Wer Honigwein erfunden hat, darüber streiten sich bis heute die Geister. Fakt ist, das es schon die Germanen und die Kelten getrunken haben. Ich habe hier ein schönes Rezept von Anno 1850.

Ihr müsst ca. 12 Liter Wasser in einen Topf füllen. Macht euch eine Kerbe oder einen Strich in dem Topf, damit ihr seht wo die Füllgrenze der 12 Liter Wasser waren. Dann fügt ihr nochmal 4 Liter und 4 Kilo Honig hinzu. Nun müsst ihr es aufkochen, am besten so das es schäumt. Nach einer halben Stunde kochen fügt ihr eine handvoll Hopfen hinzu oder wenn ihr mögt könnt ihr auch anstatt des Hopfens ein paar Zweige vom Rosmarin hinzufügen. Das Kochen muss so lange sein, bis es eingekocht und die Flüssigkeit eingeschrumpft ist, runter auf eure 12 Liter Marke. Nun füllt ihr es in einen Steinkrug und lasst es ein bisschen auskühlen. Dann fügt ihr 4 Esslöffel Bierhefe hinzu und legt ein Tuch, was ihr rundherum bindet über euren Steinkrug und lasst es gut 48 Stunden ziehen.

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Nach diesen 48 Stunden filtert ihr die Flüssigkeit ab und könnt es dann in einen anderen Steinkrug umfüllen. Es wird nun ein kleines Säckchen mit Zitronenscheiben, Zimt, Kardamom und Gewürznelken in die Flüssigkeit gehängt. Nun müsst ihr alles sehr gut verschliessen und ab in den Keller damit oder an einem Ort wo es dunkel und kühl ist. Es muss nun gut 8 Wochen ruhen. Nach den 8 Wochen könnt ihr alles in schöne Flaschen füllen.

Wer nicht so der „Gewürz-Fan“ ist und es lieber natural mag, der kann auch komplett alle Gewürze weglassen. Traditionell wird der Honigwein aus Trinkhörnern getrunken.

Ich wünsche euch guten Durst und betrinkt euch nicht 😉
eulenkl

Blessed be,

eure Katuschka )O(

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19 Gedanken zu „Honigwein (Met) selber herstellen mit einem Rezept von 1850

  1. Soweit ich weiß sind die ältesten überlieferten Rezepte in Europa von jüdischen Händlern aufgeschrieben worden und überliefert.

  2. Das mit den Weichmachern ist wirklich wahr!
    Zum mal ausprobieren ist die Anschaffung der Kunststofffässer günstiger 😉
    Wobei man mit etwas Glück gläserne Gärballons in Brockenstuben findet.

  3. Ja das schon!
    Zitat: Es muss nun gut 8 Wochen ruhen. Nach den 8 Wochen könnt ihr alles in schöne Flaschen füllen.

    Nach 8 Wochen ist die Gärung nicht mit Sicherheit abgeschlossen!
    Das kommt unter anderem sehr auf die Raumtemperatur an.

    Bitte ergänz doch den Text insofern, das dieses Gebräu dann in Flaschen mit Schnappverschluss abgefüllt werden sollte.
    Bei diesen Flaschen ist das Risiko geringer.
    Dies weil die Gärgase den Schnappverschluss aufdrücken können und so entweichen.

    Ich mache seit einigen Jahren regelmässig Met selber und musste schon erfahren was es heisst wenn so eine noch nicht fertig gegärte Metflasche gesprengt wird.
    Das ist nicht lustig!

    Im weiteren mach ich auch Met nach wesentlich älteren Rezepten, auch gänzlich ohne Hefezugabe!

  4. Noch was, wenn die Gärung noch nicht abgeschlossen ist und man das Gebräu in Flaschen (besonders Flaschen mit Drehverschluss) abfüllt, dann habt ihr da mächtige Splitterbomben gebaut und das mit Zufallszünder!
    Heilkräuter & Wildkräuter bitte achtet euch auf solche Sachen.
    Das kann arg böse in’s Auge gehen!

  5. Na ja, das ergibt dann wohl eher ein Honigbier als Met.
    Mein Met mache ich mir mit Reinzuchthefe aus der Winzerei, ergibt einen höheren Alkoholgehalt und schäumt nicht so wie mit Bierhefe.
    Braucht etwas mehr zeit, er gärt bei mir bis zu etwa einem halben Jahr.
    Auch finde ich es schade, wenn der feine Honig von Gewürzen überdeckt wird.
    Als Gärbottich eignen sich übrigens die in allen Hobby und Gartenbaumärkten angebotenen Kunststoffässer mit Ablasshahn.
    Die müssen noch mit enem Gärrörchen versehen werden so das die Gase entweichen können aber nichts rein kommt 😉

  6. Wo bekomm ich hopfen her?und die bierhefe?sind das ganz normale bierhefeflocken die es auch in Tablettenform gibt ?es gibt ja auch so hefeflocken bei denen nicht bierhefe draufsteht sondern nur hefeflocken …..

  7. An Stelle von Hopfen verwende besser Mädesüsskraut (Filipendula ulmaria) !

  8. Honig auf zu koch bis er schäumt ist heute ein Unding und nicht mehr nötig, das stammt noch daher das Honig früher meist zu viel Wachs und andere Verunreinigungen in sich trug. Heute ist davon abzuraten Honig zu Kochen das Zerstört feine Aromen im Met. Ich braue seid längeren mein eigenen Met und hab schon viel Lehrgeld zahlen dürfen. Ein Tipp ist auch wen man für die ersten Versuche günstigen Honig kauft lieber verschiedene „Günstige“ Sorten kaufen min 3-4 von verschiedenen Anbietern und Disc.

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