Milchersatz aus Pflanzen ist heutzutage sehr beliebt. Die Vielfalt ist gross, wenn wir in den Supermarkt gehen, aber wissen wir denn was drin ist? Darum bin ich immer dafür es selber zumachen, so hat man doch etwas Kontrolle was wir trinken und essen. Für Menschen die unter einer Milchunverträglichkeit leiden, sind die Milchsorten auch Pflanzen, ob aus Nüssen oder Getreide, eine gute Alternative. Aber auch um die Zusatzstoffe in Kuhmilch wie Haltbarkeitsstoffe, Antibiotikum und Hormone zu meiden. Diese Pflanzenmilchsorten, die euch hier vorstelle, sind in etwa 2-3 Tage im Kühlschrank haltbar. Daher sollte immer nur eine sehr geringe Menge zubereitet werden. Wenn ihr eure Pflanzenmilchsorten süss mögt, so könnt ihr allerlei Süssmittel dafür nehmen, wie zum Beispiel Bananen, Steviapulver, Datteln, Feigen oder Honig. Wer mag, kann natürlich auch Zucker nehmen. Am Artikelende stelle ich noch ein Grundrezept, die für jede Pflanzenmilch genommen werden kann und mit dem man herumexerimentieren kann.

Cashewkernmilch:

Milch aus Cashewkernen ist sehr leicht herzustellen. Diese Pflanzenmilch hat einen leichten nussigen Geschmack. Man sollte nur bei diesem Milchersatz bedenken, das die Cashewkerne nicht bei uns wachsen, sondern von weit herkommen, was nicht gerade ökologisch ist. Cashewkerne sind dafür bekannt die Verdauung zu beschweren, darum sollten sie immer vorher in Wasser eingeweicht werden, damit diese Enzymhemmer ein wenig heraus gespült werden.

Zubereitung:

  • 250 g Cashewkerne
  • 500 ml Wasser
  • 5 Datteln nach Belieben

Die Cashewkerne werden über Nacht in Wasser ein wenig einweichen. Das ist vonnöten, weil sie sich dann im Mixer besser mixen und mit dem Wasser vermischen können und die Verdauung besser ist. Wenn eure Cashewkerne durchgeweicht sind, filtert ihr sie ab und füllt sie in den Mixer mit dem Wasser und mixt alles auf höchster Stufe für 3 Minuten kräftig durch. Falls ihr die Cashewmilch süssen möchtet, dürft ihr die kleingeschnittenen und entkernten Datteln nicht vergessen.

Dinkelmilch:

Dieser Milchersatz ist super für Menschen, die es ein wenig süsser mögen. Denn die Dinkelmilch ist schon von Natur aus gesüsst und eignet sich gut, wenn man schon vorher seinen Kaffee süss geniesst. Nach Geschmack kann dann sogar der Zucker wegfallen.

Zutaten:

  • 25 g ganze Dinkelkörner könnt ihr im Internet bei *Amazon kaufen
  • ca. 500 ml Wasser(+/-)
  • 2-3 Datteln nach Belieben

Die Dinkelkörner werden in ein Keim-Glas getan und mit 50 ml Wasser übergossen. Keimgläser besorgt ihr euch am besten aus dem Internet. Bei *Amazon gibt es einige Anbieter. Das Gefäss wird über Nacht so stehen gelassen. Am nächsten Tag wird das Wasser abgegossen und wieder mit Wasser gefüllt, durchgeschüttelt und wieder abgegossen. Nun werden wieder 50 ml Wasser ins Glas gefüllt und über Nacht stehen gelassen. Das ganze solltet ihr 3-5 mal wiederholen, denn erst dann fangen die Dinkelkörner an zu keimen.

Wenn euer Dinkel am keimen ist, nehmt ihr einen Mixer und füllt eure gekeimten Dinkelkörner, 350 ml Wasser und eventuell noch entkernte Datteln hinein. Nun wird alles auf höchster Stufe gemixt. Danach wird es abgefiltert und in eine kleine Flasche oder Milchkrug gefüllt.

Hafermilch:

Hafermilch ist sehr beliebt.Was ich an diesen Milchersatz mag, ist seine cholesterinsenkende Eigenschaft. Hafermilch kann auch super nachgesüsst werden, ob mit Zimt, Vanillemark oder Datteln, auch Feigen kann man untermixen.

