
Beifuß räuchern: Uraltes Schutzkraut & kraftvolles Räucherwerk
Inhaltsverzeichnis
Der Beifuß ist eine sehr alte Zauberpflanze. Er wurde wohl wegen seinem aromatischen Duft, als eine sehr zauberwidrige Pflanze angeBereits nach einem alten Kräuterbuch aus dem 4. Jahrhundert soll der Beifuß, den man zuhause aufhängt, finstere Dämonen und den Bösen Blick abwenden. Des Weiteren wurde er in der alten Überlieferung bevorzugt gegen angezauberte Krankheiten eingesetzt.
Für den Schutz von Heim und Familie kannten unsere Vorfahren vielfältige Bräuche:
- Am Dachfirst: Oben im Gebälk aufgehängt, schützte der Beifuß das Anwesen vor Seuchen und Blitzeinschlag.
- Über der Haustür: Ein Bündel über dem Eingang bewahrte das Haus vor jeglichem Schaden. Legte man die Wurzel über die Haustür, sicherte dies vor dem Einschlüpfen böser Wesen und sogar gegen Feuergefahr.
- Unter der Türschwelle: Direkt unter der Schwelle vergraben, hielt die Pflanze üble Nachrede und Hexen fern. In Dänemark wurde mit ihrer Kraft sogar der Teufel selbst vertrieben.
Feuerband & Lebensfaden: Die Magie als Sonnwendkraut
Der Beifuß gehört seit jeher zu den wichtigsten Johanniskräutern – auch als Sonnwendkräuter bekannt. Zur Sommersonnenwende band man sich einen Gürtel aus seinen Trieben um die Hüften, sprang damit über das lodernde Johannisfeuer und warf das Kraut anschließend in die Flammen. Der alte Glaube besagte, dass man auf diese Weise für das gesamte kommende Jahr gegen Krankheiten und Unglück gefeit war. Auch Liebespaare sprangen Hand in Hand durch das Sonnwendfeuer und verbrachten anschließend ihre Liebesnacht auf einem duftenden Lager, das mit Beifuß ausgelegt war.
Im ehemaligen Ostpreußen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zudem eine wunderschöne Überlieferung aufgezeichnet: Man band zwei nebeneinander gewachsene Beifußpflanzen an ihren Spitzen ganz locker zusammen. Wuchsen die Spitzen trotzdem kräftig weiter und der lockere Knoten öffnete sich nicht, so bedeutete dies für denjenigen ein langes, gesegnetes Leben.

Seelentrost & Ahnenrauch: Beifuß als Räucherwerk
Der Beifuß ist eine der ältesten Ritualpflanzen in ganz Europa. Das Räuchern mit diesem machtvollen Kraut reicht bis in die Zeit der Germanen und Kelten zurück. Auch die indigenen Völker Nordamerikas kannten und ehrten den Beifuß als heilige Räucherpflanze, wie zum Beispiel den Weißen Beifuß.
Eine Beifußräucherung vertreibt im alten Sinne böse Geister, was in unserer heutigen Zeit mit dunklen, negativen Gedanken vergleichbar ist. Solche schweren Gedanken verflüchtigen sich im aufsteigenden Rauch des Beifußes sehr schnell.
In der Neuen Räucherkunde ist er eine Unterstützung bei Veränderung & Trauer:
- Halt im Wandel: Dieses kraftvolle Räucherwerk verleiht uns tiefe Unterstützung, wenn unvorhersehbare Veränderungen in unser Leben treten.
- Hilfe beim Loslassen: Sei es am Ende einer Beziehung oder beim schmerzhaften Tod eines geliebten Menschen – eine Räucherung mit Beifuß gibt uns Schutz sowie inneren Halt und hilft uns, diesen Prozess schneller zu bewältigen, ganz ähnlich wie man es auch vom Salbei kennt.
- Geborgenheit: Die Pflanzenseele des Beifußes erzeugt eine tiefe Wärme und einen sicheren Schutzraum in unserem Inneren.
Duft der Anderswelt: Anwendung & Mischungen
Beim Verräuchern verbreitet der Beifuß einen stark würzigen, herben Pflanzenduft, der die feine Gabe zum Hellsehen und Wahrsagen steigern soll. Durch seine tief entspannende und beruhigende Wirkung eignet er sich wunderbar für stille Abendräucherungen. Zudem gehört der Beifuß als reinigende Grundkraft in jede gute Räuchermischung für energetische Hausreinigungen.
