Wie man Fichtenharz reinigen kann | Altes Wissen

Fichtenharz
Fichtenharz | ©CG

Fichtenharz reinigen ist ganz leicht. Dieses Harz ist der Weihrauch der unserer deutschen Wälder. Wer schon einmal Fichtenharz gesammelt hat, weiss wie verunreinigt es ist. Ich habe teilweise kleine Insekten und Pflanzenteile im Harz. Diese Pflanzenteile stören mich nicht weiter bei einem Räucherwerk, aber die Insekten schon, und wenn man das Harz für eine Salbe verarbeiten möchte, sollte es schon gereinigt sein. Gereinigtes und geklärtes Fichtenharz wird auch Burgunderharz genannt. Ihr könnt für diese Methode, aber auch jedes andere Harz von Bäumen nehmen.

Was braucht man für eine Fichtenharz-Reinigung?

Für die Reinigung des Fichtenharz braucht ihr einen grösseren Stein, eine alte Konservendosen (leer versteht sich), Socken aus Wolle (ersatzweise Gaze), Schöpfkelle, kleine Seile, Handschuhe und eine Schüssel. Verwendet bitte nur Gegenstände, die ihr danach nicht mehr braucht oder wenn ihr es öfters machen wollt, dass ihr die Gegenstände nur noch dafür verwendet, weil es doch schon eine Riesensauerei ist, Harze zu reinigen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, nimmt bitte Handschuhe, weil das Harz sehr heiss wird und höllisch auf der Haut brennt. Bitte seid vorsichtig.

Wie wird Harz gereinigt?

Zuerst macht ihr draussen ein Feuer oder ihr nehmt drinnen euren Herd. Euer gesammeltes Fichtenharz steckt ihr in die Wollsocke oder in die Gaze, und verstaut noch den Stein darin. Nun wird alles mit den kleinen Seilen zugebunden. Die Konservendose oder einen alten Kochtopf füllt ihr mit Wasser und bringt es zum Kochen. Wenn es kocht, legt ihr vorsichtig die Wollsocke (Gaze), samt dem Harz in das kochende Wasser. Der Stein in der Socke ist dafür da, dass die Socke nicht oben schwimmt. Nun werdet ihr nach einer Weile sehen, dass sich das Fichtenharz aus der Socke löst und oben an der Wasseroberfläche schwimmt. Indessen füllt ihr kaltes Wasser in eine Schüssel. Das oben schwimmende Harz schöpft ihr nun mit der Kelle ab und giesst es gleich ins kalte Wasser. Das Harz wird sofort hart werden und ihr könnt nun daraus Bällchen oder auch Stücke formen. Ihr solltet es nun aushärten lassen, damit es nicht mehr einander klebt. Eine gute Trocknung von Räucherharzen dauert Jahre, damit sie ihren Eigenschaften fürs Räuchern entfalten.

 


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