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Der goldene Wächter: Rainfarn
Heute spielt der Rainfarn (Tanacetum vulgare) kaum noch eine Rolle, weil er giftig ist. Das Kuriose an dieser Pflanze ist, dass man nie weiß, ob er giftig ist oder nicht. Das hängt von vielen Faktoren ab. Er enthält die insektizide Substanz Thujon, die in großer Dosierung hochgiftig ist.
Sein Name Rainfarn kommt von „Rain“ (Blühstreifen am Feld) und „Farn“, wegen seiner Blätter, die Ähnlichkeit mit Farnen haben.
Der Rainfarn wurde früher in die Häuser gestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Rainfarnsträuße können vor die Fenster gehängt werden, sodass die Insekten wie Fliegen, Mücken etc. nicht zum Fenster hineinkommen.
Wissenswertes: Dieses Wildkraut gehört zu den Kompasspflanzen. Er neigt seine Blüten und Blätter immer in Richtung Süden.
Volkstümliche Namen: Wurmtod, Wurmkraut, Raingerte, Pompelblumen, Milchkraut
Rainfarn im Brauchtum: Schutz vor Geistern und Blitz
- Langes Leben: Um ein längeres Lebensalter zu erreichen, wurde der Rainfarn bei sich getragen.
- Schutz für Kinder: Kleinen Kindern legte man ihn unter ihre Kopfkissen, so waren sie vor den nächtlichen Attacken der Geister geschützt. Die Kinder wurden auch in den Rauch des Rainfarns gehalten, um vor bösen Gespenstern und innerem Schaden geschützt zu sein.
- Haus und Hof: Einen Rainfarn-Strauß im Haus aufgehängt, schützte vor Blitzeinschlag, dem Teufel und bösen Menschen. Ställe wurden mit Rainfarnsträußen geschmückt, um Verzauberungen und Tierseuchen fernzuhalten.
- Reiseschutz: Reisende pflückten vor ihrem Aufbruch Rainfarn, um sicher wieder nach Hause zu kommen.
- Kräuterbündel: Im August gibt es die Tradition des Kräuterbündelbindens. So ein Kräuterbündel besteht aus 9-99 Wildkräutern, wo auch der Rainfarn drin vorkommt. Auch legte man früher Rainfarnsträuße in die Särge (Symbol der Unsterblichkeit).

Rainfarn räuchern: Abwehr von Energievampiren
Den Rainfarn zu räuchern galt schon immer als antidämonisch und unheilabwehrend. Daher räuchert man ihn in der modernen Räucherkunde gegen Energievampire und drohendes Unheil. (Energievampire wurden früher Hexen und Dämonen genannt. Wesen, die von dir zehren).
Es lockert ein aggressives Umfeld auf und gibt Herzenswärme hinein. Er stärkt bei einer Räucherung unser Selbstbewusstsein und unsere Nerven. Seine Pflanzenseele vermittelt uns Vitalität und Stärke auf körperlicher wie auch geistiger Ebene.
Wirkung auf die Psyche: Auch bei einem schwachen Geist und „Jasagern“ wird der Rainfarn verräuchert. Manchmal ist es schwer, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Eine Rainfarn-Räucherung hilft unserem Geist dabei, diese Wahrheit anzuerkennen und zu akzeptieren, um im Gleichgewicht mit ihr zu leben.
Die alte Räucherkunde: Mit Rainfarn wurde schon in der alten Räucherkunde geräuchert, um Blitzeinschlag abzuwenden. Er gehörte mit zu den Räucherkräutern (wie Eberraute, Wermut, Alant, Wasserdost und Baldrian), die am Maria-Himmelfahrts-Tag (15. August) gesammelt und getrocknet wurden, um in den Rauhnächten im Tierstall und Haus gegen Druden und Hexen zu räuchern.
Warnhinweis zum Räuchern: Rainfarn hat sehr viele ätherische Öle in sich, wie zum Beispiel Thujon oder Campher. Das Thujon besitzt eine berauschende Wirkung. Daher ist es ratsam, mit geöffneten Fenstern oder in der Natur mit dem Rainfarn zu räuchern.
Magische Sammelzeit & Mischungen
Sammelzeit: Seine naturmagische Sammelzeit ist in der Zeit des Schnitterfests, wobei der beste Zeitpunkt bei Vollmond ist. Wer in der Nacht der Sommersonnenwende in der Geisterstunde Rainfarn sammelt und damit räuchert sowie kleine Stängel bei sich trägt, macht sich damit unsichtbar gegen Schadzauber.
Trocknen: Bei trockenem Wetter wird die Pflanze während der Blüte geschnitten, gebündelt und zum Trocknen kopfüber aufgehängt. Der Ort sollte luftig und schattig sein. Rainfarn trocknet sehr schnell und behält seine schöne gelbe Farbe dabei.
Mischungen: Getrockneter Rainfarn mischt sich ganz toll mit Beifuß und Johanniskraut zu einem schützenden und sehr magischen Räucherwerk. Ich mische meistens auch noch Kiefernharz und Bernstein mit unter.

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