Wärmende Räuchermischung mit Beifuß: Der herbe Beifuß verbindet sich hervorragend mit:
Durch dieses Zusammenspiel erhält das Räucherwerk einen wunderbar warmen und zugleich zarten Duft. Auch gebunden als klassisches Räucherbündel ist der Beifuß eine großartige Option.
Besonders zur Sommer- und Wintersonnenwende sowie in den geheimnisvollen Rauhnächten lebte das alte Wissen um seine Kraft richtig auf. Zur Abwehr jeglicher negativer Energien und böser Geister in Haus und Hof räucherte man mit ihm alle Stuben und Ställe gründlich aus. Ein uralter, heidnischer Glaube, der bis heute in manchen Regionen lebendig gehalten wird.

Amulett, Riesenstärke & Liebeszauber
Im traditionellen Neunerlei-Glauben durfte der Beifuß keinesfalls fehlen, weshalb er als fester Bestandteil in jeden geweihten Kräuterbuschen gehörte – ein weit verbreitetes Brauchtum in ganz Deutschland. Als große Zauberpflanze begleitete er die Menschen durch alle Lebenslagen:
- Amulett & Talisman: Im Mittelalter nahm man ihn gegen allerlei Teufelsspuk. Noch im 19. Jahrhundert war so mancher Landbewohner fest davon überzeugt, dass ihm niemand etwas anhaben könne, solange er eine Beifußwurzel bei sich trug. Als Amulett bewahrte das Kraut vor angezauberter Krankheit, Verhexung und dem Bösen Blick.
- Entzauberung & Seelenreise: Vermutete man, dass die Milch im Stall verhext sei, schlug man mit einem Beifußstängel kräftig hinein. Um bei nächtlichen Seelenreisen geistige Hilfe zu erhalten, legte man das Kraut direkt neben der Schlafstätte aus.
- Riesenstärke & nimmermüde Füße: Der frische Beifuß-Saft sollte große Stärke und Kraft verleihen. In Schwaben glaubte man, dass man Riesenstärke erhält, wenn man sich damit die Arme einreibt. Seinen Namen (Beifuß) verdankt er der alten Überlieferung, dass derjenige niemals müde wird, der sich das Kraut auf Reisen an die Füße bindet. Trug man Beifuß und Eisenkraut gemeinsam bei sich, während die Sonne im Zeichen der Jungfrau stand, sollte ebenfalls jede Müdigkeit fernbleiben.
- Liebeszauber & Orakel: Auch in Herzensdingen war der Beifuß ein treuer Helfer, der Freundschaft und Liebe anziehen sollte. Heiratslustige Frauen trugen immer etwas Beifuß bei sich, und in der Wahrsagerei half er jungen Mädchen dabei, ihren zukünftigen Bräutigam zu erblicken. Man vertraute fest darauf, dass die Pflanze Wunder und Heilung vollbrachte.

Zwischen Wiege & Jenseits: Beifuß in der alten Kräuterkunde
Auch bei körperlichen Leiden und an den großen Schwellen des Lebens wurde im Ahnenwissen fest auf den Beifuß geschworen:
- Bei Zahnschmerzen & Fieber: Plagten jemanden heftige Zahnschmerzen, wurden ihm getrocknete Beifußwurzeln unter das Kopfkissen geschoben. In manchen Regionen diente dieses Kraut unter dem Kissen generell einer raschen Genesung.
- Das Kranken-Orakel: Einem schwer Erkrankten legte man still und heimlich Beifuß unter das Kopfkissen – schlief der Kranke daraufhin sogleich friedlich ein, bedeutete dies, dass er wieder gesund wird; fand er jedoch keinen Schlaf, galt dies als Vorzeichen des nahenden Todes.
- Schutz im Wochenbett: Gebärende Frauen bekamen während der Niederkunft ein kleines Sträußchen Beifuß mit ins Lager gelegt, damit die Geburt schnell und gut über die Bühne ging.
- Geleit ins Jenseits: In alter Zeit wurden Verstorbene gemeinsam mit Beifuß verbrannt, da man wusste, dass die Pflanzenseele den Toten dabei hilft, ihren Weg sicher ins Jenseits zu finden.
