Andere Namen : Wegtritt, Vogelgras, Tausendknoten, Weggras, Knotengras, Blutkraut, Saukraut, Eisener Heinrich

Die Samen des Vogelknöterich können bis zu 250 Jahre keimfähig bleiben. Der Vogelknöterich ist schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Im Mittelalter wurde er sehr gerne und oft bei Bluthusten verabreicht. Im Aberglauben der Sympathiemedizin wird der Vogelknöterich, gegen das viertägige Fieber am Donnerstag bei abnehmendem Mond gesammelt.

Volksheilkunde :

Atemwegsbeschwerden, Wunden, Hautunreinheiten, Entzündungen, Husten, Bronchitis, Lungenentzündung, Magen – und Darmbeschwerden, Fieber, Nierenerkrankungen, Harngriess, Hämorrhoiden, Rheuma, Tuberkulose, Gicht

Eigenschaften :

auswurffördernd, entzündungshemmend, zusammenziehend, wundheilend, blutstillend, durststillend, beruhigend, schleimlösend, harntreibend, fiebersenkend, gefässverengend

Inhaltsstoffe :

Kieselsäure, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, ätherische Öle

Verwendung :

Blätter, Stängel

Darreichungsform :

Tee, Gurgelwasser, Tinktur, Umschläge

Vorkommen :

Wegränder, Äcker, Gärten

Blütezeit :

Mai – Oktober

Sammelzeit

Mai – Juni ( Blätter/Stängel )

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit anderen Knöterichsorten, wie zum Beispiel dem Flohknöterich in jungen Jahren.

Naturschutz :

Der Vogelknöterich ist nicht geschützt!

Vogelknöterich

Anbau :

Der Vogelknöterich ist eine einjährige, kriechende Pflanze. Er wird durch Aussaat vermehrt.

Ernte & Trocknung :

Für die Ernte sammelt man die oberirdischen Stängel, während der Blütezeit. Bei der Trocknung darf sich die Farbe des Vogelknöterich nicht verändern. Im Herbst besitzt er die meiste Kieselsäure.

Geschmack & Geruch :

zusammenziehend & geruchlos

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Stängel und Blätter können als Gemüse gekocht werden. Die Blätter können auch klein geschnitten in Quark, Kräutersuppen und Salaten zugegeben werden. Es werden sogar Pfannkuchen mit den Blätter zubereitet. Schafe und Vögel mögen den Vogelknöterich sehr gerne.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Vogelknöterichkraut
  • 1 Tassen Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bis zu 3 Tassen können täglich davon getrunken werden. Dieser Tee ist gut bei Durchfall und Regelschmerzen.

Räucheranwendung & Ätherische Öle (Duftlampe):

Im Mittelalter wurde der Vogelknöterich oftmals mit Johanniskraut und Schafgarbe verräuchert. Der Rauch und der Duft hielt Krankheitsdämonen ab und vertreibt sie bei bestehenden Krankheiten.

Als Amulett wird der Vogelknöterich bei Augenkrankheiten in einem kleinen Säckchen am Körper getragen. Vorab muss der Augenkranke den Vogelknöterich vor Sonnenaufgang aufsuchen und ihm sagen, dass er seine Hilfe gegen die Augenkrankheit benötige. Am nächsten Morgen kann man dann den Vogelknöterich ausgraben und sich um den Hals hängen.

Nebenwirkungen:

Da der Vogelknöterich eine relativ schwache Wirkung besitzt, sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Schwangere und Stillende sollten trotzdem von dem Gebrauch absehen. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

vogelköterich

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3 Gedanken zu „Vogelknöterich – Polygonum aviculare

  1. ganz hervorragende Wirkung – und wenn man dann beim Gebrauchnoch den Lauf des Mondes berücksichtigt, wirkt das besser als jede Chemie…

  2. Danke für die wundervollen und wertvollen Infos …. ♥ einfach super ….

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