
Familienname Moritz: Ostpreußen & Sage des Clan Morrison
Ich bin auf die Schotten in meiner Forschung gekommen, weil die Vorfahren eines 5x-Urgroßvater höchstwahrscheinlich zu ihnen gehörte. Sein Familienname wurde in damaliger Zeit eingedeutscht, wie viele andere schottischen Namen auch. Ich forschte und forschte und kam nicht weiter, bis ich durch ein Buch aus dem 19. Jahrhundert, dass über die Auswanderung aus Schottland nach West- und Ostpreußen berichtet, aufmerksam wurde. Dort drin kam vor, dass der schottische Familienname Morris dort in der anderen Welt zu Moritz wurde. Sie verließen Schottland im 16.-17. Jahrhundert. Da ich nun über den Hinweis gestolpert bin, was die massive schottische Auswanderung nach Ostpreußen betrifft, wurde mir einiges klar und der Schleier lüftete sich gewaltig. Der „missing link“ muss jetzt nun gefunden werden.
Der Familienname bedeutet der Dunkelhäutige oder der aus Mauretanien Stammende, wo auch Maurice, Mauritz, Morris und eben auch Moritz hingehört, sowie auch der Clan Morrison.
Die Sage über die Herkunft des Clan Morrison
Vor acht Jahrhunderten kämpfte ein nordisches Schiff in schwerer See vor der schottischen Insel Lewis. Auf dem Deck stand die stolze Adlige Lauon aus Kintyre und wiegte ihren neugeborenen Sohn Gillemorrie in den Armen, während ihr Mann Olaf der Schwarze der Besatzung laute Befehle zurief. Trotz seiner herkulischen Anstrengungen scheiterte das Schiff und ging unter.
Olaf, Lauon und ihr kleiner Sohn stürzten ins eisige Wasser und klammerten sich verzweifelt an ein Stück Treibholz, das in der Nähe des sinkenden Schiffs trieb. Das Glück war ihnen hold: Die Wellen trugen das schiffbrüchige Trio sicher, wenn auch durchnässt, ans steinige Ufer von Lewis.
Lauon hatte Olaf im Jahr 1214 geheiratet und ihm ein Kind geboren: Gillemorrie. Doch diese Ehe war für die Kirche untragbar, denn Lauon war eine Cousine ersten Grades von Olafs erster Frau. Bischof Reginald von den Inseln erklärte die Verbindung für inzestuös, annullierte die Ehe und machte dadurch den Sohn Gillemorrie vor dem Kirchenrecht zu einem unehelichen Kind.
Als Gillemorrie das Mannesalter erreicht hatte, heiratete er die letzte Erbin des Clans Igaa (auch bekannt als Clan Gow). Durch ihr Erstgeburtsrecht besaß sie die Festung Pabbay Castle in der Nähe von Harris. Aus dieser Verbindung ging der Clan Morrison hervor.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich zwei unterschiedliche Zweige des Clans: die Morrisons von Harris und die Morrisons von Lewis. Die Morrisons von Lewis errichteten an der Nordspitze der Insel eine Festung namens Dùn Èistean. Dieser Zweig brachte zehn Generationen erblicher Brievs (hereditäre Gesetzesexperten und Richter) hervor, die bis 1613 über die äußeren Hebrideninseln herrschten. Danach verschwand dieser Familienzweig von den Seiten der Geschichte. Nach der Ausstellung der Briefe von Feuer und Schwert am 28. August 1616.
So erzählt die alte Überlieferung vom Ursprung des Clans Morrison. Eine Mischung aus Schiffbruch, königlichem Blut, kirchlichem Verbot und neuem Anfang auf den windgepeitschten Inseln Schottlands.

Familiengeschichte Moritz aus Regellen (Goldap)
Das Dorf Regellen liegt bei Goldap in Masuren, was heute zu Polen gehört und fast an der Grenze des alten Ostpreußens liegt. Mein 5x-Urgroßvater, der dort lebte, hieß Mattheus Moritz, der in den alten Kirchenbüchern öfters als Moric, Morice oder Moryce vorkam. Dabei muss man beachten, das die alten Schreiber, die Familiennamen nur nach Gehör in die Kirchenbücher eingetragen haben.
Lebendiges Erbe: Meine Ahnenlinie
🍂 Mattheus Moritz 1722-1804 Regellen ♾️ Anna Fronzek. Beruf: Schulmeister.
🍂 Daniel Moritz 1742-1820 Regellen ♾️ Annortha Ziggelski. Beruf: Wirt (Bauer)
🍂 Christian Moritz 1782-1852 Regellen ♾️ Catharina Zaborowski. Beruf: Wirt (Bauer)
🍂 Carl Moritz 1822-1878 Regellen ♾️ Anna Maria Führer. Beruf: Schneidermeister.
🌾 Maria Wilhelmine Moritz 1870-1949 Regellen/Flensburg ♾️ Gottfried Dammin
🪔 Auf alten Pfaden weiterwandeln:


