Das Sammelritual von Heilkräutern zu keltischer Zeit

druidenwald heiliger hain

Die Kelten glaubten ganz fest daran, das man ihre Heilkräuter nur unter bestimmten Voraussetzungen sammeln darf. Eine Voraussetzung war der Stand des Mondes und der Sterne, weil sie Einfluss auf die Qualität der Heilkräuter haben. Heilkräuter wurden am frühen Abend gesammelt und Giftpflanzen am späten Abend oder auch zur Mitternacht. Bei Voll – und Neumond sammelten sie keine Heilkräuter.

 

vollmond
Vollmond

Um sich der Pflanze zu nähern, dürfte sich nicht umgeschaut werden und auch nicht gesprochen werden. Man ging von Westen aus auf die Pflanze zu und pflückte sie nur mit der linken Hand. Es wurde nackt und mit einer Körperbemalung gesammelt.

zauberwald
Zauberwald /@celticgarden

Die Druiden gruben die Heilkräuter mit Hirschgeweihen aus. Um sie abzuschneiden wurden scharfe Flintsteine verwendet. Tannenzapfen und Nüsse waren besonders heilig. So mancher Druidenstab wurde mit ihnen geschmückt.

Zwei Druiden aus einer Veröffentlichung von 1845. Nach einem Relief, das in Autun gefunden wurde
Zwei Druiden aus einer Veröffentlichung von 1845. Nach einem Relief, das in Autun gefunden wurde

Die Zahl Neun war magisch und so wurden die Heilkräuter auch immer in einer Neunerzahl gesammelt und auch zubereitet. Daher kommt auch unsere heutige Neunkräutersuppe, die den Kelten und Germanen nach der langen Winterzeit Kraft und Energie gespendet hat. Bei den Germanen sass Wotan 9 Tage auf der Weltenesche, um die Weisheit der Menschen zu empfangen.

wotan
Wotan

Einen Überblick über keltische Heilkräuter findet ihr hier: Keltische Heilkräuter

Ein Rezept für die Neunkräutersuppe findet ihr hier: Neunkräutersuppe