Es erreichten mich in dem letzten Jahr viele Zuschriften, ob ich weiss welche Wildkräuter für so einen Tabak genommen werden. Ich habe es mir zu Herzen genommen und darauf geachtet, wenn ich über Wildkräuter Bücher las, ob man dieses und jenes Kraut auch als Tabak verwenden kann. Bitte beachtet, dass das Rauchen ungesund ist, auch wenn kein Nikotin enthalten ist. Nun denke ich, ist es an der Zeit euch den Artikel zu schreiben, zumal ich bei einer Facebook-Bekannten eine tolle Tabak-Zubereitung gefunden habe und sie mir erlaubt hat, es in meinem Blog mit aufzunehmen. Ich danke dafür Ashjo Paya.

Ihr müsst wissen, das Kräutertabak nicht den „Nikotinflash“ ersetzt, also dieses Gefühl im Hals wenn ihr den Rauch herunterzieht. Dieses Gefühl kann nur Tabak erzeugen. Auch möchte ich darauf hinweisen, dass auch dieser Kräutertabk schädlich für eure Lungen ist. Denn alles ist schädlich was irgendwie verbrannt wird und durch einatmen in eure Lunge kommt. Aber vielleicht hilft dieser Kräutertabak den einen oder anderen von echten Zigaretten wegzukommen, also vom Nikotin. Huflattichblätter wurden vor und nach dem 2. Weltkrieg oftmals als Tabakersatz geraucht. Auch der Tabak selber wurde mit Huflattichblätter gestreckt. Auch der Rainfarn diente als Tabakersatz, weil er die Eigenschaft besitzt, länger zu glimmen.

kräutertabak

Nikotinfreien Kräutertabak selber herstellen

70% Haselnussblätter

30 % Kräutern nach eurer Wahl

(am Ende des Artikels liste ich Pflanzen auf, welche für einen Kräutertabak verwendet werden können)

Zubereitung:
Die gesammelten Kräuter werden auf Zeitungs -oder Küchenpapier fein säuberlich ausgelegt. Nun die Kräuter ganz fest mit dem verwendeten Papier zusammenrollen – oder falten und ziemlich stramm mit einer Baumwoll – oder Hanfschnur umwickeln. Gut für bis zu 2 Wochen an einem warmen Ort lagern. Nach der Lagerzeit sollte das Kraut fermentiert sein und lässt sich nun gut trocknen. Nun wird es kleingeschnitten und in Dosen abgefüllt. Damit euer Kräutertabak schön feucht bleibt, könnt ihr Kartoffel – oder Apfelschalen mit hineintun. Man muss es nicht tun, aber man kann es. Manch Raucher mag auch den Kräutertabak ein bisschen feuchter, weil er sonst zu schnell wegbrennt!

Ihr könnt auch eine andere Kräutertabakmischung versuchen. Sie besteht aus gleichen Teilen:

  • Brennessel
  • Melisse
  • Pfefferminze

Diese Kräuter werden getrocknet und ein bisschen mit Honigwasser übersprüht.


 

Ansonsten haben sich diese drei Varianten als Kräutertabak bewährt:


Bei Asthma soll sich diese Kräutertabakmischung bewährt haben, aber wenn ihr sie bei Asthma ausprobiert, so wendet euch bitte VORHER an einen Heilpraktiker oder Arzt und spielt nicht mit eurer Gesundheit. Es ist das Kostbarste was ihr habt.

Zu gleichen Teilen:

  • Huflattich
  • Spitz – oder Breitwegerichblätter
  • Pfefferminze
  • Waldmeister

 

 

(Waldmeister)

(Waldmeister)

Liste aller Pflanzen:

  • Huflattichblätter
  • Rainfarn
  • Alantblätter
  • Katzenminze
  • Salbei
  • Odermennig
  • Brennessel
  • Melisse
  • Minzen
  • Taubnessel
  • Birkenblätter
  • Beifuss
  • Weidenröschen
  • Rotklee
  • Hopfenblüten
  • Königskerze
  • Thymian
  • Kamille
  • Helmkraut
  • Brombeerblätter
  • Weinblätter
  • Holunderblätter
  • Frauenmantel
  • Löwenzahn
  • Spitzwegerich
  • Breitwegerich
  • Waldmeister
  • Pfefferminze
  • Haselnussblätter
  • Damiana
  • Ackerschachtelhalm

