Efeu – Hedera helix

Andere Namen:  Immergrün, Mauerranke, Rankenefeu, Baumtod

Es gibt über 300 verschiedene Arten des Efeus. Das ist schon enorm. Er kann ein Alter von über 500 Jahre erreichen. In früheren Zeiten sah man in dem Efeu ein Symbol der Unsterblichkeit. Römische Priester durften den Efeu nicht berühren, weil man glaubte, das der Efeu sie dann gefangen hält. Bei den Kelten wurden Efeukränze geopfert, indem sie die Kränze in ihre Wasserquellen hineinwarfen und so um sauberes und reines Wasser baten. Er ist aber auch ein Sinnbild der Heiterkeit und es wird vielerorts als Türkranz dargestellt. Im Mittelalter war er eine grosse Heilpflanze. Er wird leider immer noch als giftig erklärt, was auf seine Beeren zutrifft, aber nicht auf die Blätter, wenn man sich an die Dosierung hält.

Volksheilkunde:

Hautausschläge, Gicht, Rheuma, Bronchitis, Keuchhusten, Zahnschmerzen, Verbrennungen, Eiterflechten, Krätze, Warzen, Cellulitis, Hühneraugen, Frostbeulen, Husten, Lungenerkrankungen, Kropf, Fusspilz, Jodmangel, Schuppen

Eigenschaften :

antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend, krampflösend, pilztötend

Inhaltsstoffe:

Saponine, Gerbstoffe, Jod, Glykoside, ätherische Öle

Verwendung:

junge Blätter

Darreichungsform:

Absude (Tee u. Waschungen), Umschläge, Tinkturen, Waschmittel

Vorkommen:

Wälder, Gärten

Blütezeit:

September – Oktober

Sammelzeit:

August – September (junge Blätter)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

nichts bekannt

Naturschutz:

Nicht geschützt

efeuAnbau:

Der Efeu ist winterhart. Er verträgt tiefsten Schatten und ist immergrün. Die Vermehrung kann durch bewurzelte Stecklinge im Spätsommer erfolgen.

Ernte und Trocknung:

Nach Bedarf pflückt man seine Blätter, die in dünnen Schichten an einer gut durchlüfteten Stelle getrocknet werden.

Geschmack und Geruch:

bitter & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Der Efeu kann als Waschmittel verwendet werden.

Tee – Zubereitung:

  • 1 TL frische oder getrocknete Efeublätter
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über die Blätter  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und nach Bedarf mit etwas Honig süssen. Täglich 2 Tassen davon trinken. Bei starken Husten kann dieser Tee getrunken werden.

Die Dosierung von Efeutee, sollte ein Arzt/Heilpraktiker verabreichen.

Räucheranwendung & Aberglauben:

Eine Efeu-Räucherung bringt unser Unterbewusstsein zum Vorschein und die darin verankerten Probleme. Früher wurde Efeu verräuchert, um in Kontakt mit unseren Ahnen zu kommen. Eine Efeu-Räucherung darf nur in der freien Natur erfolgen, weil sonst die Ahnen, die es nicht gut mit uns meinen, ihren Weg nicht mehr aus unserem Haus finden.

Efeu darf nicht ins Haus gebracht werden, denn das gibt Unglück. Efeublätter als Amulett getragen, schützt vor Verzauberung.

Nebenwirkungen:

Eine Überdosis zerstört die roten Blutkörperchen und verursacht Erbrechen, Übelkeit, Durchfall. Die Beeren sind giftig. Bei empfindlichen Menschen können die Blätter hochgradig hautreizend und allergen wirken. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

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