Die Ringelblume ist sehr beliebt. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Im Mittelalter war sie eine grosse Heilpflanze. Die Ringelblume besitzt eine ähnliche Wirkung wie die Arnika, wobei sie aber keine Hautreizungen verursacht. Die Ringelblume wurde in früherer Zeit gerne als Färbemittel für Gewebe und Lebensmittel genommen. Ihren Namen Calendula hat sie erhalten, weil sie zu den Wetterpflanzen gehört.

Andere Namen:

Ringelrose, Studentenblume, Totenblume, Ringnelke, Goldblume

Volksheilkunde:

Drüsenschwellung, Nierenbeckenentzündung, Menstruationsbeschwerden, Dickdarmentzündung, Hepatitis, Ekzemen, Herpes, Bindehautentzündung, Fusspilz, Krampfadern, Zahnfleischentzündung, Hautprobleme, Wunden, Mund- und Rachenentzündungen, Kopfgrind,  Leber- und Gallenbeschwerden, Darmgeschwüren, Fieber, Krämpfen, Blutergüssen, Quetschungen, Hautkrebs, Frostbeulen, Hautpilz, Brustdrüsenentzündung

Eigenschaften :

herzstärkend, entzündungshemmend, blutstillend, wundheilend, antibakteriell, anregend (gerade auf die Leber, Gallenblase, Gebärmutter), verdauungsanregend, krampflösend, gallentreibend, heilend

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Bitterstoffe, Saponine, Cumarine, Glykoside,Flavonoide

Verwendung:

Blüten, Blätter, Stängel, Blütenkörbchen

Darreichungsform:

Tee, Waschungen, Umschläge, Öl, Salben, Gurgelwasser, Bäder, Tinktur

Vorkommen:

Gärten, selten verwildert

Blütezeit:

Juni – September. Teilweise bis in den Oktober hinein.

Sammelzeit:

Juli-September (die ganze Pflanze, ausser die Wurzel)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

Acker-Ringelblume (geschützt)

Naturschutz:

Nicht geschützt

ringelblumeAnbau:

Die Ringelblume ist eine winterharte Pflanze. Sie liebt die volle Sonne. Die Vermehrung erfolgt im Frühling oder im Herbst durch Aussaat. Ringelblumen sind einjährige Pflanzen, die aber bei reichlicher Samenbildung jedes Jahr wieder blühen und immer mehr werden.

Ernte und Trocknung:

Geerntet werden die Blüten bei trocknen und sonnigen Wetter und am besten bei zunehmenden Mond. Die Zungenblüten werden gezupft und an einem luftigen Ort in Schichten getrocknet. Es können auch die Blätter und Blütenkörbchen getrocknet werden.

Geschmack und Geruch:

bitter, herb & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Ringelblume ist ein guter Safran-Ersatz oder auch frisch in Salate. Sie kann als Färbemittel für Textilien genommen werden. In früheren Zeiten färbte man Butter und Käse mit ihr.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Ringelblumenblüten
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über die Blüten  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und nach Bedarf mit etwas Honig süssen. Täglich 3 Tassen davon trinken. Dieser Tee kann bei Magenbeschwerden getrunken werden. Zur Regulierung der Periode, soll ca. 1 Woche vorher, mit dem Trinken des Ringelblumentees begonnen werden.

Ringelblumentee ist für uns sehr bekömmlich und kann daher jeden Tag getrunken werden. Vorbeugend gegen einer Arterienverkalkung werden 2 Tassen Ringelblumentee täglich getrunken.

Ringelblumensalbe:

Ringelblumensalbe sollte immer nach einem Originalrezept mit Schweinefett hergestellt werden, weil unsere Haut das Schweinefett besser als alles andere, aufnimmt und weil der berühmte Ringelblumenduft so besser durchkommt. Alte Bauernrezepte und Rezepte aus der Volksheilkunde zeigen, das die Menschen von früher, nur mit Schweinefett ihre Salben hergestellt haben.

Um so eine Salbe herzustellen benötigt ihr 125 g Schweinefett, dass ihr erhitzt bis es flüssig ist. In das flüssige Schweinefett fügt ihr 1 Handvoll zerkleinerte Blüten, Blätter, Blütenkörbchen und Stängel hinzu. Alles verrühren und ganz kurz aufschäumen lassen. Nun wird der Topf vom Herd genommen, zugedeckt und über Nacht stehen gelassen. Nächsten Morgen noch einmal erhitzen und abfiltern. Den Rest von den Ringelblumen kräftig ausdrücken und in sterilisierte Töpfchen umfüllen. Diese Salbe sollte kühl und trocken gelagert werden und ist bis zu 3 Monaten haltbar.

Ringelblumen-Tinktur:

Diese Tinktur kann bei Ein – und Durchschlafbeschwerden und auch bei leichten Kopfschmerzen eingenommen werden. Für diese Tinktur benötigt ihr soviele Blütenblätter und zerkleinerte Blütenkörbchen, wie zur Hälfte euer Glas befüllt werden kann. Dann übergiesst ihr sie mit 40 % Alkohol, wie zum Beispiel Wodka oder Korn. Alles wird gut verschlossen und durchgeschüttelt. Nun stellt ihr euer Glas an einem nicht zu hellen Ort und lasst es 10 – 14 Tage durchziehen. Es muss täglich geschüttelt und auf mögliche Schimmelbildung kontrolliert werden. Danach filtert ihr alles ab und füllt es in kleine Tropferfläschen. 20 – 30 Tropfen täglich können eingenommen werden.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Ringelblumen-Räucherung unterstützt uns bei der Liebe und war schon seit dem Mittelalter bei Liebes-Räucherungen sehr beliebt. Die Liebenden wurden mit ihr beräuchert, damit die Liebe Fortbestand hatte. Die Räucherung wurde aber auch bei einer Zusammenführung zweier Menschen verwendet.

Die Ringelblume ist die Pflanze, der man die Blütenblätter abzupft und fragt: Liebt sie/er mich oder liebt sie/er mich nicht.

Die Ringelblume gehört zu den Wetterpflanzen. Calendula heisst ungefähr wie „kleiner Kalender“. Wenn morgens die Blüten sich öffnen, steht ein schöner Tag bevor, bleiben die Blüten geschlossen, soll es regnen.

Nebenwirkungen:

Es sind mir keine bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

ringelblume


Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über einen „Energieausgleich“ sehr freuen.
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Ein Gedanke zu „Ringelblume – Calendula officinalis

  1. Ich mache die Ringelblumensalbe seit Jahren mit Wollwachs und gebe eine priese Beinwell dazu. Das macht die Haut geschmeidig, heilt alle Wunden und hilft auch gegen Hämatome.

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