„Es gibt Dinge, die sind unerklärlich, man muss nur daran glauben!“
Im Bann der Pflanzenseelen: Meine Reise in die Vergangenheit
Naturmagie, Räucherkunde und der Alte Glaube unserer Vorfahren, um diese Pflanzenseelen – das ist das, was mich sehr in seinen Bann gezogen hat und worüber ich hier auf Celticgarden seit 13 Jahren schreibe. Diese Neigung und das Interesse habe ich aus meinem Elternhaus bekommen und später „ausgebaut“.
Ich mag es, über das Leben unserer Vorfahren in alten Büchern zu lesen. Das 17. bis 19. Jahrhundert finde ich persönlich am interessantesten. Daher richten sich meine Beiträge nach den alten Historikern, die in diesen Jahrhunderten geschrieben haben und ihr Wissen mit uns teilten.
Es fasziniert mich, wie sie noch so unbefangen mit diesem Thema umgegangen sind, weil es so allgegenwärtig für sie war. So wie sie die verstaubten Bücher der uralten Historiker durchstöberten und darüber schrieben, so durchstöbere ich jetzt ihre alten Bücher und schreibe ihre „Geschichten“ auf. Sie waren vor 200 bis 300 Jahren nur näher dran als wir heute, und sie konnten auch noch besser verstehen, welcher Glaube dahintersteckte, weil es – wie ich schon schrieb – so allgegenwärtig für sie war.

Von Holstein zur Mecklenburger Scholle: Wo meine Wurzeln liegen
Ich heiße Katja (Jahrgang 1970) und bin gebürtige Holsteinerin. Vor über 10 Jahren bin ich ins schöne Mecklenburg mit meiner Familie gezogen, wo ich meine Heimat gefunden habe. Hier pflege und gestalte ich meinen alten Zaubergarten nach Altem Wissen. Seltene Wildpflanzen versuche ich zu kultivieren und durch Samenanzucht zu vermehren, wie es mir bei der Pillen-Brennnessel super gelungen ist. Seit letztem Jahr konnte ich Erfolge verbuchen bei der Samenanzucht des Deutschen Ziest. Zumal ich durch meine Ahnenforschung erfahren konnte, dass einige Vorfahren mütterlicherseits wie auch väterlicherseits ursprünglich aus Mecklenburg kamen, sogar aus der Gegend, wo ich jetzt wohne.
Mein Garten ist für mich nicht nur ein Ort der Pflanzen, sondern auch der Erinnerung. Vor ein paar Jahren habe ich mir einen alten Original-Grabstein in den Garten setzen lassen – nicht aus Trauer, sondern als festen Gedenkort an meine Vorfahren. Es ist ein Ort der Stille und des Verweilens, an dem ich mich meinen Wurzeln besonders nah fühle.

Diese Suche nach den Wurzeln ist meine zweite große Leidenschaft, die ich auch aktiv in einem Ahnenforschungsverein auslebe. Dort betreue ich ein Herzensprojekt, das sich mit „Zufallsfunden“ beschäftigt – also mit verlorenen Dokumenten und Geschichten, die an Orten auftauchen, wo man sie nicht vermutet, und die wir vor dem Vergessen bewahren.
Wenn du dich nicht nur für die Magie, sondern auch für diese reine Familiengeschichte und meine genealogischen Entdeckungen interessierst, lade ich dich herzlich ein, meinen kleinen Schwester-Blog zu besuchen: Ahnengeflüster
Tinte auf Papier: Bücher & Veröffentlichungen
Meine Beiträge über die Naturmagie unserer Vorfahren sind aus dem Internet heraus schon erschienen:
- Im Schwabachbogen
- Im WohnWerken
- Seit 2022 in der Mitgliederzeitschrift der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft (BGG).
Des Weiteren ist 2022 mein erstes Buch „Heilsames Räuchern – Balsam für die Seele“ im Buchhandel erschienen. Seit dem 28.10.2024 gibt es mein Buch nun auch auf dem englischsprachigen Buchmarkt.
Wie der Garten erblühte: Vom Zufall zur Gemeinschaft
Mein Blog Celticgarden ist aus einem Zufall heraus entstanden. Eigentlich wollte ich nur für mich ein kleines Kräuter-Lexikon schreiben, damit ich es immer online griffbereit habe. Damals noch direkt auf WordPress und nicht auf eigener Domain wie heutzutage. Der Zulauf wurde von Tag zu Tag größer, und mein Blog wuchs um viele neue Beiträge.
Den Durchbruch hatte Celticgarden dann 2015, als ich damals auf Facebook die Wildkräuter-Steckbriefe teilte. Es ging so viral, als ich morgens auf Facebook schaute, standen die Follower meiner Facebook-Seite auf fast 100.000. Es war enorm, wie sich die Menschen vor 10 Jahren nach dem alten Wissen unserer Urgroßeltern sehnten. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Man hatte so viel Neues von anderen Menschen erfahren und man war ein Kollektiv, was sich leider irgendwie im Sande verlaufen hat. Was natürlich sehr schade ist.
Der Name und das Blut: Der Blogname Celticgarden hat keine große Bedeutung. Er ist ein Fantasiename, der mir beim Gärtnern eingefallen war, weil ich zu dem Zeitpunkt schon am Planen war, meinen Blog auf eine eigene Domain zu installieren. Ich war am Nachdenken, was man für eine Domain nehmen könnte, und da kam mir die Idee mit Celticgarden.
Ich selber besitze nur sehr wenig „keltische DNA“. Meine DNA befindet sich in den germanischen und slawischen sowie baltischen Völkern. Meine x-Urgroßmutter war eine Pruzzin. Von ihr werde ich den größten Anteil baltischer DNA haben.
Die Themen meiner Arbeit
Rauch der Ahnen: Mehr als nur Duft
Die Räucherkunde ist sehr speziell. Viele verbinden es mit Hokuspokus, was es nun wirklich nicht ist. Für uns heutigen Menschen bedeutet es Entspannung oder eine Rückführung zur Natur. Wir möchten uns heute erden, klären oder auch einfach nur den alltäglichen Stress abstreifen. So mancher trinkt abends ein Glas Wein oder futtert eine Tafel Schokolade oder nimmt beruhigende Pflanzen wie Cannabis, und dann gibt es die, die sich abends zu einem Räucherwerk hinsetzen und den Tag Revue passieren lassen.
Die alte Räucherkunde unserer Vorfahren kannte so was nicht. Für sie waren Räucherwerke da, um Schutz und Segen zu erlangen. Ein Opfer an die Naturgewalt, um sie gnädig zu stimmen. Auch um ihre Tiere, wie Rinder, Schafe oder Hühner, vor Krankheiten zu bewahren oder sie damit zu heilen. Auch den Bösen Blick fürchtete man früher sehr. Dieser Glaube ist heute noch weit verbreitet auf der Welt.

