Die Moschusmalve ist ein wenig schwächer in ihren Wirkungen, als ihre anderen Vertreter, wie z. B. die Wegmalve. Daher kann man sie gut als Ersatz nehmen. Sie ist eine wertvolle Honigpflanze. Im Mittelalter war die Moschusmalve hoch angesehen und fand sehr oft Verwendung. Ihre Hauptanwendung findet sie gegen trockenen Reizhusten, Bronchitis und allgemeinen Erkältungskrankheiten. Ihre Haupt-Eigenschaften sind hustenstillend, reizmindernd und entzündungshemmend.

moschusmalve

(Moschusmalve)

Andere Namen:

Indische Malve,  Abelmoschus

Volksheilkunde:

Katarrh, Angina, Magenentzündungen, Darmentzündungen, Reizhusten, Geschwüren, Entzündungen, Furunkeln, Hautausschlägen, Drüsenschwellungen, Bronchitis, Husten, Halsinfektionen, Asthma, Emphysem und Gastritis, Ekzemen, Insektenstichen, Erkältungen und Abszessen

Eigenschaften:

leicht abführend, zusammenziehend, schleimlösend, entzündungshemmend, heilungsfördernd, wundheilend, reizmindernd

Inhaltsstoffe:

Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Malvin, ätherische Öle, Farbstoffe

Verwendung:

Blätter, Blüten, Samen, Wurzeln

Darreichungsform:

Tee, Bäder, Waschungen, Umschläge, Gurgelwasser, Salben

Vorkommen:

Wegränder, Gärten, Wege

Blütezeit:

Juni-August

Sammelzeit:

Juni-August (Blüten)

Juni-September (Blätter)

September-Oktober (Wurzeln u. Samen)

Verwechslung mit anderen Pflanzen:

Mit der Rosenmalve

Naturschutz:

Nicht geschützt

 

moschusmalve

Moschusmalve

Anbau:

Die Moschusmalve ist eine winterharte Zierpflanze und sie liebt einen gut entwässerten, kargen Boden. Sie ist sehr blühfreudig und ihre zahlreichen Blüten erscheinen von Juni bis in den September hinein. Die Moschusmalve bevorzugt Sonnenplätze aber auch den Halbschatten. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr oder im Herbst. Sie gehört zu den Neopythen, die vom Mensch angebaut wurde. In alten Gärten und neu angelegten Bauerngärten sollte sie nicht fehlen. Eine ziemlich problemlose Pflanze; ausser das auch sie vom Malvenrost befallen werden kann.

Ernte & Trocknung:

Geerntet werden die Blätter und Blüten im Sommer von Juni – Oktober. Am besten an einem sonnigen und warmen Tag. Blütenblätter werden von ihrem Kelch befreit und schonend in dünnen Schichten getrocknet. Nach der Blütezeit entwickeln sich die Samen, die ab dann gesammelt werden können.

Geschmack & Geruch:

schleimig & geruchlos (ihre Blüten sollen leicht nach Moschus riechen, was ich selber nicht bestätigen kann)

Verwendung in der Küche/Haushalt/Kosmetik/Tierhaltung:

Die Blätter der Moschusmalve können wie Spinat gekochen werden, aber auch in Suppen. Die kleinen Früchte werden wie Kapern in Essig eingelegt. Aus den Wurzeln kann eine schonende Haarspülung zubereitet werden. Die Samen können roh verzehrt und in Salten beigefügt werden. Eine gesunde kost, weil die Samen genauso wie die Blätter gesundheitsförderlich sind. Sie haben einen nussigen Geschmack.

Tee ~ Zubereitung:

  • 2 TL getrocknete Moschusmalvenblätter und Blüten
  • 1 Tasse Wasser

Das kochende Wasser über das Kraut giessen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Vielleicht ein wenig mit Honig süssen. Dieser Tee wird bei Magenproblemen und bei Husten getrunken. Er kann auch als Kaltansatz zubereitet werden, damit die Schleimstoffe nicht so stark zerstört werden. Dazu nehmt ihr 2 Esslöffel getrocknete Moschusmalvenblätter und Blüten und füllt sie in eine Teekanne. Gut 1/4 Liter kaltes Wasser hinzugeben und für ca. 30 Minuten ziehen lassen und zwischendurch umrühren. Diesen Kaltauszug abfiltern und dann schlückchenweise kalt oder erwärmt trinken. Nach Belieben könnt ihr den Tee süssen. Ihr könnt auch dem Malventee Spitzwegerich hinzufügen. Hier kommt ihr zum Rezept.

Moschusmalvenblüten~Wein:

Um einen Wein aus den Blüten der Moschusmalve herzustellen, benötigt ihr 70 g Moschusmalvenblüten die ihr mit ca. 1 Liter Weisswein übergiesst. Bei Zimmertemperatur für 14 Tage stehen lassen. Dieser Moschusmalven~Wein kann genauso wie der Tee bei Magenbeschwerden und Reizhusten getrunken werden. Dafür können bis zu 3 Esslöffel täglich eingenommen werden.

Räucheranwendung & Aberglauben:

Eine Malven-Räucherung wurde im Mittelalter bei schweren Geburten verräuchert und das die neugeborenen Kinder gesund bleiben.

Malven wurden Frauen ins Geburtsstroh gelegt, damit die Geburt schneller und problemloser ging.

Nebenwirkungen:

Soweit keine bekannt. Malvenzubereitungen können aber Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen, darum bitte vorher einen Arzt oder in der Apotheke nachfragen. Durch ihre beruhigende Wirkung ist es nicht ratsam bei einer Verschleimung der Atemwege die Moschusmalve einzunehmen, weil sie das Abhusten mindert, was bei einer Verschleimung nicht gut ist.

(Moschusmalve)

(Moschusmalve)


Wenn euch dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich um einen „Energieausgleich“ sehr freuen.
Celticgarden unterstützen:


7 Gedanken zu „Moschusmalve – Eine alte vergessene Heilpflanze

Kommentar verfassen