Zutaten:

  • 50 g zarte Haferflocken
  • 500 ml Wasser

Das Wasser wird zum Kochen gebracht und dann die Haferflocken hineingefüllt. Alles auf kleiner Flamme köcheln lassen und dabei ab und an durchrühren. Alles vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Wenn es abgekühlt ist, giesst ihr die Mischung in den Mixer und mixt alles gut durch. Es sollten nur noch ganz kleine Stückchen von den Haferflocken zusehen sein; im Idealfall sieht man von den Haferflocken garnichts mehr. Nun wird es abgefiltert und der Rest von den Haferflocken gut ausgepresst. Es kann nach Belieben nachgesüsst werden.

hafermilch selbermachen
Die 12 besten Pflanzenmilchsorten

Hanfmilch:

Hanfmilch ist für ihren leichten nussigen Geschmack bekannt. Die enthält in sehr hohen Mengen Omega-3-Fettsäuren. Wenn ihr ca. 1 Liter Hanfmilch am Tag zu euch nehmt, habt ihr euren Tagesbedarf an dem Omega-3-Fettsäuren.

Zutaten:

  • 50 g geschälte Hanfsamen bekommt ihr bei *Amazon
  • 500 ml Wasser
  • Süssmittel nach Belieben; zum Beispiel mit Vanillemark oder Datteln.

Die Hanfmilch ist ganz schnell zubereitet. Ihr braucht dazu nur die geschälten Hanfsamen zusammen mit dem Wasser in einen Mixer geben und gut durchmixen. Nach Belieben abfiltern und süssen.

Haselnussmilch:

Wie der Name schon sagt, hat diese Pflanzenmilch einen sehr nussigen Geschmack. Ob dieser Milchersatz für den Kaffee geeignet ist; darüber lässt sich streiten, weil die Geschmäcker doch sehr unterschiedlich sind, aber wer eine pflanzliche Milchalternative fürs Backen sucht, ist mit der Haselnussmilch gut bedient. Versucht doch bitte Haselnüsse in unserer Natur zusammeln und nicht zu kaufen, weil sie doch meist aus dem Ausland kommen und einen weiten Weg zu uns haben.

Zutaten:

  • 40 g Haselnüsse
  • 500 ml Wasser
  • Honig zum Süssen (nach Belieben)

Die Haselnusskerne werden über Nacht mit soviel Wasser, bis alles bedeckt ist, eingeweicht. Am nächsten Tag schüttet ihr das Wasser weg. Ein kleiner Tip von mir, um ein wenig bewusster mit dem Wasser umzugehen,könnt ihr das Einweichwasser zum Giessen eurer Pflanzen nehmen. Nun füllt ihr die eingeweichten Haselnüsse zusammen mit 500 ml Wasser in einem Mixer und mixt alles gut durch. Nun noch durch ein Sieb abfiltern und fertig ist eure Haselnussmilch.

Hirsemilch:

Hirsemilch ist nicht so bekannt und wird aus gekochter Hirse zubereitet. Ich kann nicht viel zu dieser Pflanzenmilch schreiben, weil ich sie noch nicht ausprobiert habe. Eventuell pflanze ich dieses Jahr Hirse und dann werde ich es ausprobieren.

Zutaten:

  • 50 g Hirse
  • 500 ml Wasser

Vorerst muss die Hirse nach Anleitung gekocht werden. Dann wird die gekochte Hirse zusammen mit 500 ml Wasser in einem Mixer gemixt. Danach abfiltern und in eine Flasche füllen.

Kokosmilch:

Kokosmilch hat einen sehr hohen Fettgehalt und einen nussigen Geschmack. Der Kokosgeschmack ist nicht jedermanns Sache. Desweiteren besitzt sie einen hohen Wert an Kalium und Magnesium.

Zutaten:

  • 100 g Kokosraspeln
  • 500 ml Wasser

Das aufgekochte Wasser wird über die Kokosraspeln gegeben und etwas abgekühlt. Danach füllt ihr es in den Mixer und mixt es auf höchster Stufe durch. Anschliessend abfiltern und in eine Flasche umfüllen.

Lupinenmilch:

Lupinenmilch ist gerade erst im Kommen und viele kennen diesen Milchersatz noch nicht. Vorab geschrieben; es ist Geschmackssache ob man die Lupinensamen mag. Sie sind sehr eiweissreich und sollen auch basisch sein.

