Veilchen räuchern: Magie für Seelenreisen & inneres Glück

 

Der Frühlingsbote: Das Duftveilchen

Das Duftveilchen wird auch März-Veilchen (Viola odorata) genannt. Wenn im Frühling Eis und Schnee geschmolzen sind, dann stellt sich hinter Hecken und Büschen, versteckt unter dürrem Laub, alsbald das Veilchen ein. Die Blüten des Duftveilchens sind essbar.

Die Wurzel und die Samen waren früher officinell. Das heißt, dass sie in Apotheken verarbeitet und verkauft wurden.

Das Veilchen im Brauchtum: Sagen & Orakel

  • Heilzauber: In der Gegend um Schwerin glaubte man früher, wer am Ostermorgen nüchtern drei Veilchen isst, bleibt das Jahr hindurch frei vom Fieber. Diesen Brauch kennen wir auch von den ersten drei gefundenen Gänseblümchen.
  • Mittelalterliches Frühlingsfest: Im mittelalterlichen Süddeutschland (ca. 13. Jahrhundert) war es Brauch, ein Fest zu feiern, wenn das erste Veilchen gesichtet wurde.
  • Die Sage der Wenden: Bei den Wenden gab es eine Sage, die besagt, dass eine Tochter des Gottes Tschernebog in ein Veilchen verwandelt wurde und sie nur alle 10 Jahre pünktlich in der Walpurgisnacht blüht. Wem sie erscheint und er sie dann pflückt, erlöst dieses verwunschene Mädchen und erhält sie zur Frau, samt den Schätzen ihres Vaters.

Veilchen räuchern: Seelenreisen und Glück

Veilchen räuchern hilft uns, bei einer Meditation die innere Ruhe zu erlangen. Diese Art von Räucherung ist gut, um uns zu erden und auch mal wieder einen freien Kopf zu bekommen, der vielleicht von schlechten Energien wie Streit, Problemen im Beruf oder der Partnerschaft erzeugt worden ist. Sie wirkt sehr belebend auf unseren Geist.

Weg aus der Pechsträhne: Auch wenn uns mal die Pechsträhne erreicht hat, kann uns die Pflanzenseele des Veilchens an „die Hand nehmen“ und uns den Weg zeigen, wie wir wieder glücklich sein können.

Astralreisen: Räucherungen mit dem Veilchen sind dafür bekannt, Astralreisen (Seelenreisen) vorzunehmen, also sich auch einmal von außen her zu betrachten.

Gegen Untugenden: Menschen, die ungeduldig oder raffgierig sind, können in einer Zeremonie mit Veilchen abgeräuchert werden. Es sollte in gewissen Zeitspannen wiederholt werden, damit es auf den Menschen einwirken kann.

Hausreinigung: Das Veilchen räuchern wird auch verwendet, wenn ein Umzug geplant ist, um die neuen Räume von schlechten Energien der vorigen Bewohner zu befreien. Die Räucherung wirkt stark reinigend und austreibend. Dazu wird meistens die Veilchenwurzel genommen.

Magische Ernte & Anwendung

Sammeln: In der Frühlings-Tagundnachtgleiche ist seine naturmagische Sammelzeit. In dieser schönen Jahreszeit werden gerne die Blüten verräuchert. Für ein Räucherwerk werden die getrockneten Blüten, Blätter und die Wurzeln genommen.

Trocknen: Beim Trocknen werden die Blüten öfters gewendet, damit sie nicht am Boden kleben bleiben, und am besten im Dunkeln getrocknet, damit die schöne Farbe der Blüten erhalten bleibt.

Mischungen: Das Veilchen lässt sich gut mit der Königskerze, Klatschmohn, Spitzwegerich, Salbei und Lavendel zu einem Räucherwerk vermischen.

Wichtiger Tipp zum Räuchern: Die Veilchenblüten brennen sehr schnell weg, wenn die Kohle noch zu heiß ist. Deshalb sollte man, wenn man das Veilchen pur verräuchert, mit etwas abgekühlter Kohle räuchern oder ein Sieb verwenden.

Veilchen sammeln
Veilchen sammeln