Hundertjährige Kalender: Planetenlauf & Wetterorakel

Aktualisiert am 22. Februar 2026

🌙 Ursprung & Wetterwissen

Der Hundertjährige Kalender ist im Grunde gar kein Kalender, der immer wieder für 100 Jahre im Voraus geschrieben wird. Vielmehr ist es eine Sammlung von präzisen Wetterbeobachtungen aus dem 17. Jahrhundert. Denn jeder dieser sieben Planeten bringt seine ganz eigene Seelenfarbe“und Energie in das Jahresrad.

Verfasst wurde er von einem Mönch namens Mauritius Knauer. Er beobachtete das Wetter sieben Jahre lang ganz genau, um die Ernte besser planen zu können. Der ursprüngliche Verfasser, der Mönch Mauritius Knauer, hat niemals einen Kalender für genau 100 Jahre geschrieben.

Die 7-Jahres-Beobachtung: Er beobachtete das Wetter über sieben Jahre hinweg, passend zu den sieben Planeten.

🌃 Warum nur 7 Planeten?

Dass Mauritius Knauer (und die Gelehrten vor ihm) nur sieben Planeten kannten, lag schlicht an den Grenzen des menschlichen Auges.

  • Die Wandelsterne: Unsere Ahnen unterschieden zwischen den Fixsternen, also die, die fest am Himmelszelt stehen und den Wandelsternen (Planeten), die sich vor dem Sternenhintergrund bewegen.
  • Das sichtbare Universum: Ohne moderne Teleskope waren nur sieben dieser Wandelsterne sichtbar. Uranus, Neptun und Pluto waren noch im Dunkel des Kosmos verborgen und wurden erst Jahrhunderte später entdeckt.
  • Sonne & Mond: In diesem alten Glauben zählten auch die Sonne und der Mond zu den Planeten, da sie sich ja ebenfalls über den Himmel bewegen.

Die Zahl Sieben war also keine willkürliche Wahl, sondern die damals bekannte „Vollkommenheit“ des Himmels.

Die ewige Wiederholung: Er ging davon aus, dass sich dieser 7-Jahres-Rhythmus bis in alle Ewigkeit wiederholt. Sein Werk war also eigentlich als ein Ewiger Kalender gedacht, der den Menschen im Kloster immer wiederkehrende Orientierung geben sollte.

Die sieben Planeten: Ein ewiger Kreislauf

Das Herzstück dieses Kalenders ist die Überlieferung, dass jedes Jahr unter der Herrschaft eines von sieben Himmelskörpern (Planeten) steht. Dieser Jahresregent gibt dem Jahr seinen grundlegenden Charakter – etwa, ob es eher feucht, trocken, heiß oder stürmisch wird.

Dieser Zyklus wiederholt sich alle sieben Jahre in immer der gleichen Reihenfolge:

  1. Saturn
  2. Jupiter
  3. Mars
  4. Sonne
  5. Venus
  6. Merkur
  7. Mond

Nach sieben Jahren beginnt die Reihe wieder von vorn. Da man damals annahm, dass diese Zyklen ewig währen, wurde das Werk später als Hundertjähriger Kalender bekannt und gedruckt, um dieses alte Wissen auch für kommende Generationen zu bewahren.

🪐 Saturn: Der strenge Wächter (Kalt & Rauh)

Der Zyklus beginnt oft mit Schwere. Ein Saturnjahr fordert uns heraus. Die Saturnjahre sind in der Regel kalt und feucht und daher nicht gerade fruchtbar.

  • Charakter: Es regiert die Kälte und die Strenge. Der Winter ist oft lang, der Sommer kühlt schnell ab.
  • In der Natur: Das Wachstum ist langsam und zögerlich. Es ist ein Jahr der Geduld, in dem die Natur ihre Kräfte zurückhält. Die Überlieferung rät, mit den Vorräten gut zu haushalten, da die Ernten oft knapp ausfallen.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist trocken und bis in den Mai sehr kühl. Auch wenn der April am Anfang etwas Wärme hervorbringt, wird es kühl bis in den Mai hinein. In welchem die Tage schön, die Nächte kalt und daher große Dürre entsteht. Gras und Blumen kommen spät.
  • Der Sommer ist kalt, regnerisch und daher unfruchtbar. Der Heumonat allein ist über die Hälfte sehr warm und schön, sonst aber stürmisch und feucht .
  • Der Herbst ist ebenfalls kalt und feucht. Große Kälte gegen Ende Oktober. Im November folgt nasses und stürmisches Wetter.
  • Der Winter ist anfangs feucht und regnerisch. Gegen den 21. Dezember kommt große Kälte und Schnee.

