Und ein Brotrezept für ein Sauerteigbrot stelle ich am Ende des Artikels auch noch mit ein, aber nun erstmal die Herstellung des Sauerteigs. Warum Sauerteig selber herstellen und auch noch selber Brot backen? Ganz einfach, weil die Bäckereien nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Es lohnt sich für sie nicht mehr selber den Teig herzustellen und zu backen. Sie bestellen lieber ihre Fertigteigwaren und backen sie dann für den Konsumenten auf. Was eventuell auch der Grund ist warum es immer nur noch ein und dasselbe beim Bäcker gibt. Noch dazu kommen unzählige Zusatzstoffe mit hinein, die uns auf Dauer überhaupt nicht guttun. Nehmen wir nur mal als Beispiel die Zwangsjodierung hier in Deutschland, die auch so mancher Arzt für sehr bedenklich hält. Es ist und war vielleicht eine gute Sache in einem jodarmen Land wie Deutschland den Menschen durch die Nahrung und Trinkwasser Jod zu verabreichen, aber wenn man Krankheiten besitzt, die eine jodarme Ernährung erfordern, dann wird es sehr gefährlich für diese Menschen. Auch ich bin davon betroffen und für mich ist es hier in Deutschland immer wieder ein Spiessrutenlauf, um mich einigermassen jodarm zu ernähren. Ich habe einen autonomen Knoten auf der Schilddrüse und leide dadurch an einer Überfunktion. Sowas nennt man auch Leistungsknoten und die Extremform davon ist der Morbus Basedow. Menschen mit dieser Krankheit müssen sich jodarm ernähren, um diesen Knoten wenigstens ein bisschen zum Erliegen zu bringen. Da Brot unsere tägliche Nahrung ist, sollte gerade hier drauf geachtet werden ein gesundes Brot, soweit es mit den Zutaten geht, zu sich zu nehmen.

Nun aber zurück zu unserem Sauerteig. Sauerteig wird als natürliche Hefe betrachtet, weil er anfängt zu gären und das nur aus Mehl und Wasser. Ein Brot aus Sauerteig ist für uns Menschen viel leichter zu verdauen, als andere Brotsorten. Der Sauerteig soll sogar die Aufnahme von Kalzium verbessern, was in dem Getreide vorhanden ist. Um so einen Teig selber herzustellen bedarf es nicht viel. Wenn ihr mit eurem Mehl auf Nummer sicher gehen wollt, schaut mal in die Selbstversorgergruppen auf Facebook, da gibt es Menschen die ihr Mehl selber machen. Vielleicht verkaufen sie euch diese kleine Menge, die ihr für diesen Sauerteig benötigt.

Zutaten:

  • 350 g Roggenvollkornmehl
  • 350 ml handwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Honig (ersatzweise 10 – 20 g Zucker)
  • 1 grosses Einmachglas (grosses Gurken – oder Rotkohlglas)

In das Einmachglas füllt ihr 50 g von dem Roggenvollkornmehl und fügt dann 50 ml handwarmes Wasser hinzu. Dann wird der Honig hinzufügt. Sehr gut verrühren, bis eine Teigmasse entsteht. Das Glas abdecken, aber nicht verschliessen und bis zum nächsten Tag stehen lassen.

Am nächsten Tag nehmt ihr 100 g Roggenvollkornmehl und vermischt es mit 100 ml handwarmes Wasser und gebt es zu der Mischung in eurem Einmachglas. Gut vermischen und wieder ein Tag zugedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag sollte euer Tag Blasen schlagen. Nun fügt ihr dem Sauerteig noch einmal 200 g Roggenvollkornmehl und 200 ml handwarmes Wasser hinzu. Es sollte alles wieder verrührt werden und noch einmal bis zum nächsten Tag zugedeckt stehen lassen.

