Da viele von uns nun Hagebutten sammeln und gerne einkochen, möchte ich in der nächsten Zeit mehr Hagebuttenrezepte einstellen. Wie ihr ja wisst, krame ich viel in alten Büchern rum, um zu sehen wie die Menschen von damals gekocht und gelebt haben. Dabei bin ich auf dieses Rezept gestossen, wobei ich leider nicht in Erfahrung bringen konnte, wie und zu was es gegessen wird.

Ich werde es euch aufschreiben, so wie sie damals geschrieben haben. Ich meine es wird jeder von euch verstehen 😉

Große, recht rothe, vollkommen reife, doch noch feste Hagebutten werden, nachdem die Stiele derselben halb oder ganz abgestutzt sind, durch Abreiben auf einem recht groben Tuche von ihren Stacheln befreit. Dann schneide man die Krone der Früchte glatt ab und nehme die Kerne mit einem passend zugeschnittenen Federkiel heraus; wasche die Hagebutten mehrere Male, thue sie in kochendes Wasser, koche sie einmal auf und lasse sie an der Seite des Feuers zugedeckt langsam weichziehen, kühle sie in kaltem Wasser ab und lasse sie auf einem Siebe abtropfen. Auf jedes Pfund Frucht lasse man 1 Pfund Zucker mit etwa 1/4 Quart Wasser aufkochen, schäume ihn gut aus und gieße ihn heiß über die in einem Napf gelegten Früchte.

Am nächsten Tage koche man den Zucker etwas ein, füge die Früchte hinzu und lasse sie einmal aufkochen. Am dritten Tag koche man den Zucker wieder ein und gieße ihn heiß über die Hagebutten, welche dann endlich am vierten Tage, nachdem der Zucker davon abgegossen und mit dem Safte von ein paar Zitronen oder ein wenig sehr gutem Essig zu einem dünnen Syrup eingekocht worden ist, in demselben noch einmal aufgekocht, ausgeschäumt, nach dem erkalten in Gläser gefüllt und mit ihrem Zucker reichlich bedeckt werden. Man kann auch in den Zucker der Hagebutten ein wenig Zimmt und Nelken auskochen, doch dürfen diese Zusätze, besonders die Nelken, nicht darin bleiben, weil die Hagebutten davon fleckig werden.

Ich wünsche euch ganz viel Spass beim Nachkochen!

eure Katuschka )O(

hagebutten


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14 Gedanken zu „Hagebutten in Zucker

  1. Da von recht großen Hagebutten die Rede ist, bei denen die Stacheln abgerieben werden müssen, könnte ich mir vorstellen, dass die Rede von einer anderen Sorte Hagebutten ist. Den großen von anderen Rosenbüschen? Da gibt es doch die mit so ganz vielen, kleinen, dicht nebeneinanderstehenden Stacheln am Stengel. Aus denen haben wir früher Juckpulver gemacht.

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