Brauchtum zu den Rauhnächten Anno 1600

rauchnächte

Ich sage lieber Rauchnächte, weil es authentischer ist. In diesen berühmten 12. Nächten wurde sehr viel geräuchert, um Geister, Hexen und Dämonen von Haus und Hof fernzuhalten. In manchen Gegenden von Deutschland heissen sie auch Raunnächte, Raubnächte oder eben Rauhnächte. In diesen Nächten flog die germanische Frau Holle mit ihrem wilden Heer durch die Lüfte.

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Frau Holle mit ihrem wilden Heer

Bei meinem Herumstöbern in alten Büchern aus dem 1400 – 1700 Jahrhundert ist mir dieser Brauchtum für die Rauchnächte unter die Finger gekommen. Ich möchte ihn euch nicht vorenthalten, weil ich gerade die alten Überlieferungen bevorzuge. Dieser Brauchtum ist christlich angehaucht, aber wie wir ja alle wissen hat das Christentum alles von den heidnischen Bräuchen abgekupfert oder gleich christianisiert

Am 25. Dezember werden Weihrauch, Holz von einem Schlehenstrauch und die zu Ostern geweihten Kräuter in einer Räucherpfanne verräuchert. Angefangen wird in den Ställen des Viehs und dann geht man mit der Räucherpfanne Raum für Raum durch das Haus.

Wenn die Räucherung vollzogen ist, wird ins Bett gegangen, aber vorher sollte ein Kreuz mit dem linken Fuss auf dem Boden symbolisch gezeichnet werden, damit sich in der Nacht keine Hexe oder Nachtmahr an das Bett heranschleichen kann.

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Die Rauchnächte nach Alfred Kubin

Ich wünsche euch schöne Rauchnächte,

Eure Katuschka


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