 

Huflattichblätter

(Huflattichblätter)


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43 Gedanken zu „Nikotinfreien Kräutertabak selber herstellen

  1. Hallo Katuschka!

    Da hast du ja eine schöne Seite zusammen geschrieben.
    Leider hast du bei deinen Fotos ein falsches Kraut angegeben. Der Huflattich ist kleiner, das sieht eher aus wie Pestwurz. Huflattich hat ein helleres Grün und spitzere, längere und deutlich abgegrenztere Außenkanten an den Blättern. Pestwurz und Huflattich werden oft verwechselt.
    Was den Tabak angeht, finde ich die Zusammenstellung sehr interessant. Nur leider darf man vom Waldmeister nicht zu viel rauchen, da er auch eine atemlähmende Wirkung haben kann. Das würde ich unbedingt mit dazu schreiben!
    Der Rainfarn ist leider sehr giftig und viele Menschen reagieren negativ darauf, er vertreibt nicht für umsonst Flöhe, würde ich nicht rauchen und auch nicht empfehlen.
    Was den Breitwegerich angeht, möchte ich noch dazu beitragen, dass er das Gegeteil von Tabak ist, die beiden Pflanzengeister vertragen sich überhaupt nicht und er wurde schon früher zur Rauchentwöhnung verwendet – allerdings als Tee. Wer allerdings schon mal Pfefferminztee geraucht hat, wird das schnell wieder lassen, das ist sehr ekalhaft und schmeckt wie zusammengefegtes Laub. Da würde ich eher ein paar tropfen Minzöl auf die Kräuterzigarette geben – nur so als Anregung.

    LG
    Waldkraut

  2. schon mal mit Beifuss und nelken probiert?, dass sind klassische Tabakersatzstoffe in Südostasien.

  3. Hallo Matthias,

    ich habe dir eben bei Facebook geantwortet. Wäre super, wenn du es mal ausprobierst und uns hier deine Erfahrungen damit mitteilst.

    Viele Grüsse,
    Katuschka

  4. Habe schon einige geeignete Kräuter getrocknet. Hab nicht an das Fermentieren gedacht. Kann ich auch noch nachträglich bereits getrocknete Kräuter fermentieren, in dem ich sie befeuchte und dann nochmal trockne. Geht es überhaupt noch und wenn ja, wie mach ich das genau ?

  5. Klingt sehr interessant. Ich persönlich hab nicht vor mit dem rauchen aufzuhören, aber man kann die verschiedenen kräuter Varianten ja auch einfach mal als geschmackliche abwechslung nutzen. 😉

  6. Sehr sinnvoll. Das unproblematischte am Rauchen (das Nikotin) wird eliminiert und nur mehr die krebserzeugenden Verbrennungsprodukte inhaliert. *facepalm*

  7. hab das mal probiert um mit dem Nikotin Rauchen aufzuhören:
    Haselnuss,Papaya und Pfefferminzblätter.
    Hat angenehm geduftet und geholfen, bin seid 1,5 Jahren Rauch frei

  8. Ohne es gesehen zu haben, kann ich es natürlich nicht beurteilen, ob es Schimmel ist. Aber es hört sich genau danach an. Bitte verarbeite es nicht weiter, denn wie wir alle wissen, ist Schimmel sehr schlecht für uns.

    LG,
    Katuschka

  9. Ich habe die Kräuter jetzt fermentiert…das sieht aus als hätte sich Schimmel darauf gebildet, die Kräuter sind braun und grün und dort wo es braun ist sind aneinandergereiht viele,kleine, weisse Pünktchen.
    Ist das Schimmel? Lohnt es sich das weiter zu verarbeiten?
    Ich freu mich auf deine Antwort Katischka!
    LG- Kathrin

  10. Mal etwas doof gefragt. Wie wichtig ist denn der Fermentierungsprozess bei der Sache? Normalen Kräutertee kann man dann wohl nicht nehmen, oder?
    Und sollten die Blätter, wenn sie fermentiert werden nicht erst noch etwas gerollt werden, damit die Zellkammern aufbrechen etc.? Also quasi wie bei Schwarzen Tee: Pflücken, welcken, rollen, Fermentation, trocknen?