Der Johannisgürtel: Brauchtum aus dem alten Böhmen
Aus dem alten Böhmen – dem heutigen Tschechien – ist uns ein besonders reicher Schatz an altem Glauben rund um den Beifuß überliefert:
- Der schützende Johannisgürtel: Am Vorabend des Johannistages umgürtete man sich mit frischem Beifuß. Dieser Johannisgürtel schützte das gesamte Jahr über vor Gespenstern, dunklem Zauber, Unglücksfällen und Krankheit.
- Der Blick durch den Kranz: Während man am Vorabend das Sommersonnenwendfeuer entzündete, wand man Kränze aus Beifuß, blickte durch sie hindurch direkt in die Flammen und setzte sie sich anschließend auf den Kopf. Wer dies tat, sollte im kommenden Jahr weder an Augen- noch an Kopfschmerzen leiden.
- Heilung für das Vieh: Hielt eine Kuh infolge einer Behexung ihre Milch zurück, kochte man einen Sud aus dem getragenen Johannisgürtel und wusch das Tier dreimal damit ab.
- Das Säckchen der Heiligen Rosalie: Am Gedenktag der Heiligen Rosalie (4. September) wurden die Wurzeln des Beifußes gegraben und in ein kleines Leinensäckchen genäht. Wer dieses auf dem Kopf trug, den plagte kein Zahnweh.

Volkstümliche Namen & die Beifuß-Kohle
Im Laufe der Jahrhunderte hat die Landbevölkerung dem Beifuß viele klangvolle Namen gegeben, die von seiner Verwendung im Alltag und im Brauchtum erzählen:
- Sonnenwendkraut & Weiberkraut
- Besenkraut & Fliegenkraut
- Gänsekraut, Gewürzbeifuß & Wilder Wermut
Diese gefundenen Kohlenstücke, botanisch handelt es sich dabei um schwarze, abgestorbene Vorjahreswurzeln des Beifußes, galten als machtvolles Heilmittel gegen allerlei Beschwerden. In ganz Norddeutschland hängte man sich diese Beifuß-Kohle als schützendes Amulett um den Hals, um schweres Fieber abzuwehren.
Das Geheimnis der Mecklenburger Beifuß-Kohle
In Mecklenburg war der alte Glaube tief verwurzelt, dass man an den Wurzeln des Beifußes brennende Kohlen findet, wenn man die Pflanze am Johannistag Punkt 12 Uhr mittags ausgräbt. Dabei war höchste Eile geboten: Sobald die Kirchenglocken die Mittagsstunde schlugen, war auch die geheimnisvolle Kohle wieder verschwunden!
🪔 Auf alten Pfaden weiterwandeln:

Mein neues Buch Pflanzenrauch & Seelentrost ist ein tiefer, wärmender Begleiter für alle, die das Brauchtum des Räucherns in ihren Alltag weben möchten. Wenn der wilde Sommer sich verabschiedet, schenken uns die getrockneten Kräuter, Harze und Hölzer der Natur ihren ganzen Trost und ihre schützende Kraft.
🌿 Pflanzenrauch & Seelenruf: Welche Pflanzenseele begleitet dich?
Wähle dein Anliegen und entdecke das passende Räucherwerk aus dem alten Ahnenwissen
🌿 Acker-Schachtelhalm
Equisetum arvense
Trägt die unbändige Kraft der Urzeit in sich. Sein Rauch schenkt geistige Klarheit, unterstützt beim Loslassen alter Muster und ebnet den Weg für einen geerdeten Neubeginn.
🌿 Beifuß
Artemisia vulgaris
Eines der mächtigsten Sonnwend- und Schutzkräuter unserer Vorfahren. Wehrt im Rauch den Bösen Blick sowie dunkle Einflüsse ab und begleitet sicher durch Schwellenzeiten.
🌿 Beinwell
Symphytum officinale
Vertreibt im alten Glauben Krankheitsdämonen und Unheil. Auf seelischer Ebene löst er emotionale Blockaden sowie Zukunftsängste und stärkt das Vertrauen in den eigenen Weg.
🌿 Bernstein
Succinum (Gold des Meeres)
Das fossile Harz der Urzeitbäume verströmt einen warmen, sonnigen Duft. Als uralter Brennstein hüllt er Haus und Seele in einen goldenen Schutzmantel und hebt das Gemüt.