Zutaten:

  • 50 g getrocknete Lupinensamen bei *Amazon kaufen
  • 500 ml Wasser
  • Nach Belieben mit zerquetschten Bananen,Feigen oder Datteln nachsüssen.

Die Lupinensamen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Mischung aufkochen und am besten noch einmal über Nacht einweichen lassen, weil die Lupinensamen sehr hart sind. Es entsteht eine gelbliche Flüssigkeit die ihr nun im Mixer durchmischen könnt. Danach wird alles abgefiltert und fertig ist eure Lupinenmilch.

Macadamiamilch:

Dieser Milchersatz hat einen leicht nussigen, mandelartigen und cremigen Geschmack. Sie hat einen sehr hohen Fettgehalt. Diese Pflanzenmilch gibt es weniger im Supermarkt zu kaufen.

Zutaten:

  • 50 g Macadamianüsse
  • 500 ml Wasser

Die Macadamianüsse sollten über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Danach giesst ihr das Einweichwasser ab und füllt die Nüsse in einem Mixer mit 500 ml Wasser und mixt es sehr gut durch. Abfiltern und in eine Flasche umfüllen.

macadamiamilch selbermachen
(Macadamianüsse)

Mandelmilch:

Angeblich kannte unsere Vorfahren im Mittelalter schon die Mandelmilch. Sie ist, genauso wie die Hafermilch, die beliebteste Milchersatzsorte. Die Mandelmilch kann sehr gut selber hergestellt werden. Sie ist gut verdaulich und hat viele ungesättigte Fettsäuren, sowie auch Ballaststoffe. Auch sie hat einen nussigen Geschmack, aber nur sehr leicht. Viele geniessen die Mandelmilch in ihrem Müsli.

Zutaten:

  • 1 Handvoll Mandeln
  • 500 ml Wasser
  • Eventuell Datteln oder Steviapulver zum nachsüssen.

Eure Mandelkerne solltet ihr vor der Verarbeitung über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag mixt ihr die Mandelkerne gut durch, so dass sie sehr zerkleinert sind. Nun kannst du das Wasser hinzufügen und auf höchster Stufe alles gut durchmixen. Es sollte nun eine cremige Masse sein. Alles gut durchfiltern und nach Belieben süssen.

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(Mandelmilch)

Reismilch:

Die Reismilch zählt unter den Milchersatz, die am wenigsten an Allergene ist. Darum ist sie gut für Allergiker geeignet. Sie hat einen leicht süsslichen Geschmack und kann daher auch zum Backen genommen werden.

Zutaten:

  • 350 g Vollkornreis
  • 500 ml Wasser (+/-)

Als allererstes müsst ihr den Reis weich kochen. Dafür nehmt ihr die doppelte Menge an Wasser wie ihr Reis habt und kocht es auf, dreht es auf kleinster Flamme und wartet bis der Reis alles Wasser aufgesogen hat und dadurch weich wird. Der weichgekochte Reis wird in den Mixer gefüllt und nur nach und nach wird lauwarmes Wasser hinzugefügt. Gesüsst wird nach Belieben mit Honig oder Steviapulver.

Sojamilch:

Dieser Milchersatz ist sehr umstritten und ehrlich gesagt, bin ich wirklich kein Sojafan, weil Soja schwer in Verruf gekommen ist und auch für uns Frauen nicht gerade zum Vorteil ist, aber ab und an ist es bestimmt nicht schlimm. Angeblich ersetzt die Sojamilch, die Kuhmilch komplett, weil sie angeblich den gleichen Eiweissgehalt wie die Kuhmilch beinhaltet, aber dafür einen geringeren Fettgehalt.

