Blutweiderich – Lythrum salicaria

blutweiderich

Der Blutweiderich gehört zu den vergessenen Heilpflanzen. Diese Pflanze wurde weit bis ins 19. Jh. gegen Cholera eingesetzt. Er hat eine lange Tradition in der europäischen Medizin. Leider findet er als Heilpflanze kaum noch Verwendung. In der Antike wurde der Blutweiderich bei Ekzemen verwendet. Das getrocknete Pulver aus dieser Pflanze soll bei Nasenbluten helfen und die gekauten Stängel bei akuten Zahnfleischentzündungen. Ein Blutweiderich-Tee lindert Halsschmerzen. Bei schmerzenden Hämorrhoiden kann ein Sitzbad mit dieser Heilpflanze Linderung verschaffen. Da der Blutweiderich eine recht milde Heilpflanze ist, kann sie auch Durchfall eingesetzt werden.

Andere Namen:

Blutkraut, Stolzer Heinrich, Rosen-Weiderich, Gemeiner Weiderich

Volksheilkunde:

Scheidenausfluss, Blutungen, Durchfall, Typhus, Hepatitis, Ruhr, Cholera, verlängerte Monatsblutung, Augeninfektionen, Eiterflechten, Wunden, Ekzemen, Blutspeien, Diabetes, Husten, Hauterkrankungen, Magen- und Darmentzündungen, Mundschleimhaut-Entzündungen, Halsschmerzen, Hämorrhoiden, Gebärmutterblutung, Scheidenjuckreiz, Scheidenentzündung, Krampfadern

Eigenschaften :

beruhigend, antibakteriell, blutstillend, harntreibend, zusammenziehend, hustenstillend, blutzuckersenkend, schmerzstillend

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, ätherische Öle, Glykoside, Harze

Verwendung:

ganze Kraut (Stängel, Blätter, Blüten, Wurzel)

Darreichungsform:

Tee, Gurgelwasser, Sirup, Badezusatz, Umschläge, Waschungen, Tinktur, Pulver

Vorkommen:

Ufer, feuchte Gräben, Feuchtwiesen, Waldränder

Blütezeit:

Juni-August

Sammelzeit:

Juni-August ( ganzes Kraut )

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

mit dem Weidenröschen und verschiedenen Ziest-Arten, wie zum Beispiel dem Sumpf – Ziest

Naturschutz:

Nicht geschützt

Anbau:

Der Blutweiderich ist eine winterharte Pflanze. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr und im Herbst. Er liebt einen feuchten, sonnigen oder auch halbschattigen Platz im Garten. Der Blutweiderich kann eine Grösse von bis 1 Meter erreichen und aus einem Rhizom können bis zu 50 Stiele mit Blüten herauswachsen. Er benötigt sehr viel Wasser oder wird an einer feuchten Stelle im Garten gepflanzt.

Ernte und Trocknung:

Der Blutweiderich wird während der Blüte geerntet und frisch verwendet, aber auch getrocknet für Aufgüsse und Absude. Die Pflanze wird am besten kopfüber schonend getrocknet. Die getrocknete Pflanze sollte trocken und staubfrei aufbewahrt werden. Am besten in einem kleinen Leinenbeutel.

Geschmack und Geruch:

würzig & blumig

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Der Blutweiderich ist eine alte Färberpflanze und wurde bei der Ledergerbung verwendet. Frische Blüten kann man bei der Marmeladenherstellung mit verwenden. Oder auch klein geschnitten im Salat. Der Blutweiderich ist eine Futterpflanze und wird von reichlichen Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und auch Schwebfliegen angeflogen. Blutweiderich wird auch gerne in der Tiermedizin genommen, zum Beispiel bei Rindern und Pferden.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Blutweiderichkraut
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und nach Bedarf mit etwas Honig süssen. Dieser Tee kann bei Durchfall getrunken werden. Er beruhigt den Magen – und Darmtrakt und wirkt antibakteriell.

Blutweiderich – Pulver:

Um ein Heilpflanzenpulver aus dem Blutweiderich herzustellen, benötigt ihr die getrockneten Blütenstände. Sie werden im Mörser ganz fein pulverisiert. Es können bis zu 3 Teelöffel täglich zusammen mit Honig gegen Durchfall eingenommen werden.

Blutweiderich – Tinktur:

Eine Tinktur aus dem Blutweiderich soll blutzuckersenkend sein und daher bei Diabetes helfen. Um so eine Tinktur herzustellen benötigt ihr 10 – 20 g getrocknete oder frische Blätter und Blüten. Sie werden etwas zerkleinert und mit 40% Alkohol ausgefüllt, dass alles bedeckt ist. Verschliessen und gut durchschütteln. Die Ziehzeit beträgt ca. 2 – 3 Wochen. Täglich schütteln und kontrollieren auf mögliche Schimmelbildung. Danach abfiltern und in kleine Tropferfläschen umfüllen. Es können bis zu 50 Tropfen verteilt auf den Tag in Kräutertee oder Wasser eingenommen werden.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Blutweiderich-Räucherung verleiht uns Schutz. Er hilft uns dabei, alte seelisch Belastungen los zu lassen und uns auf unsere Zukunft zu konzentrieren. Für neue Unternehmungen gibt er uns Kraft und Stärke und befreit uns aus der Starre. In Räumen wo viel gestritten wird oder eine Beziehung die gerade in Streitigkeiten zerbricht leistet eine Blutweiderich-Räucherung gute Dienste. Diese Pflanze wird auch in Reinigungs-Räucherungen gerne verwendet.

Menschen mit denen man einen heftigen Streit erlebt hat, schenkt man Blutweiderich. Ein Zeichen der Bereinigung.

Nebenwirkungen:

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

blutweiderich
(Blutweiderich – Blüte)

Wenn euch meine Texte und Arbeit ein paar Talerchen wert sind, würde ich mich über einen „Energieausgleich“ freuen.
Celticgarden unterstützen: