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Der Mais | Anbau und Verwendung | Selbstversorgung

    Der Mais in der Heilkunde

    Mais wurde im 16. Jahrhundert von Columbus nach Europa eingeführt. Tropische Maissorten erhalten in den Griffeln ein Betäubungs- und Berauschungsmittel, daher kommt auch die Legende das man getrocknete Maisgriffel rauchen sollte, um sich zu berauschen. Dafür eignen sich, wie schon oben geschrieben, nur die tropischen Maissorten. Als der Mais damals zu uns rüber kam, wurde er in erster Linie für die Viehfütterung angebaut. Erst später kamen gezüchtete Sorten hinzu, die für die Nahrung der Menschen gedacht waren. Die erste botanische Erwähnung der Maispflanze kann im Kräuterbuch des Hieronymus Bock nachgelesen werden. Schon vorüber 4000 Jahren haben die Mayas in Südamerika über 80 verschiedene Sorten Mais gezüchtet. Diese Pflanze war ihre Grundernährung.

    Botanischer Name

    Zea mays

    Volkstümliche Namen

    Zuckermais, Futtermais, Türkischer Weizen

    Hauptanwendung

    Blasenentzündung und Bluthochdruck

    Volksheilkunde

    Übergewicht, Diabetes, Rheuma, Blasenbeschwerden, hoher Cholesterinspiegel, Entzündungen, Harnröhrenentzündung, Prostataentzündung, Bettnässen, Harnsteine, Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck

    Eigenschaften

    Harntreibend, herzmuskelanregend, galletreibend, lindernd, blutzuckersenkend, blutdrucksenkend, blutreinigend, glutenfrei, cholesterinsenkend

    Inhaltsstoffe

    Fettes Öl, Vitamine, Gerbstoffe, Kohlenhydrate, Saponine, ätherische Öle

    Verwendete Pflanzenteile

    Maiskolben, Griffel

    Darreichungsform

    Tee, Öl (Maiskeimöl)

    Tee-Zubereitung

    • 2 Teelöffel Maisgriffel
    • 1 Tasse Wasser (250 ml)

    Das nicht mehr kochende Wasser über die Griffel giessen und ca. 10 bis 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abfiltern. Wer mag kann mit Honig oder Stevia süssen. Gegen Bluthochdruck oder Blasenentzündung, werden von diesem Maisgriffel-Tee zwei Tassen täglich davon getrunken.

    Nebenwirkungen

    Gelegentlich kann Mais Allergien auslösen. Was aber sehr selten ist. Dieser Artikel ersetzt den Gang zu einem Arzt oder Heilpraktiker nicht. Bitte auch meinen Hinweis vor einer möglichen Anwendung lesen!

     

    Maisgriffel

    Maishaar | ©Anna Armbrust-pixabay.com

    Der Mais in der Natur

    Vorkommen

    Kultiviert in Gärten oder Äckern

    Blütezeit

    Juli-September

    Verwechslung mit anderen Pflanzen

    Diese Pflanze kann nicht verwechselt werden. Eventuell im jungen Stadion mit Schilf und anderen Gräsern.

    Rote Liste & Insektenwelt

    Nicht geschützt. Zum Mais und Insekten kann ich leider nichts schreiben, weil ich noch nie ein Insekt an der Pflanze gesehen habe, ausser vielleicht Spinnen, die versuchen in den Kolben zu kommen.

    Der Mais in der Kultur

    Anbau im Naturgarten und Balkon

    Der Mais ist eine halbwinterharte Nutzpflanze.  Sie liebt die volle Sonne. Der Mais wird durch den Wind befruchtet. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr. Die Pflanze ist einjährig und wird jedes Jahr neu ausgesät. Die Maispflanze gehört zu den Süssgräsern und ist angepflanzt im Garten ein sehr schöner Blickfang. Diese Pflanze ist ganz leicht zu kultivieren. Übern den Mais gibt es nicht viel zu schreiben, weil er wirklich sehr leicht zu kultivieren ist. Es gibt auch sehr viele bunte Sorten, die sehr schön aussehen.