Zutaten:

  • 50 g getrocknete Sojabohnen
  • 500 ml Wasser

Die Sojabohnen müssen vor der Zubereitung eingeweicht werden. Dafür müssen die Sojabohnen nur bedeckt werden mit Wasser und sollten an die 12 Stunden einweichen. Am besten geschieht es über Nacht. Am nächsten Tag das Einweichwasser abgiessen und die Sojabohnen zusammen mit wenig Wasser (150 ml) kleinmixen. Es sollte ein Brei entstehen. Dieser Brei wird in 350 ml kochendes Wasser gerührt und für 15 Minuten geköchelt. Danach abkühlen lassen und durchfiltern. Ihr könnt durch die zurückgebliebene Masse noch einmal 100 ml Wasser filtern. Gesüsst wird nach Belieben. Wenn ihr eurer Sojamilch Kakao oder Vanillemark hinzufügt, habt ihr eine Schoko – oder Vanille-Sojamilch.

sojamilch selbermachen
(Sojabohnen)

Grundrezept für die Zubereitung aller Milchersatzsorten aus Pflanzen

Mit diesem Grundrezept könnt ihr nach Belieben experimentieren. Es eignet sich für alle Pflanzenmilchsorten. Ob ihr den Milchersatz süssen mögt, liegt bei euch und eurer Vorliebe des Geschmacks der Pflanzenmilch. Für eine vegane heisse Milch mit Honig, erwärmt ihr eure Pflanzenmilch einfach und mischt Honig drunter. NACHTRAG: Nachdem es einen Aufschrei gab, das doch Honig nicht vegan sei, möchte ich dazu schreiben, das es für mich eigentlich selbsterklärend war, das ich keinen Bienenhonig meinte, sondern Löwenzahnhonig oder verschiedene Sirupe, die dafür super geeignet sind.

Für 1 Liter Pflanzenmilch benötigt ihr:

Zutaten:

  • 200 g Nüsse, Getreide oder/und Samen
  • 1 Liter Wasser

Zubreitung:

Fast jede Zutat sollte über Nacht eingweicht werden und am nächsten Tag abgefiltert und mit 1 Liter Wasser in einem Mixer gegeben werden. Es wird so lange gemixt bis sich eine milchige Flüssigkeit gebildet hat. Für das Abfiltern gibt es so bestimmte Nussmilchbeutel, aber ihr könnt natürlich auch ein engmaschiges Sieb oder ein Tuch für die Abfilterung verwenden. Jedenfalls sollen die Nussmilchbeutel sehr praktisch sein und deshalb habe ich sie mir vor kurzem aus Hanffaser bestellt. Wenn ihr euch für diese Beutel interessiert, könnt ihr sie bei *Amazon kaufen.


Ich hoffe ich konnte euch die Herstellung von Pflanzenmilchsorten ein wenig näher bringen und zeigen, das es total einfach ist sie herzustellen. Wie immer freue ich mich um einen kleinen Energieausgleich für diesen Artikel; wenn er euch gefallen hat.

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2 thoughts on “Die 12 besten Pflanzenmilchsorten zum Selbermachen

  1. Hallo Petra,

    vielen Dank für dein Feedback.Ich glaube ich habe das Wort Honig ein wenig unglücklich ausgedrückt, aber ich dachte das veganlebende Menschen wissen das ich damit nicht den Honig von Bienen meinte,sondern zum Beispiel Löwenzahnhonig oder verschiedene Sirupe.
    Ja, das mit dem Grosskonzern stösst mir auch immer wieder auf, aber es ist nun mal die Realität, das die meisten Menschen dort einkaufen.

    Liebe Grüsse,
    Katuschka

  2. Sehr schöne Tipps, die fein differenziert aufgeführt sind.
    Noch zwei kleine Anmerkungen:

    -Bei der Reismilch ist die Mengenangabe für den Reis mit Sicherheit die von schon gekochtem Reis, rohen Reis etwa ein Drittel bemessen, in diesem Fall wohl 100-110g rohen Reis nehmen.
    – wenn wir mit Honig süßen, dann gilt das Produkt als NICHT vegan.
    Für strenge Veganer ist das Wesentlich, da Honig ein Tierprodukt ist.

    Danke nochmals für all die schönen Hinweise, auch für das Räuchern in den Rau(c)hnächten 🙂

    und noch was, das ich nur als Hinweis verstanden sehen möchte, Tadel liegt mir fern:

    mich trifft es in der Seele, wenn ein großer WeltVersandKonzern, dessen Name oben öfter erwähnt wurde, hier „beworben“ wird.
    Es scheint zwar bequem zu sein, dort alles zu kaufen, aber wir graben damit allen kleineren regionalen Herstellern und Händlern das Wasser ab und sind am Ende komplett abhängig vom Weltkonzern und dessen Preisbestimmungen, wenn er mal Alleinherrscher geworden sein könnte.
    Ich kaufe alles -auch im Netz- von kleineren Anbietern………

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