Fichtenharz – Natur-Kaugummi aus dem Wald

Fichtenharz ist der Favorit unter den Natur-Kaugummis. Fichtenharz oder auch Kaupech genannt hat eine lange Tradition unter den Holzfällern und auch in der Volksheilkunde. Es wird diesem Harz eine wohltuende und desinfizierende Wirkung auf das Zahnfleisch und die Zähne nachgesagt. Wenn wir im Wald sind, suchen wir uns immer Fichtenharz und kauen es so lange bis wir wieder Zuhause sind. Es erfrischt den ganzen Mundraum und verbessert auch den Atem. Das Fichtenharz, das ihr dafür nehmen könnt, muss von rötlich-goldener Farbe und recht hart sein. In diesem Zustand ist das Terpentin nicht mehr in reichlicher Form vorhanden. Im Mund zerkaut, nimmt es dann eine rötlich-lilablaue Farbe an. Bitte kein flüssiges Harz in den Mund stecken, weil zuviel Terpentin noch drin steckt und sehr intensiv dadurch schmeckt was nicht jedermanns Sache ist. Wenn ihr es euch in den Mund steckt, schmeckt es sehr bitter, aber schon bei den ersten Kaubewegungen, geht dieser bittere Terpentingeschmack weg und das Harz bekommt eine Konsistenz wie ein Kaugummi. Wenn es euch bei den ersten Kaubewegungen zu bitter ist, spuckt ihr die ersten Speichelansammlungen einfach aus.


Wenn man das Kaupech aus dem Mund nimmt, wird es gleich wieder hart und ihr könnt es jederzeit verstauen und wieder in den Mund stecken. So habt ihr für den Tag ein Dauer-Kaugummi. Eine antibakterielle Eigenschaft wird ihm auch nachgesagt. Natürlicher geht es nicht, um einen Kaugummi immer griffbereit zu haben. Es soll sehr alte Harzfunde geben, wo Abdrücke von Zähnen vorhanden sein sollen. Dieser „Wald-Kaugummi“ reinigt sogar die Zähne und entfernt Zahnbelag und soll sie weisser machen. Bei Zahnprothesenträgern ist aber ein wenig Vorsicht geboten, weil es verkleben kann.

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Wer sich mehr über die „Waldapotheke“ informieren möchte dem kann ich folgende Bücher empfehlen.

 


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