Hasel-Magie: Ogham-Stäbe, Fruchtbarkeit & Räucherwerk

Die Hasel

 

Wünschelruten und Hexenschutz: Die Magie der Hasel

Ihr Botanischer Name ist: Corylus avellana. Corylus soll aus der altirischen Sprache von coll kommen, was in Althochdeutsch hasal heißt. Avellana soll von der antiken italienischen Stadt Abella kommen. Schon sehr früh ist sie bekannt für ihren Haselnussanbau. Auch schon damals gab es regen Haselnussanbau, wie auch heute noch.

Verwechslungsgefahr: Von den Blättern her könnten Verwechslungen mit der Buche und Hainbuche vorkommen oder auch mit anderen Haselarten, wie zum Beispiel der Baum-Hasel.

Ogham-Zauber und Schutzkreise: Hasel im Brauchtum

Dem Haselnussstrauch werden seit jeher magische Kräfte zugesprochen. Er stand für Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Neubeginn, Wunscherfüllung und Glück.

Die Wünschelrute: Wünschelrutengänger arbeiten bis heute mit Haselruten. Die Wünschelrute durfte nur von einem dreijährigen Haselnussstrauch geschnitten werden und sie darf auch nicht mit dem Messer, sondern nur mit einem Feuerstein abgeschnitten werden.

Schutz vor Blitz und Dämonen: Die Kelten, wie auch die Altgermanen, waren davon überzeugt, dass die Hasel vor Blitzeinschlag, wilden Tieren, Krankheiten und dämonischen Kräften schützte.

  • Hausbaum: Haselnusszweige über Türen und Fenster aufgehängt, schützten Haus und Hof vor Schadzauber. Wie man es von der Himbeere und Brombeere kennt. Deshalb pflanzte man zu früheren Zeiten Haselnusssträucher an Höfen. Gleichzusetzen wie mit dem Holunder.
  • Schutzkreise: Es wurden auch magische Schutzkreise auf den Boden mit Haselnussästen gezeichnet. Man stellte sich in diesen Schutzkreis hinein und war dadurch geschützt vor bösem Zauber, gerade wenn man in der Natur unterwegs war. In den „Malefiz-Glauben“ gehörte auch die Hasel.
  • Ogham: Die Kelten hatten ein Ogham-Stäbchen, das der Hasel geweiht war.
Oghamstäbchen Haselnuss
Oghamstäbchen Hasel | ©CG

Träume und Glück: Im Mittelalter sagte man, wenn man unter einer Hasel einschläft, dass man zukunftsdeutende Träume bekäme. Auch, dass man darunter mit Naturgeistern in Kontakt trat.

  • Misteln: Misteln wachsen gerne auf Haselnusssträuchern und deshalb besagte der Zauberglaube, dass gerade diese Misteln vor angezaubertem Schaden schützen.
  • Glücksbringer: Aufgehängte Haselnüsse im Haus sind kleine Glücksbringer. Man überwarf auch Brautpaare mit Haselnüssen, um ihnen Glück und Fruchtbarkeit in der Ehe zu wünschen. Darum gehörte der Haselnussstrauch zu den Zauberpflanzen.

Rauch der Götter: Sexualität und klare Gedanken

Verräuchert werden kann das getrocknete Laub und Holz. Kätzchen können auch verräuchert werden, da sie aber Frühnahrung unserer Bienen sind, sollten wir sie nicht sammeln.

  • Wirkung auf die Seele: In der modernen Räucherkunde gibt uns die Hasel mentale Stärke, gerade bei zwischenmenschlichen Angelegenheiten. Ihre Pflanzenseele vermittelt uns Anpassungsfähigkeit.
  • Lebensfreude: Sie verleiht unserer Seele einen Sinn ihres Daseins und gibt uns unsere damit verbundene Fröhlichkeit zurück.
  • Liebeszauber: Diese Räucherung wirkt sehr stark auf unsere Sexualität, sodass eine eingeschlafene Liebe wieder zum Leben erweckt wird.
  • Klarheit: Sie soll auch einen klaren Kopf bewahren. Dieses Räucherwerk ist am intensivsten, wenn es pur, ohne andere Räucherpflanzen, verräuchert wird.

Historische Anwendung: In der alten Räucherkunde nahm man die Hasel für Zeremonien, um die Götter mit diesem Räucherwerk sanft und milde gnädig zu stimmen. Die Altgermanen räucherten Haselnussblätter, um Schutz gegen Blitzeinschlag zu erhalten. Sowie auch, um Fruchtbarkeit zu erlangen oder dass eigene Wünsche erfüllt wurden.

Haselblüte
Haselblüten sind sehr klein | ©CG

Sammeln und Mischen: Herbstzauber und Walpurgis

Eine Hasel-Räucherung hat einen leicht süßlichen Duft. Die Hasel lässt sich mit Rosenblütenblättern, Birke und Kirschgummi zu einem Räucherwerk mischen.

Magische Zeitpunkte:

Auch in Räucherungen der Walpurgisnacht dürfen Haselnussholz und Blätter nicht fehlen. In Schutzräucherungen ist die Hasel oft mit dabei, denn ihre Eigenschaften, wie schutzbringend, liebend, klärend und erfüllend, sind sehr wichtig in diesem Räucherwerk.

Ihre naturmagische Sammelzeit ist bei der Herbst-Tagundnachtgleiche herum und auch in der Wintersonnenwende, denn sie war ein Symbol für Schutz und Glück, damit der Winter gut überstanden wird.

Haselkätzchen

Veröffentlicht von Katja

Wächterfigur aus Stroh vor lodernden Flammen unter violettem Abendhimmel – Ein Sinnbild für Pflanzengeister und Naturmagie.
„Hier schreibt Katja – eine Suchende zwischen den Welten. In stillen Nächten berge ich fast vergessenes Ahnenwissen aus alten Schriften und verbinde es mit der lebendigen Naturmagie meines Gartens. Hier im Celticgarden teile ich die Essenz dieser alten Pfade und das Flüstern der Pflanzenseelen mit dir.“