entstehenden Rauch bläst man den Kranken ins Ohr oder zum Fenster hinaus. Damit soll das Fieber aus dem Hause getrieben werden. Gebärenden Frauen wurden Hanfpflanzen unter dem Rücken gelegt.

Was ist der Unterschied zwischen Indica und Sativa?

Cannabis indica reagiert mehr auf den Körper. Sie intensiviert die Sinneswahrnehmungen wie Geschmack, Berührung und Geräusch und hat eine entspannende Wirkung (mental und physisch). Ist in grösseren Dosen einschläfernd und macht träge.

Cannabis sativa wirkt eher energisch, kreativ, aufhellend und psychedelisch. Sie wirkt weniger einschläfernd als Cannabis Indica.

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Volksheilkunde :

Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Entzündungen, Augenkrankheiten, Menstruationsprobleme, Depressionen, Krebs, Aids, Nervosität, Glaukom, Krämpfe, Epilepsie, Asthma, Übelkeit, Verdauungsstörungen, Rheuma, Atemwegserkrankungen, Milchschorf, Schuppenflechte, Schmerzen, Blutarmut, Gicht, Magen – und Darmbeschwerden, Nieren – und Blasenleiden, Hühneraugen, Krampfadern, Wunden, Flüssigkeitsmangel, Verstopfung, Fieber

Eigenschaften :

schmerzstillend, krampflösend, entspannend, aufbauend, stimmungsaufhellend, berauschend, antibiotisch, erotisierend, bewusstseinserweiternd, schlaffördernd, appetitanregend, cholesterinsenkend, blutdrucksenkend, abführend, brechreiz­stil­lend, bronchienerweiternd

Inhaltsstoffe :

Harze, ätherische Öle, Vitamin K, fettes Öl

Verwendung :

Blätter, Blüten, Harze, Samen

Darreichungsform :

Tee, Kräuterkissen, Räucherungen, Öl, Tinktur, Milch

Vorkommen :

kultiviert

Blütezeit :

Juni – August

Sammelzeit : 

Juli (Harz)

August -September (Kraut)

September ( Samen)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

keine

Naturschutz :

nicht geschützt.

nutzhanf

Anbau :

Denkt daran, das der Cannabis-Anbau hier in Deutschland strafbar ist. Die Pflanze braucht sehr viel Sonne oder künstliches Licht. Die Hanfpflanze kann eine Grösse von bis zu 5 Meter erlangen.

Ernte & Trocknung :

Aus dem Blütenharz der weiblichen Pflanze gewinnt man Haschisch, aus den Blättern beider Geschlechter Marihuana.

Geschmack & Geruch :

süsslich & heuartig

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Wer kennt nicht die berühmten Haschkekse ;). Die Stengel der Hanfpflanze sind reich an Bastfasern und können als Seile und Textilien verarbeitet werden. Hanfsamen sind gutes Vogelfutter. Hanf kann auch zu einem Speiseöl verarbeitet werden. Alle Teile der Hanfpflanze ist für die Zubereitung als Lebensmittel geeignet.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Hanfblätter
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Schlafproblemen, Migräne und auch bei Schmerzen können 3 Tassen täglich davon getrunken werden. Berauschend wirkt dieser Tee nicht, weil das THC nicht wasserlöslich ist. Erst durch die Zugabe von Butter oder Sahne löst sich das THC von den Blättern.

Räucheranwendung & Mystik

Es mag vielleicht ein bisschen komisch vorkommen, die Hanfpflanze als Räuchermittel zu präsentieren, doch ist sie auch in diesem Bereich, die wohl älteste Pflanze für Räucherzwecke. Die Räucherung gibt einem den Blick in die Zukunft frei und auch um mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Sie hilft bei Kopfschmerzen und bei Schlafstörungen. Sehr bewusstseinserweiternd. Eine sehr gute Räucherung, um an seinem eigenen Geist heranzukommen und sich mental zu öffnen.

Hanfsamen knacken bei einer Räucherung, daher solltet ihr sie nur in Mischungen verwenden. Das Verräuchern von Hanfsamen ist legal und erzeugt keinen Rausch. Das Verräuchern von Hanfblättern – oder Harz ist strafbar und sollte jedem bekannt sein.

Hanfsamen schützen vor dem Teufel und sind auch ein Fruchtbarkeitssymbol.

Nebenwirkungen:

Menschen mit Kreislaufproblemen sollten mit der Hanfpflanze vorsichtig umgehen. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine Zuwendung freuen ☽✪☾

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5 Gedanken zu „Hanf – Cannabis sativa/indica

  1. Ganz wunderbar allerdings ist mir eine Fehlinformationen aufgefallen….Nur der Blütenbestand der weiblichen Pflanze wird als Marihuana bezeichnet.

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