Die Ogam Zeichen sind im frühen Mittelalter entstanden. Es wird vermutet 3.-6. Jhr. n. Chr. Sie wurden von den irischen Kelten in Steine geritzt. Vergleichbar mit dem „Runen ritzen“ in Holz der Germanen. Die Kelten haben sie für magische Zwecke verwendet, wie z. B. bei Schutzzauber, gegen Geister und zur Erinnerung an die Toten.

Die Ogam-Schrift besteht aus zwanzig Zeichen und jedes Zeichen steht für einen Baum. Die Striche der Ogam-Schrift sollen die Äste der Bäume symbolisieren.

ogam-zeichen

(Ogam-Zeichen)

So….nun aber zur Herstellung der Ogam-Stäbchen. Die Äste der jeweiligen Bäume sollten ca. 1cm Durchmesser haben und 10-12 cm lang sein. Am besten ist es, wenn ihr die Hölzer nicht direkt vom Baum abschneidet, sondern Äste nehmt, die schon auf dem Boden liegen. Die Rinde sollte am Stäbchen dran bleiben, weil sie doch den jeweilgen Baum charakterisiert. Ihr könnt die Stäbchen schräge abschneiden oder wie ich es getan habe zur Hälfte die Rinde entfernen und dann dort die Zeichen einritzen. Ihr könnt per Hand ritzen oder aber einen Dremel dafür verwenden. Zum Schluss habe ich die Ogam-Zeichen noch mit einem Brennkolben nachgezeichnet, damit sie besser im Holz zu sehen sind. Aufbewahrt werden die Stäbchen am besten in einem Holzkästchen.

Meine ersten 4 Stäbchen sind schon fertig:

ogamstäbchen

(Ogamstäbchen)

 

Ich schreibe euch in Kurzfassung die Bedeutung der einzelnen Bäume auf. Sozusagen als Anhaltspunkt, den euer eigenes Ogam-Runen-Orakel müsst ihr schon selber schreiben und herstellen. Dann ist es viel kräftiger und sinnvoller, als wenn ich euch die Bedeutung vorgebe. Wenn ihr mit den Ogam-Stäbchen orakeln wollt, so gebt ihr den Naturgeistern Kraft, um mit euch in Kontakt zutreten und euch den Weg zu zeigen der euch die Stäbchen verraten.

Die Birke steht immer für Fruchtbarkeit und den Neubeginn.

Die Eberesche steht für Schutz und Vorahnungen.

Die Erle gibt einem Kraft und hilft uns Herausforderungen anzunehmen.

Die Weide steht für tiefe Gefühle und macht uns Mut.

Die Esche steht für die Wiedergeburt, den Kreislauf des Lebens.

Der Weissdorn befreit uns von Kummer und öffnet das Herz.

Die Eiche steht für Wahrheit, Mut und Ausdauer.

Die Stechpalme gibt uns grosse Lebenskraft.

Der Haselnussbaum gibt uns Verständnis und Träume zu verwirklichen.

Der Apfelbaum steht für Grosszügigkeit und Offenherzigkeit.

Die Weinrebe steht für über den Dingen zustehen.

Der Efeu seht für Lebenskraft.

Das Schilfrohr steht für Ruhe und Gelassenheit.

Die Schlehe hilft uns beim Abwehr- und Schadenszauber.

Der Holunder steht für Leben und Tod.

Die Ulme gibt uns Weitsicht.

Der Stechginster gibt uns Weisheit.

Der Besenginster steht für innere Reinigung.

Die Espe lässt uns die Stimmen der Natur hören.

Die Eibe gibt uns die Kraft zum Wahrsagen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Weissagung durch diese Runen und das ihr euren Lebensweg vielleicht durch das Orakel findet.

Gehabt euch wohl 😉

eure Katuschka )O(

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über eine finanzielle Unterstützung freuen 😉

 

10 Gedanken zu „Keltische Og(h)am Stäbchen und ihre Bedeutung zum selber machen

  1. Danke für die schöne Idee, werd ich mal ausprobieren :-). Würde mich freuen Dich auch mal auf meiner Seite begrüßen zu dürfen. VG Kawa

  2. Hi, wie orakelt man die Stäbchen am Besten? in einen Sack geben und ziehen oder wirft man allesamt auf eine Unterlage und schaut wie sie liegen? lg

  3. Hello. Es gibt mittlerweile Funde, die bestätigen, dass die OGHAM Zeichen ca. 4000 Jahre alt sind. Man hat allte versteinerte Stämme im Mohr gefunden. Jene, die behaupten, es wurde im Mittelalter erfunden, sind jene, die nicht wollen, dass man sich wieder mehr mit unseren keltischen Wurzeln befasst.

  4. gibt es nicht vielleicht irgendwo einen bericht darüber, dass wissenschaftler drauf gekommen sind, dass es in irland keine kelten gibt? ich habe erst kürzlich mit einem gesprochen, der dabei war, wie man vor einigen jahren in irland, schottland und england von tausenden menschen speichel,- und blutproben genommen hat und man festgestellt hat, dass sie ein eigenes volk sind, aber nie kelten waren, sie haben keine gene der kelten im blut. diese menschen haben nur viel von ihnen übernommen, weil die menschen an der küste – bretagne usw. ständig mit den menschen auf der insel handel getrieben haben. daher haben sich einige wenige vermischt und haben auch ihre bräuche übernommen. und da die iren sich freiwillig dem christentum unterworfen haben, ist so viel davon bebständiger geblieben, als z. b. bei uns. als ich in irland war, haben mir einige iren, eine ähnliche ausführung erzählt. laut der wissenschaft, ist das älteste keltische zeugnis in tschechien.

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