  11. Sehr gute Informationen. Komplett GIFT-freier Kräutertabak. Wunderbar. Wenn man bedenkt, dass in „normalen“ Zigaretten über 4000 giftige Substanzen enthalten sind… dann sollte jeder Raucher das gleich mal ausprobieren.

  12. Gute Idee, fürdie Raucher mal eine Abwechslung – Kräuter haben gute Eigenschaften und sind einmal geraucht auch nicht schlecht

  13. Wusstest du, das DER Kräutertabak gegen akute Asthmaanfälle die Blätter von Stechapfel sind ? Vor der Erfindung des Atropinsprays waren diese „Asthmazigaretten“ selbst in Krankenhäusern das Mittel der Wahl bei akuten Asthmaanfällen. Das ist natürlich nix zum „just for fun“ rauchen, sondern ein Medikament, aber es ist gut zu wissen und kann ggF Leben retten.

  14. Das klingt sehr interessant, nur möchte ich eins anmerken: von einem guten Tabakhändler bekam ich den Tipp, niemals zur Befeuchtung Apfel oder Kartoffel zu nehmen. (Galt zwar für Pfeifentabak, kann aber auch nicht bei anderen Tabaksorten verkehrt sein) Beides enthält wohl genug Stärke, um den Geschmach unter Umständen zum Negativen hin zu verfälschen. Sein Tipp war, lieber eine Keramik- oder Steingutscherbe zu nehmen, diese in möglichst destilliertes Wasser (aus der Apotheke, das Bügelwasser ist nicht keimfrei) zu legen, aufsaugen lassen, und die dann dem Tabak zugeben.

  15. Sumpfschachtelhalm enthält Nikotin! Was aber nich heißt das es in Mengen nich gesundheitsschädlich is. ;-D

  16. Als ich noch geraucht habe, hab ich das mit den Haselnuss-Blättern gelesen und „natürlich“ sofort ausprobiert. Hab damals aber nicht 70 % sondern höchstens 10 % in normalen Taback beigemischt….. wär fast erstickt…. bäääh war das Eckelig…

  17. Martin Eichler Nikotin und Koffein!
    Nicht nur, dass Nikotin und Koffein Genussmittel sind und nur von Erwachsenen konsumiert werden sollten – sie haben auch andere Gemeinsamkeiten:

    Stoffgruppe: Beide Stoffe sind „Alkaloide“.
    Herkunft: Beide Stoffe werden aus Pflanzen gewonnen.
    Wirkung: Beide Stoffe wirken stimulierend, stimmungsaufhellend, steigern die Konzentration und Leistungsfähigkeit [12].
    Suchtwirkung: Beide Stoffe können bei einem kleinen Teil der Nutzer eine psychische Abhängigkeit erzeugen, leichte Entzugserscheinungen wie z.B. herabgesetzte Zufriedenheit und gesteigerte Toleranz gegenüber dem Alkaloid.
    Vorübergehende Wirkung auf den Kreislauf: Beide Stoffe bewirken kurzfristig eine Blutgefäßverengung, steigern vorrübergehend den Puls und erhöhen (ebenfalls kurzfristig) den Blutdruck.
    Krebserzeugend: Beide Stoffe sind nicht Krebserregend!
    Lungenerkrankungen: Beide Stoffe erzeugen keine Lungenerkrankungen!
    Herz-Kreislauferkrankungen: Sind bei beiden Stoffen nicht zu erwarten. wollte damit sagen das nikotin am „wenigsten“ schädlich ist!!

  18. sollte bloss keiner meinen das dass gesünder ist. alles was verbrannt wird ist ungesund!!!!!!!!! nikotin selber ist noch am wenigsten schädlich!!

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