Das alte Wissen: Verstehen statt Werten
Das Wort „Zauberglaube“ hört sich heutzutage irgendwie „infantil oder esoterisch“ an. Man könnte dazu auch Aberglaube oder Volksglaube sagen. Ich finde die Bezeichnung Aberglaube abwertend für den damaligen Alten Glauben unserer Vorfahren. Denn dieser Glaube an das Unnatürliche war für sie manchmal überlebenswichtig, weil sie sich dadurch so manche Begebenheiten erklären konnten; auch wenn wir heute wissen, dass es so nicht stimmt.
Aber dieser Glaube war damals nun mal da und für mich sehr wichtig, um die Pflanzenwelt dort draußen besser zu verstehen. Sei es ihre Trivialnamen, also die volkstümlichen Pflanzenbezeichnungen, und auch, warum manche als Zauberkraut verwendet wurden. Es ist ein ganzheitliches Pflanzenwissen und hat nichts mit Esoterik zu tun.
Garten-Therapie: Um es zu veranschaulichen: Wenn ich jemanden kennenlerne und dieser Mensch mich sehr interessiert, möchte ich auch sein Drumherum und auch sein Inneres kennenlernen. Und so geht es bei mir auch bei unserer heimischen Pflanzenwelt. Unsere Vorfahren waren nicht blöder oder kindlicher als wir heutzutage, sie versuchten nur die Lage, in die sie gekommen sind, zu verstehen und danach zu handeln. Und die Natur, mit der sie tief verwoben waren, hatte nun mal die Wirkkraft, um ihnen Schutz und Heilung zu geben.
Die Natur hat die Kraft, uns zu beruhigen. Es ist ganz was Natürliches und wir brauchen uns auch nicht davor zu sperren. Früher gab es sogar sogenannte „Garten-Therapien“ bei seelischen Problemen. Es wurde diesen Menschen verordnet, Gartenarbeit zu tätigen.
Ein Wort in eigener Sache: Privatsphäre & Hexenwahn
Da ich viele Anfragen bekomme, ob man mich oder meinen Garten besuchen kommen kann, muss ich leider verneinen. Ich selber möchte meine Privatsphäre ein wenig bewahren und es wäre auch nicht für den Garten gut, wenn jeder durch ihn hindurch stiefelt.
Ich schreibe hier über alte Bräuche unserer Vorfahren. Ich bilde mir kein Urteil darüber, wie „abergläubisch“ die Menschen früher waren, sondern recherchiere ihre Geschichten und schreibe zu interessanten Themen einen Artikel. Nicht mehr und nicht weniger.
Das Nächste wäre, dass ich KEINE Hexe bin. Dieses Wort finde ich so kindisch und wirklich unüberlegt, wenn man sich so nennt. Die Frauen, die den Titel stigmatisiert bekommen haben, haben qualvolles Leid ertragen und sind grausam gestorben. Im alten Glauben ist oft über Hexen zu lesen, denn es waren Fantasiefiguren, die dann irgendwann durch Wahn auf unschuldige Frauen übertragen wurden, um sie aus dem Weg zu räumen.
Ich lade dich ein, mit mir auf Spurensuche zu gehen. Stöbere durch die Kategorien und entdecke, was die Natur uns zu flüstern hat:
- Pflanzengeister & Wurzelkraft: Lerne die Seelen unserer heimischen Pflanzen kennen.
- Botschaften im Rauch: Alles über das Räuchern, Rituale und alte Hausmittel.
- Waldmagie & Pilzgeister: Entdecke die Geheimnisse des Waldes und der Pilze.
- Alte Pfade & Ahnenwissen: Mythen, Brauchtum und der Schutz gegen den Bösen Blick.
- Veredelte Wildnis: Rezepte für Met, Salben und Vorrat aus der Natur.
- Im Wandel des Jahreskreises: Begleite mich durch die Feste von Samhain bis Beltane.