👑 Jupiter: Der milde Segen (Warm & Feucht)

Nach der Härte folgt das Aufatmen. Jupiterjahre werden im alten Glauben oft als „Goldene Jahre“ gepriesen. Die Jupiterjahre sind in der Regel ziemlich gut, doch mehr feucht, als trocken. Jupiterjahre gehören im allgemeinen zu den fruchtbarsten.

  • Charakter: Hier herrscht ein ausgeglichenes, mildes Klima. Es ist warm, aber mit genügend fruchtbarem Regen. Weder Dürre noch Frost plagen die Erde übermäßig.
  • In der Natur: Ein Jahr der Fülle. Alles wächst üppig, Getreide und Früchte gedeihen prächtig. Es ist ein Jahr, in dem die Natur uns reich beschenkt.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling wird bis Anfang Mai hinein kalt und feucht. Danach folgen acht warme Tage, von da an bleibt es bis zum Frühlingsende feucht und kalt.
  • Der Sommer ist anfangs kalt und feucht. Ab Mitte gut und gewitterreich und am Ende sehr heiß.
  • Der Herbst ist durchweg regnerisch.
  • Der Winter zeigt am Anfang einige kalte Tage, dann aber sehr viel Schnee. Zum Winterende wird es besser, aber sehr windig.

🔥 Mars: Das feurige Ungestüm (Heiß & Trocken)

Der Mars bringt Unruhe und Hitze in den Kreislauf. Er ist noch trockener als der Merkur, aber dabei viel hitziger.

  • Charakter: Extreme prägen dieses Jahr. Große Hitzeperioden, Dürre, aber oft unterbrochen von heftigen Gewittern und Stürmen.
  • In der Natur: Ein schwieriges Jahr für alles Zarte. Der Boden trocknet schnell aus, und Schädlinge vermehren sich in der Hitze oft rasant. Es ist ein Jahr des Kampfes, um das Wasser und die Ernte.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist gewöhnlich trocken, rauh und kalt. Bis zum 9. Juni währt Reif und rauhe Luft.
  • Der Sommer ist sehr heiß, so dass die Quellen versiegen und die Flüsse klein werden.
  • Der Herbst ist ebenfalls mehr trocken als feucht, weshalb viel Wein wächst. Schnee gibt es vor dem Advent nicht. Obwohl es im Oktober mehrmals friert, so ist der November dennoch warm.
  • Der Winter ist ziemlich kalt und trocken und dabei sehr unbeständig.

☀️ Sonne: Die goldene Kraft (Warm & Trocken)

Ein Sonnenjahr bringt Beständigkeit, ist aber auch fordernd. Sonnenjahre sind durchgängig trocken und mäßig
warm.

  • Charakter: Es dominiert die Trockenheit, ähnlich wie beim Mars, aber die Stimmung ist weniger aggressiv, eher beständig und kraftvoll. Es gibt viele Sonnentage.
  • In der Natur: Ein hervorragendes Jahr für Wein, Obst und Kräuter, die Aroma bilden wollen. Allerdings leiden Wiesen und flach wurzelnde Pflanzen oft Durst. In den alten Bräuchen heißt es, dass Sonnenjahre zwar weniger Masse (Heu/Stroh), aber dafür hohe Qualität (Süße der Früchte) bringen.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist im Anfang ziemlich feucht, namentlich ist der April sehr wechselhaft, während der Mai schön und trocken ist, zum Ende aber Frost und Reif bringt, der noch in den Juni hinein andauert.
  • Der Sommer beginnt im Juni noch mit Reif und Frost. Es herrscht Trockenheit. Der August ist anfangs stürmisch, wird aber dann wieder hell und still. Die Tage dieses Sommers sind heiß, die Nächte kühl.
  • Der Herbst ist angenehm, trocken und schön. Obwohl es bald gefriert, wird es doch noch schöne Tage geben.
  • Der Winter ist trocken. Der Februar beginnt mit mildem Wetter, endet aber mit großer Kälte, die bis in den März hinein andauert.

🌹 Venus: Die üppige Verführerin (Warm & Feucht)

Die Venus regierte das Jahr 2025. Sie ist das Gegenstück zum trockenen Merkur.

