Dill – Anethum graveolens

dill

Andere Namen : Gurkenkraut, Gartenkümmel

Gladiatoren des alten Roms rieben ihre Körper vor dem Kampf mit Dillöl ein. Dillsamen wurden auch als Salzersatz genommen. Er war sogar in Bibel ein Zahlungsmittel. Im Mittelalter kaute man die Dillsamen, wenn jemand seinen Schluckauf nicht mehr los bekam.

Volksheilkunde :

Durchfall, Magen – und Darmbeschwerden, Blähungen, Koliken, Nervosität, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Schluckauf, Knochenbrüche, Unterleibskrämpfe, Übelkeit, Knochenschwund (vorbeugend), Kropfbildung, Mundgeruch, Husten, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit

Eigenschaften :

krampflösend, bakterienhemmend, harntreibend, wurmtreibend, desinfizierend, verdauungsfördernd, immunsystemstärkend, milchflussfördernd, appetitanregend,

Inhaltsstoffe :

ätherische Öle, Vitamine, Mineralstoffe, Jod, Zink, Eisen

Verwendung:

Samen, Kraut

Darreichungsform :

Tee, Umschläge, Tinktur, Öl, Salben, Pulver, Heilwein

Vorkommen :

kultiviert in Gärten

Blütezeit :

Juli-September

Sammelzeit : 

Juni – Juli (ganze Kraut)

August – September (Samen)

Verwechslung mit anderen Pflanzen :

Mit dem Fenchel

Naturschutz :

nicht geschützt

 

dill
(Dill)

 

Anbau :

Dill eignet sich gut in einer Mischkultur mit Zwiebel, Salat und Gurken. Er liebt die Sonne, aber auch sehr gerne den Halbschatten. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr.

Ernte & Trocknung :

Die Dillblättchen werden meistens frisch verwendet. Die Ernte ist im Sommer. Dill kann auch in Bündeln kopfüber zum Trocknen aufgehangen werden.

Geschmack & Geruch :

frisch & aromatisch

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Dill wird meistens frisch in der Küche verwendet, z. B. bei Fisch, Bohnen, Salaten, Kartoffeln oder eingelegte Gurken. Zum aromatisieren von Öle und Essige wird gerne Dill genommen.

Tee – Zubereitung:

  • 2 TL getrocknetes Dillkraut
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut  giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Bei Schluckauf oder Blähungen können 2-3 Tassen täglich davon getrunken werden.

Räucheranwendung & Aberglauben

Eine Dill-Räucherung wird gegen den bösen Blick verräuchert. Diese Räucherung verleiht Schutz davor, aber auch vor angezauberten Schadzauber hilft diese Räucherung gut.

Dillsträusse werden seit der Antike über Türen angebracht, weil dann das Haus und seine Mitbewohner vor dem bösen Blick geschützt sind.

Nebenwirkungen:

Es sind keine bekannt. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

dillsamen
(Dillsamen)

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