🌿 Besenheide
Calluna vulgaris
Die genügsame Pflanze der weiten Heidelandschaften hilft uns in Zeiten des Übergangs, Altes in Frieden loszulassen und innere Einkehr zu finden.
🌿 Blutweiderich
Lythrum salicaria
Ein kraftvolles Kraut zur Befriedung nach Streit. Sein Rauch schützt die Schwelle und hilft dabei, verhärtete Fronten zu lösen und Versöhnung zu stiften.
🌿 Borretsch
Borago officinalis
Vertreibt Schwermut aus dem Herzen, schenkt unerschrockenen Lebensmut und öffnet zugleich den feinen Sinn für Hellsicht und geistige Weitsicht.
🌿 Eisenkraut
Verbena officinalis
Das heilige Kraut der Alten klärt Ritualplätze sowie Altäre von fremden Energien und erfüllt den Geist mit Entschlossenheit, Klarheit und neuem Mut.
🌿 Engelwurz
Angelica archangelica
Gilt seit dem Mittelalter als machtvolle Schutzpflanze gegen Seuchen und dunkle Mächte. Ihr würziger Rauch hüllt uns schützend ein und schenkt neue Lebenskraft.
🌿 Erdrauch (Elfenrauch)
Fumaria officinalis
Ein geheimnisvolles Schwellenkraut der Anderswelt. Sein feiner Rauch öffnet die Tore zur Weissagung und begleitet behutsam beim Kontakt mit den Ahnen.
🌿 Fenchel
Foeniculum vulgare
Im alten Brauchtum ein bewährter Wächter gegen Zauberei und unliebsame Einflüsse. Sein warm-würziger Rauch klärt die Atmosphäre und stärkt den eigenen Schutzraum.
🌿 Fichtenharz
Picea abies
Der heimische Waldweihrauch klärt zuverlässig festsitzende, schwere Energien in Wohnräumen, desinfiziert die Luft und bringt tiefe Waldesruhe in den Geist.
🌿 Gänseblümchen
Bellis perennis
Die sanfte Wiesenblume trägt eine stille, tröstliche Seelenkraft in sich. Sie webt zarte Bande der Liebe und schlägt im Rauch eine liebevolle Brücke zu den Seelen der Ahnen.
🌿 Goldrute
Solidago virgaurea
Ihr leuchtendes Sonnengold zieht im Räucherwerk Fülle, Glück und inneren wie äußeren Reichtum an und verbindet unser Herz mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit.
🌿 Gundermann
Glechoma hederacea
Das uralte Zauberkraut der Walpurgisnacht verleiht im Kränzlein wie im Rauch die Gabe, Verborgenes zu erkennen, und wehrt zugleich fremden Schadenzauber ab.
🌿 Günsel
Ajuga reptans
Baut im Rauch einen aufrechten energetischen Schutzschild um uns auf, grenzt uns gesund gegen äußere Einflüsse ab und schenkt wache Klarheit.
🌿 Habichtskraut
Hieracium
Wie das scharfe Auge des Habichts schärft dieses Kraut unsere innere Klarsicht, durchschaut Täuschungen und bannt ungebetene Geister aus dem Raum.
🌿 Heilziest (Betonie)
Betonica officinalis
Eine der wichtigsten Schutz- und Heilpflanzen unserer Vorfahren. Reinigt Haus und Seele, behütet den Schlaf vor schweren Albträumen und bringt uns zurück in unsere Mitte.
🌿 Holunder
Sambucus nigra
Der heilige Hausbaum, in dem die guten Geister wohnen. Während sein Holz im alten Glauben niemals verbrannt werden durfte, segnen und schützen seine Blüten Haus und Hof.
🌿 Hopfen (Wilder)
Humulus lupulus
Wenn das Gedankenkarussell nicht stillstehen will, hüllt der Rauch der Hopfendolden das Gemüt in friedvolle Ruhe und ebnet den Weg in einen erholsamen Schlaf.
🌿 Huflattich
Tussilago farfara
Der erste goldene Frühlingsbote lässt uns wieder frei durchatmen. Sein milder Rauch klärt vernebelte Gedanken und holt uns sanft zurück auf den Boden der Tatsachen.
🌿 Johanniskraut
Hypericum perforatum
Trägt die gebündelte Kraft der Sommersonnenwende in sich. Vertreibt als „Jageteufel“ dunkle Schatten sowie Schwermut und wehrt fremde Übergriffe kraftvoll ab.
