Fenchel räuchern: Schutzzauber & Enthexung

Alte Räucherkunde: Schutz & Enthexung

Mit Fenchel geräuchert, hat man in früheren Zeiten, um böse Geister – heute sagt man negative Energien – von Haus und Hof fernzuhalten. Viele Kräuter, die sehr intensiv duften, wurden dafür genommen, um alles Schlechte zu vertreiben.

In der Überlieferung spielte der Fenchel eine wichtige Rolle:

  • Gegen den Bösen Blick: Menschen, die den Bösen Blick angehext bekommen hatten, wurden durch eine Beräucherung mit Fenchel enthext.

  • Befreiung von Pech & Krankheit: Auch zum Enthexen wurde der Fenchel genommen. Wenn jemand verhext wurde, also ewig krank oder vom Pech verfolgt war, wurde derjenige mit Fenchel enthext, zum Beispiel indem er in Fenchel baden musste. Alles was an der Person angehext war, ging so in das Badewasser und man goss es dann, samt dem Badewasser weg. So war die Person befreit.

Ein anderes Bad gegen Verhexung möchte ich euch hier vorstellen. Es wird mit Baldrian, Dost und Dill zubereitet. Berufen & Beschreien: Alter Schutzzauber, Bäder & Berufkräuter

Duft & Ritual: Anwendung & Mischung

Eine Fenchelräucherung verströmt einen süßlichen und erdigen Duft. Für ein Räucherwerk können verschiedene Teile der Pflanze verwendet werden:

  • Es werden die getrockneten Samen, Blüten oder auch die Blätter genommen.

  • Die Samen können vor dem Räuchern ein wenig angestoßen werden. Alles andere wird zerkleinert.

Fenchel lässt sich wunderbar mit Huflattich, Gundermann und Lavendel zu einem Räucherwerk mischen.