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Der Feuerbaum der Druiden: Licht und Fruchtbarkeit
Die Kiefer (Pinus sylvestris) war einer mit der ersten Bäume, die hier bei uns, nach der Eiszeit, wieder heimisch wurden.
Der Blütenstaub, den die Kiefer im Frühjahr ausschüttet, ist leicht entzündlich und wurde schon von den keltischen Druiden für den Feuerzauber verwendet. Man kann es vergleichen mit dem Hexenmehl (Bärlapp). Darum wurde sie zu keltischen Zeiten auch Feuerbaum genannt. Für die Kelten war es der Baum der schöpferischen Arbeit und der Fruchtbarkeit.
Im Mittelalter wurden die Hölzer der Kiefern genommen, um Kienspäne zu fertigen. Damit erleuchteten sie ihre Häuser. Das Harz wurde für Fackeln verwendet.
Schutz vor Krankheit und Müdigkeit: Alte Überlieferungen
- Belebung: Bei Müdigkeit presste man seine Finger an einen Kiefernzapfen. Dadurch sollte der Körper belebt werden.
- Mut: Um Mut zu erhalten, soll man Kiefernholzstückchen (Kienspan) bei sich tragen.
- Krankheitsschutz: Es wurden auch Kiefernzweige am Kopfende angebracht. Die Schlafenden wurden so vor Krankheit beschützt.
- Haussegen: Ein Kranz aus Kiefernzweigen an der Haustür versperrte negativen Energien den Weg ins Haus.

Rauch der Stärke: Schutzschild für die Seele
Schon unsere Vorfahren räucherten mit der Kiefer, gerade was das Harz betrifft, bei magischen Handlungen und gegen negative Fremdeinflüsse. Später, um Hexen auf Abstand zu halten. Heutzutage könnte man es vergleichen mit Menschen, die es nicht gut mit uns meinen.
Die Pflanzenseele legt ihren Schutz um uns und unsere Seele, dass wir geschützt vor diesen Energien sind.
Wirkung auf den Geist:
- Widerstandskraft: Dieses Räucherwerk stärkt uns und gibt Kraft, um uns innerlich zu wehren und mit klaren Gedanken auf die Angelegenheit zu schauen.
- Nerven: Die Kraft spüren wir daher, dass unsere Nerven ruhiger werden und entspannter.
- Aufrichtung: Bei depressiven Phasen in unserem Leben hilft uns die Pflanzenseele der Kiefer, wieder auf die Beine zu kommen.
- Wahrheit: Es reinigt unsere Gedanken und bringt uns auf den Boden der Wahrheit zurück. Es schenkt uns Ruhe und inneren Frieden, welches für ein glückliches Leben sehr wichtig ist.
Kiefernharz ist viel seltener als Fichtenharz.
Zapfen und Harz: Das Gold des Waldes ernten
Wenn ihr mit der Kiefer räuchern wollt, könnt ihr das Holz, Harz, geschlossene grüne oder braune Zapfen und Kieferntriebe nehmen.
Sicherheitshinweis: Es sollte alles gut zerkleinert werden, weil alle getrockneten Teile von Nadelbäumen in Flammen aufgehen können. Bitte vorsichtig sein, wenn ihr getrocknete Materialien von Nadelbäumen in einer Räucherung hinzufügt.
Der Trick mit den Zapfen: Geschlossene Zapfen schneidet ihr in Ringe oder zerkleinert sie. In ihnen sitzt das reine Harz, das die darin liegenden Sämlinge schützt. Wenn ihr einen Zapfenring oder ein Stück auf eure Kohle legt, bricht das reine Harz heraus und duftet wunderschön. Ich trockne sie nicht vorher, weil sie dann nicht so schnell in Brand geraten.
Mischungen und Ritual: Die Kiefer mischt sich wunderbar mit Hagebutten, Moos, Lebensbaum und Schwarzdornholz zu einem magischen Räucherwerk. Diese Räucherung duftet sehr erdig und waldig. Daher kann sie gut bei Räucherzeremonien in der Natur verwendet werden.
Es ist ein sehr „schweres“ Räucherwerk, daher sollte kein normaler Sand als Unterlage, sondern Walderde genommen werden.