🌿 Kamille
Matricaria chamomilla
Die mütterliche Lichtpflanze glättet aufgewühlte Wogen nach Sorgen oder Ärger, schenkt Geborgenheit und legt einen milden Schutz um das eigene Heim.
🌿 Kornblume
Centaurea cyanus
Ihre himmelblauen Blüten schenken im Räucherwerk einen klaren Geist und bewahren im alten Glauben vor Verzauberung, bösen Worten und dem Beschreien.
🌿 Lärchenharz & Nadeln
Larix decidua
Als einziger Nadelbaum, der im Herbst sein Kleid abwirft, lehrt uns die Lärche den Mut zur Wandlung. Ihr Harz und ihre Nadeln schützen und begleiten jeden Neuanfang.
🌿 Lavendel
Lavandula angustifolia
Sein klarer, blumiger Rauch reinigt die Raumatmosphäre bis in die feinsten Winkel, besänftigt überreizte Nerven und schenkt friedvolle Gelassenheit.
🌿 Lebensbaum
Thuja
Schon in der Antike als duftendes Opferholz geschätzt. Sein würziger Rauch reinigt intensiv und verankert uns wieder tief und sicher in unserer Erdung.
🌿 Leinkraut
Linaria vulgaris
Ein traditionsreiches Beruf- und Beschreikraut im alten Ahnenwissen. Es wehrt neidische Blicke, Missgunst sowie Schadenswünsche ab und schützt den eigenen Lebensfaden.
🌿 Lorbeerblätter
Laurus nobilis
Die heilige Pflanze der Seherinnen öffnet im abendlichen Rauch das Tor zu den Traumpfaden, fördert prophetische Wahrträume und klärt die Intuition.
🌿 Löwenzahn
Taraxacum officinale
So wie der Löwenzahn selbst härtesten Asphalt durchbricht, schenkt sein Räucherwerk unbändige Lebenskraft, frische Energie für einen Neubeginn und wache Orakel-Impulse.
🌿 Mädesüß
Filipendula ulmaria
Der honigsüße Duft des alten Druidenkrauts erwärmt das Herz, löst starre Traurigkeit auf und lädt unbeschwerte Fröhlichkeit und Heiterkeit in die Räume ein.
🌿 Meisterwurz
Peucedanum ostruthium
Die Königin der Bergwurzeln gehört zu den stärksten Schutz- und Bannpflanzen für Haus und Hof. Ihr feuriger Rauch treibt alles Fremde und Feindselige kompromisslos aus.
🌿 Minze
Mentha × piperita
Wie ein frischer Sommerwind fegt der Minzrauch stickige, verbrauchte Energien hinweg, erfrischt Geist und Gemüt und zieht eine klare Schutzgrenze.
🌿 Moos
Bryophyta
Bettet die wunde Seele wie auf einem weichen Waldboden. Moos schenkt stillen Trost, stärkt den familiären Zusammenhalt und nährt leise Zuversicht und Glück.
🌿 Odermennig
Agrimonia eupatoria
Im alten Glauben ein unbestechlicher Wächter, der dunkle Verwünschungen, das Beschreien und schwarze Magie abwehrt und postwendend zum Absender zurückschickt.
🌿 Rainfarn
Tanacetum vulgare
Hilft allen, die sich im Alltag schnell von anderen ausgesaugt fühlen. Rainfarn zieht im Rauch eine unüberwindbare Grenze gegen Energievampire und fremde Vereinnahmung.
🌿 Ringelblume
Calendula officinalis
Ihre leuchtenden Blüten bringen Sonnenwärme in Herz und Haus, stärken liebevolle Verbindungen, schützen die Aura und fördern nachts lichtvolle Klarträume.
🌿 Rosmarin
Rosmarinus officinalis
Als traditionelles Kraut der Übergänge (von der Hochzeit bis zum Abschied) hilft der Rosmarin beim beherzten Loslassen des Vergangenen und segnet jeden Neuanfang.
🌿 Rosskastanie
Aesculus hippocastanum
Wie ihre stachelige Fruchthülle den edlen Kern bewahrt, so hütet die Rosskastanie im Räucherwerk unsere eigene Seelenkraft vor Energieräubern und unguten Einflüssen.
