Eine Dufträucherung aus Räucherkugeln zum Selbermachen

Ich hatte letztens gesehen, wie jemand Räucherkugeln verräucherte und war total begeistert. Also habe ich mich rangesetzt und auch welche gezaubert. Da ich selber sowieso am liebsten Harze verräuchere, kam mir das ganz gelegen. So konnte ich alle duftenden Räucherpflanzen vereinen und ich muss bei der Dufträucherung nicht andauernd schauen, ob noch was auf der Kohle liegt. Man kann diese Räucherkugeln in allen möglichen Grössen rollen, ob ganz klein oder so gross wie eine mittlere Murmel hängt ganz davon ab, wieviel Duft ihr in den Räumen haben wollt. Wenn ihr Harz von unseren heimischen Nadelbäumen sammelt wollt, so achtet bitte darauf das ihr dem Baum seine Wunde durch das Entfernen seines Harzes nicht wieder öffnet. Also nicht dirket an seiner Wunde das Harz entfernen, sondern immer dort wo es weitergelaufen ist. Wenn ihr das Harz gesammelt hat, sollte es 1 Jahr oder auch länger trocknen, weil dann die Rauchbildung nicht mehr so stark ist. Sonst habt ihr den ganzen Raum zugequalmt und das ist nicht gerade der Sinn dieser Dufträucherung.

Wenn ihr diese Räucherkugeln euch herstellen wollt, so achtet darauf das ihr Handschuhe dabei anzieht oder eure Hände schützt. Heisses Harz tut sehr weh, wenn es auf unsere Haut kommt und nehmt einen ausrangierten Kochtopf oder eine alte Konservendose für die Harzschmelzung.

Zubereitung:

Das Harz ( Fichten,-Lärchen,- und/oder Kiefernharz ) schmelzt ihr in einem Wasserbad flüssig. Indessen zerkleinert ihr eure Räucherkräuter, wie zum Beispiel Rosmarin, Lavendel, Beifuss, Weinraute oder Salbei. Also Kräuter die bei einer Räucherung wunderbar duften. Wenn alles schon zerkleinert ist, sollte ihr noch Räucherhölzer zerkleinern. Dafür könnt ihr sie am besten zerreiben. Dazu eignen sich natürlich Hölzer von Nadelbäumen. Wenn ihr es schön zerkleinert habt, mischt ihr alles gut zusammen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch getrocknete Wacholderbeeren zerkleinern. Nach Bedarf könnt ihr nun noch getrocknete Blätter, wie zum Beispiel vom Spitz – oder Breitwegerich nehmen oder halt andere Blätter. Teeblätter sind auch super dafür. Diese Blätter nehme ich dazu, wenn die Räucherkugel fertig ist, das ich diese damit einhülle und sie dadurch nicht so klebt.

Wenn ihr nun alles vorberitet habt und euer Harz geschmolzen ist, könnt ihr anfangen eure Räucherkugel zu formen. Bitte Handschuhe überziehen oder mit zwei Teelöffeln arbeiten. Ihr könnt eure Handschuhe oder Löffel ein wenig mit Butter einschmieren, damit das Harz sich löst und nicht so klebt. Backpapier auslegen ist super, damit ihr die Kugeln trocknen lassen könnt. Nun häuft ihr sehr kleine Haufen eurer Räucherkräuter – und Hölzer zusammen und gebt tropfenweise euer flüssiges Harz auf die Häufchen. Jetzt können die Harzhäufchen zu Kugeln geformt/gerollt werden. Eure fertigen Räucherkugeln beiseite legen und trocknen lassen. Am besten 2-3 Tage. Wie oben schon beschrieben, nehme ich noch getrocknete Blätter und umwickel diese Räucherkugeln damit. Dann kleben sie auch bei der Lagerung in Dosen nicht so zusammen.

Ich wünsche euch Inspiration und Entspannung bei der Herstellung 🙂

Eure Katuschka


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