  • Charakter: Sie bringt Liebe, Wärme und viel Feuchtigkeit. Es ist ein „fettes“, weiches Jahr, in dem alles sprießt.
  • In der Natur: Alles wuchert, denn es ist ein Jahr der Üppigkeit, aber durch die viele Nässe neigen Pflanzen auch zu Pilzkrankheiten und Fäulnis. Es ist eine weiche, umhüllende Energie.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist im Anfang unfreundlich und kalt. Die milde Witterung tritt erst spät ein.
  • Der Sommer ist schwül und warm. Wenn die Nässe im Frühling nicht so lange anhält, folgt ein trockener Sommer, aber dann wächst ein guter Wein.
  • Der Herbst ist im Anfang warm und schön, aber leider nicht lange. Um Mitte November wird es sehr kalt und vor Weihnachten wird es nicht wärmer.
  • Der Winter ist anfangs ziemlich trocken, dann aber, um den 12. Februar herum bis zum Ende sehr feucht, mit viel Regen, wodurch gefährliche Überschwemmungen entstehen können.

☿ Merkur: Der kühle Bote (Trocken & Kalt)

Hier stehen wir im Jahr 2026. Der Merkur trocknet die Nässe der Venus wieder aus. Die Merkurjahre sind mehr trocken und kalt, als warm,
daher selten fruchtbar.

  • Charakter: Er gilt als weniger fruchtbar. Es ist eher trocken, oft windig und kühler als in anderen Jahren.
  • In der Natur: Ein Jahr der Genügsamkeit. Wir müssen den Boden vor dem austrocknenden Wind schützen. Wurzelgemüse gelingt oft besser als Blattgemüse. Es ist eine Zeit, um Ordnung zu schaffen und genau hinzusehen.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist im Anfang warm. Der April bis zum 25. trocken und dann wird es kalt. Auch der Mai hat anfangs rauhe und kalte Tage.
  • Der Sommer hat ziemlich viel Regen.
  • Der Herbst hat am Anfang viel Regen und frühen Frost. Ab Mitte Oktober kommt trockene Witterung bis zum Advent.
  • Der Winter kommt sehr plötzlich nach dem schönen Herbst. Anfang Dezember kommt Schnee und Kälte, das bis in den Februar hinein. Anfangs wird es wieder schön, bis ab Mitte wieder große Kälte bringt, die bis in den März dauert und mit Sturm endet.

🌑 Mond: Der wässrige Träumer (Kalt & Nass)

Den Abschluss des Zyklus bildet das Mondjahr (das uns 2027 erwartet). Das absolute Gegenteil zur Sonne und zum Mars. Die Mondjahre sind im Allgemeinen mehr feucht, als kalt und trocken.

  • Charakter: Das Mondjahr ist das feuchteste von allen. Der Himmel ist oft verhangen, die Luft ist kühl und es regnet viel.
  • In der Natur: Alles, was viel Wasser braucht (Kohl, Blattgemüse), schießt ins Kraut. Aber Vorsicht: Es ist das Jahr der Fäulnis. Kartoffeln und Zwiebeln faulen leicht in der Erde, und Kräuter verlieren oft an Aroma, weil ihnen die Sonne fehlt.

Die Jahreszeiten

  • Der Frühling ist sehr feucht und warm , gelegentlich mit Frösten. Der März ist kalt , der April und Mai regnerisch, mit folgender Kälte, der Juni schön, mit Regen.
  • Der Sommer hat zwar recht heiße Tage, doch überwiegen die kalten.
  • Der Herbst anfänglich feucht, mittelmäßig kalt, danach kalt und feucht.
  • Der Winter bringt im Dezember Schnee. Darauf erfolgt viel Regen. Nach dem 20. ist es ziemlich kalt und trübe, bis in den Januar hinein. Danach etwas milder, jedoch bald wieder kalt bis zum 25., wo wieder viel Regen kommt, auf welcher Schnee folgt. Der März ist anfangs rauh und kalt, später warm.

🌿 Nutzen & Überlieferung heute

Man sollte den Kalender nicht als exakte Wettervorhersage für einen bestimmten Tag sehen. Vielmehr schenkt er uns ein Gefühl für die „Großwetterlage“ und die Stimmung eines Jahres. Er ist ein wunderbares Werkzeug, um sich wieder mehr mit den Rhythmen der Natur zu verbinden und die Zeichen der Jahreszeiten so zu lesen, wie es unsere Vorfahren taten.

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Veröffentlicht von Katja

Wächterfigur aus Stroh vor lodernden Flammen unter violettem Abendhimmel – Ein Sinnbild für Pflanzengeister und Naturmagie.
„Hier schreibt Katja – eine Suchende zwischen den Welten. In stillen Nächten berge ich fast vergessenes Ahnenwissen aus alten Schriften und verbinde es mit der lebendigen Naturmagie meines Gartens. Hier im Celticgarden teile ich die Essenz dieser alten Pfade und das Flüstern der Pflanzenseelen mit dir.“