Sonnenhut – Echinacea purpurea

Der Sonnenhut ist noch nicht lange in Deutschland. Die ersten Samen des Sonnenhuts sind 1939 in Deutschland eingeführt worden und seitdem erforscht man diese Pflanze. Bei den Indianern gilt er als Allheilmittel. Sie kauten die Wurzel zum Beispiel bei Zahnschmerzen. Der Sonnenhut steigert die Abwehrkräfte, senkt Fieber, heilt Wunden und tötet Viren und Bakterien. Er ist ein natürliches Antibiotikum.

Andere Namen:

Igelkopf, Kegelblume, Kleine Sonnenblume, Rudbeckie

Volksheilkunde:

Schuppenflechte, Akne, Verletzungen, Furunkeln, Herpes, Abszess, schlecht heilenden Wunden, Blutvergiftung, Pilzinfektionen, Hautkrankheiten, Atemwegsbeschwerden, Venenentzündungen, Zahnschmerzen, Schlangenbissen, Verbrennungen, Insektenstichen, Schmerzen (allgemein), Erkältungen, Grippe

Eigenschaften :

antiviral, antibakteriell, schmerzstillend, zusammenziehend, immunstimulierend, wundheilend, auswurffördernd

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Glukoside, Alkaloide, Vitamine, Mineralstoffe

Verwendung:

Wurzeln (Frühjahr o. Herbst)

blühende Kraut

Darreichungsform:

Tinkturen, Salben, Presssaft, Tee, Honig

Vorkommen:

kultiviert in Gärten

Blütezeit:

Juli/August – Oktober

Sammelzeit:

August – Oktober (Kraut)

Frühling oder Herbst (Wurzel)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

Keine Verwechslung

Naturschutz:

Nicht geschützt

sonnenhutAnbau:

Der rote Sonnenhut ist eine winterharte Zierpflanze, der die Sonne liebt. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat. Diese Pflanze kann unter günstigen Bedingungen eine Wuchshöhe von bis zu 140 cm erreichen. Der Sonnenhut liebt Sandböden. Leider ist der Sonnenhut ein Liebling der Nacktschnecken. Bitte bei der Anpflanzung beachten.

Ernte und Trocknung:

Geerntet werden die Wurzeln im Frühjahr oder Herbst, getrocknet und auf einer Schnur zum Trocknen aufgefädelt.  Die Blüten nimmt man, wenn sie gerade aufgegangen sind. Am besten den ganzen Stängel samt Kraut kopfüber aufhängen. Wobei bei dem Sonnenhut frisches Material vorgezogen wird.

Geschmack und Geruch:

süsslich & schwach aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Leider ist mir über den Sonnenhut wenig bekannt. Ich weiss, das man seine Blätter bei einem Wildkräutersalat beimischen kann. In der Tierheilkunde spielt er eine grosse Rolle.

Tee – Zubereitung:

  •  2 TL frisches Sonnenhutkraut
  • 2 Tassen Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abfiltern und nach Bedarf mit etwas Honig süssen. Täglich 2 Tassen davon trinken. Er wirkt vorbeugend gegen Erkältungen.

Sonnenhut – Tinktur:

Für eine Tinktur aus dem Sonnenhut benötigt ihr die Blütenblätter, Stängel und die Blütenböden. Diese Pflanzenteile werden zerkleinert und mit 40 % Alkohol (Wodka oder Korn) übergossen. Alles gut verschliessen und gut durchschütteln. Zum Durchziehen wird es an einem nicht zu dunklen Ort, für 3 – 4 Wochen, hingestellt. Wie immer, muss es täglich geschüttelt und auf mögliche Schimmelbildung hin kontrolliert werden. Nach der Ziehzeit abfiltern und in kleine dunkle Fläschen umfüllen. Diese Tinktur kann für die Weiterverarbeitung der Sonnenhutsalbe verwendet werden. Es können bis zu 40 Tropfen 3 x täglich eingenommen werden. Diese Tinktur findet innerlich wie auch äusserlich Verwendung, zum Beispiel bei chronischen Erkältungen.

Sonnenhut – Salbe:

Für die Herstellung dieser Salbe benötigt ihr 180 g einer wasserhaltigen Salbe, die ihr in Apotheken kaufen könnt. Diese Salbe vermischt ihr mit 10 g eurer Sonnenhut – Tinktur. Sie lindert und heilt Beschwerden bei schlecht heilenden Wunden, Sonnenbrand und Insektenstichen.

Sonnenhut – Honig:

Der Sonnenhut – Honig ist nicht so bekannt, aber seine Wirkung ist enorm. Er wird bei Infektionskrankheiten, wie Grippe oder Erkältung eingenommen. Um diesen Honig herzustellen, benötigt ihr die Stängel, Blütenzungen, Blütenböden und Blätter von älteren Pflanzen. Das Sammelgut wird bereinigt und zerkleinert. Es sollte 3/4 eures Glases füllen. Nun giesst ihr den Honig über die zerkleinerten Pflanzenteile und verschliesst es gut. Dieser Honig muss 4 – 6 Wochen im Halbschatten durchziehen. Er sollte öfters auf den Kopf gestellt werden, damit sich alles gut vermischt. Nach der Ziehzeit abfiltern und in ein anderes Gefäss umfüllen. Kinder können 3 x täglich 1 Teelöffel und Erwachsene 3x täglich 1 Esslöffel einnehmen. Es kann damit auch der Tee gesüsst werden.

Räucheranwendung & Volksglauben:

Eine Sonnenhut-Räucherung wird bei Krankheiten verwendet, um schneller zu genesen oder das Krankenzimmer zu desinfizieren. Dadurch wird die Atmosphäre gereinigt und alle krankheitsbedingten Keime geschwächt.

Nebenwirkungen:

Menschen die auf Korbblütlern allergisch reagieren, müssen natürlich Abstand von dieser Pflanze nehmen. Eine Langzeiteinnahme ist nicht empfehlenswert, da es zu einer Abschwächung der Wirkstoffe kommen kann. Auch allergische Reaktionen sind bei einer Langzeiteinnahme möglich. Übermässiger Gebrauch kann zu Reizungen im Rachenraum führen. Menschen die Tuberkulose, AIDS, MS oder andere Autoimmunkrankheiten leiden, sollten den Sonnenhut nicht einnehmen. Schwangere und Stillende sollten von der Einnahme absehen! Bitte beachtet, dass diese Vorstellung den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

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