Nun heisst es ein wenig Geduld zu haben, weil der Sauerteig nun beginnt aufzugehen, wie wir es von der Hefe kennen. Sobald dieser Prozess beginnt, füllt ihr den Teig in eine Schüssel und bedeckt ihn mit einem feuchten Geschirrhandtuch. Wenn er gut aufgegangen ist, könnt ihr in verwenden. Für ein kleines Brot benötigt ihr ca. 75 g, die ihr dann auch gleich wieder auffüllt, in dem ihr rund 38 g Roggenvollkornmehl mit 38 ml handwarmes Wasser vermischt und dem Sauerteig wieder hinzufügt.

Nun kommen wir zum Brot backen. Dieses Rezept ergibt ein kleines Brot für 2 Personen. Für ein leckeres Sauerteigbrot nehmt ihr folgende Zutaten:

  • 250 g Vollkornmehl
  • 1/8 l Wasser
  • 1 Teelöffel Salz (kein Jodsalz)
  • 75 g Sauerteig

Salz, Wasser und den Sauerteig mischen, so das der Sauerteig im Wasser sich auflöst. Dann fügt ihr das Mehl hinzu. Gut verrühren, so das alle Klumpen sich auflösen. Am besten das Mehl nach und nach hineinrühren, dann klumpt es nicht so. Nun streut ihr Mehl auf eure Arbeitsplatte und knetet den Teig bis zu 10 Minuten gut durch. Wenn der Teig sehr stark klebt, könnt ihr ihn etwas mit Mehl bestreuen. Der Brotteig wird in eine Schüssel gelegt und mit einem Geschirrhandtuch abgedeckt. Der Teig muss ruhen und sich sozusagen verdoppeln. Das kann ca. 6 Stunden dauern. Nach der Ruhezeit knetet ihr den Brotteig noch einmal gut durch und lasst ihn eine halbe Stunde gehen. Den Backofen auf 200° Grad vorheizen und den Teig auf ein Rost oder in eine Brotform legen. Ihr solltet euer Brot oben ein wenig einschneiden, so hat der Teig beim Backen Platz und das Brot platzt nicht auf. Die Backzeit beträgt ca. 40 Minuten. Ich wünsche euch einen guten Appetit!

sauerteig selbermachen


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17 Gedanken zu „Sauerteig zum Selbermachen

  1. Hallo Annemarie,

    das kann ich dir leider nicht beanworten, aber wenn du bei Google nachschaust, wirst du bestimmt eine Antwort bekommen.

    Viele Grüsse,
    Katuschka

  2. Der Honig kommt ganz am Anfang dazu…. nun aber meine Frage: kann ich bedenkenlos das Mehl austauschen? Z.B. Dinkel statt Roggenmehl

  3. Sauerteig ist super: Er kann „gefüttert“ werden und so hat man auf lange Zeit etwas davon, wenn man ihn nicht komplett beim ersten Mal aufbraucht. Zum „Füttern“ von Sauerteig findet man ganz viel im Netz … 🙂

  4. Und wann kommt der Honig zum Einsatz? Ich bin gespannt wie das Brot schmeckt 😉

  5. Hallo und vielen Dank für die tolle Beschreibung. Kannst Du bitte noch ergänzen, wann genau der Honig hinzugefügt wird? VG

  6. Als erstes mal lieben Dank für das einstellen , habe Ich lange gesucht Nur ich finde den Honig auch nicht in der Herstellung

  7. Den Honig hab ich auch nicht gesehen. Und wie lange ist er haltbar? Muss er dafür verschlossen gelagert werden?

  8. Vorsicht, wenn die Sauerteigbrühe umfängt und die Küche verklebt Ich finde das Rezept ganz gut, aber wer kann jeden Tag sooo viele Stunden für ein Pfund Brot opfern

  9. Eine Frage habe ich: Nach zweimaligem Lesen fand ich nicht die Stelle, an welcher der angegebene Honig dem Sauerteig beigemischt wird. Hab ich das übersehen, wenn ja, wo?

  10. Das ist ja gar nicht schwer, Katuschka! DANKE
    Alles schöne

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