🌿 Schafgarbe
Achillea millefolium
Eine uralte Orakel- und Heilpflanze. Ihr aromatischer Rauch klärt die Räume, stärkt das eigene Bauchgefühl und öffnet den Blick für zukünftige Entwicklungen.
🌿 Stechpalme (Hülse)
Ilex aquifolium
Der immergrüne Wächter des Winters wehrt im alten Glauben den nächtlichen Alb sowie böse Geister ab und schenkt uns in stürmischen Zeiten unerschütterliche Erdung.
🌿 Steinklee (Honigklee)
Melilotus officinalis
Sein warmer, nach frischem Heu und Honig duftender Rauch besänftigt das Gemüt für einen süßen Schlaf und schirmt das Haus sanft gegen Missgunst und Neid ab.
🌿 Tabak
Nicotiana rustica / tabacum
Als ehrwürdige Ritualpflanze trägt der Tabak unsere Gebete und unseren Dank hinauf in die geistige Welt und ehrt die Natur- und Ahnengeister als edle Opfergabe.
🌿 Taubnessel
Lamium
Die sanfte Schwester der Brennnessel klärt auf milde, aber beständige Weise die Energien im Haus, harmonisiert das Miteinander und hütet den Hausfrieden.
🌿 Tausendgüldenkraut
Centaurium erythraea
Ein kostbares Kraut, wenn wir uns im Leben verrannt haben: Es bewahrt vor falschen Pfaden und Irrwegen, stärkt die gesunde Abgrenzung und gewährt alten Schutz.
🌿 Veilchen (Märzveilchen)
Viola odorata
Sein betörend zarter Frühlingsduft öffnet das Herz für stilles, inneres Glück, tröstet in einsamen Stunden und begleitet uns behutsam auf meditativen Seelenreisen.
🌿 Wacholder
Juniperus communis
*„Vor dem Holunder sollst du den Hut ziehen, vor dem Wacholder das Knie beugen.“* Eine der mächtigsten heimischen Räucherpflanzen zur gründlichen Reinigung und Abwehr aller Übel.
🌿 Waldmeister
Galium odoratum
Sein lieblicher Duft nach Wald und frischem Heu vertreibt Unruhe sowie böse Geister, lädt zur friedvollen Einkehr ein und hütet den erholsamen Schlaf.
🌿 Wasserdost
Eupatorium cannabinum
Ein kraftvolles Ritual- und Donnerkraut, das uns unter den wohlwollenden Schutz der Ahnen stellt, aufgewühlte Energien klärt und für tiefe Erdung sorgt.
🌿 Weinraute
Ruta graveolens
Seit der Antike das berühmteste Schutzkraut gegen den Bösen Blick, Neid und feindliche Hexerei. Zugleich ein altes Schwellen- und Totenkraut für den Schutz der Seele.
🌿 Weißdorn
Crataegus
Der dornige Hüter der Hecken und Feenreiche bildet im Rauch einen undurchdringlichen Schutzwall gegen Dämonen, erdet das Herz und behütet die Nachtruhe.
🌿 Wermut
Artemisia absinthium
Sein herber, kräftiger Rauch durchschneidet schwere Melancholie sowie trübe Gedanken und wehrt im alten Brauchtum den Bösen Blick und Schadenzauber ab.
🌿 Wilde Malve
Malva sylvestris
Besonders zur Vollmondzeit geerntet, entfaltet die Wilde Malve im Räucherwerk eine einhüllende Kraft, die unsere innere Stärke nährt und den Zusammenhalt schützt.
🌿 Zimt
Cinnamomum verum
Die feurig-süße Rinde wendet im Räucherwerk hartnäckige Pechsträhnen ab, bringt stagnierende Energien wieder in Fluss und entfacht Wärme und Liebe.
🌿 Zitronenblätter, Fichtenharz & Rose
Klärende Räuchermischung
Eine harmonische Dreifaltigkeit im Räuchergefäß: Während Fichtenharz und Zitronenblätter tiefgreifend klären und erfrischen, hüllt die Rose den Raum in sanfte Liebe.
🌿 Zitronenmelisse
Melissa officinalis
Das sonnige Bienenkraut tröstet das traurige Herz wie eine gute Freundin, lindert Kummer und segnet aufrichtige Freundschaften und ein liebevolles Miteinander.


