Sammelrituale von Heilkräutern zu keltischer Zeit | Altes Wissen

Sammelritual von Heilkräuter
Heiliger Hain | ©katuschka

Sammelrituale von Heilkräutern war den Kelten nicht unbekannt. Die Kelten glaubten ganz fest daran, das man ihre Heilkräuter nur unter bestimmten Voraussetzungen sammeln darf. Eine Voraussetzung war der Stand des Mondes und der Sterne, weil sie Einfluss auf die Qualität der Heilkräuter haben sollen. Die Heilkräuter wurden am frühen Abend gesammelt und Giftpflanzen am späten Abend oder auch zur Mitternacht. Bei Voll- und Neumond wurden bei den Kelten keine Heilkräuter gesammelt, ausser der Bärlapp.

Die Zahl Neun war magisch und so wurden die Heilkräuter auch immer in einer Neunerzahl gesammelt und auch zubereitet. Daher kommt auch unsere heutige Neunkräutersuppe, die den Kelten und Germanen nach den langen Wintermonaten Kraft und Energie gespendet hat. Bei den Germanen sass Odin neun Tage auf der Weltenesche, um die Weisheit der Menschen zu empfangen.

Um sich der Pflanze zu nähern, dürfte sich nicht umgeschaut und auch nicht gesprochen werden. Man ging von Westen aus, auf die Pflanze zu und pflückte sie nur mit der linken Hand. Es wurde nackt und mit einer Körperbemalung gesammelt.

Die Druiden gruben die Heilkräuter mit Hirschgeweihen aus. Um sie abzuschneiden wurden scharfe Flintsteine verwendet. Tannenzapfen und Nüsse waren besonders heilig. So mancher Druidenstab wurde mit ihnen geschmückt.

Die Druiden beschwörten die Sonnwendfeuer, in dem sie Blitze mit den Bärlappsporen erzeugten. Für diese Blitze gebraucht man den Sporenstaub des Bärlapps, da dieser leicht entzündlich ist. Weil es der Kirche zu damaliger Zeit unheimlich war, wie Druiden Lichtblitze erzeugten, nannten sie die Bärlappsporen Hexenmehl. Den Kelten war diese Pflanze so heilig, dass sie eigens eine Sammelritual von Bärlapp hatten. Der Tannenbärlapp war sehr angesehen bei den Druiden und wurde von ihnen bei der Behandlung aller Krankheiten der Augen gebraucht. Wie die Leimmistel wurde er mit großer Sorgfalt gesammelt; kein eisernes Gerät durfte ihn berühren, auch die bloße Hand war dieser
Ehre unwürdig, eine besondere Umhüllung, ein „Sagus“ wurde mit der rechten Hand angewendet. Diese Bekleidung musste geweiht und von einer geheiligten Persönlichkeit heimlich mit der linken Hand entgegengenommen werden. Er durfte nur von einem weiss gekleideten Druiden mit entblössten Füßen gesammelt werden, die in klarem Wasser gewaschen sein mussten. Ehe dieser die Pflanze sammelte, musste er ein Opfer von Brot und Wein darbringen, dann wurde die Pflanze, von dem Orte, wo sie wuchs, in einem neuen reinen Tuch weggetragen. Die Pflanze wurde auch als Talisman angesehen, welcher den Besitzer gegen allen Schaden schützen konnte.


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