    Die Maispflanze gehört in das Drei-Schwestern-Beet. Es wird auch Milpa-Beet genannt und soll wohl aus Südamerika kommen. In diesem Beet wachsen Mais, Kürbis und Bohnen in einer Mischkultur zusammen und unterstützen sich so dadurch. Man soll mit diesem Anbau beste Ernte erzielen.

    Der Kürbis bedeckt mit seinen grossen Blättern den Erdboden und hält so die Feuchtigkeit. Der Mais dient als Kletterhilfe der Bohnen. Bohnen versorgen den Boden mit Stickstoff.

     

    Bunter Mais

    Bunter Mais | Larry White-pixabay.com

    Sammelzeit

    Juli-September (Maisgriffel)

    September-Oktober (Maiskolben)

    Ernte & Trocknung

    Das Maishaar (Griffel) werden im Sommer bis Herbst, vor dem weiss werden der Fasern, geerntet. Die Griffel werden nach dem Sammeln an gut durchlüfteten Stellen getrocknet.

    Geschmack & Geruch

    Süsslich & geruchlos

    Verwendung in der… 

    …Küche

    Am bekanntesten ist wohl Popcorn aus den Maiskörnern. Aber auch Maismehl, Tortillas, Maisgriess und Glukosesirup. Seine Nahrhaftigkeit besteht aus dem hohen Stärkegehalt und hohen Vitamin B Gehalt. Umso länger der Maiskolben gelagert wird, umso mehliger wird er, weil er aus dem Zuckeranteil Stärke bildet. Daher schmeckt gelagerter Mais nach einer Zeit nicht mehr so süss. Mais ist glutenfrei und wird darum gerne in der glutenfreien Ernährung genommen. Frische Maiskolben können in Salzwasser gekocht und später mit zerlassener Butter verzehrt werden. Cornflakes sind zerdrückte Maiskörner die bei 70° C getrocknet werden und danach in Malzsirup gekocht werden. Maiskeimöl wird in der cholesterinarmen Ernährung gerne verwendet.

    …Tierhaltung

    Mais ist bei uns heutzutage nicht mehr aus der Tierhaltung wegzudenken. Er ergibt eine gute Futterpflanze. Unsere Hühner sind ganz wild auf frischen Mais.

     

    Der Mais

    Maiskörner | ©Coulour-pixabay.com

    Der Mais in der Volksmagie

    Räuchern mit Maisgriffel

    Eine Maisgriffel-Räucherung wird dann verräuchert, um Ruhe zu bewahren. Manchmal sind wir sehr rastlos und bekommen dadurch keine klaren Gedanken, wenn es um ein Thema geht, das uns sehr im inneren berührt. Durch dieses Räucherwerk bewahren wir Ruhe, klären unseren Geist und konzentrieren uns auf das Wesentliche.

    Magische Eigenschaften

    Weissagend, schützend, glückbringend, klärend

    Magische Sammelzeit

    Seine Sammelzeit ist zu der Herbst-Tagundnachtgleiche.

    Element

    Sein Element ist die Erde.

    Volksglauben

    Getrocknete Maiskörner bewahren vor Wiedergänger. Maiskörner wurden auch in die Wiege gelegt, um negative Energien abzuwenden. Maiskolben kann man dekorativ ins Haus hängen oder legen, sie ziehen das Glück ins Haus.

    Ein schönes Orakel mit Maiskörner wird am Heiligen Abend vorbereitet, in dem man eine ungerade Zahl wie die 7 oder die 9 an Maiskörner in die Erde steckt und dann auf den Ofen stellt und bis zum Ende der Rauhnächte. Wenn bis dahin die Körner gekeimt haben, wird ein gutes Maisjahr.

     

     


    Wenn dir mein Artikel gefallen hat und du mein Projekt Celticgarden unterstützen möchtest, würde ich mich um einen “Energieausgleich” sehr freuen. Ich bedanke mich im voraus!

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