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Das Fundament des Universums: Uraltes Wissen
Hinter den vier Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser steht ein uraltes Wissen aus der Überlieferung. Bereits im Orient, in Ägypten und bei den Griechen waren diese Elemente sehr wichtig. Hinzu kommen zu den vier Elementen ihre jeweiligen Elementargeister, wie die Natur-, Luft-, Wasser- und Feuergeister, die meistens einen großen Stellenwert bei der Anrufung der Elemente besitzen.
Auch unsere Urahnen kannten die 4 Elemente, die zwar keine Götter darstellten, aber sie wurden einer Gottheit unterstellt; darum wurden sie niemals entehrt und mit Schande besudelt. Sie wurden als heilend und reinigend angesehen. Diese vier Elemente sind das Fundament des Universums. Alles, was es auf der Welt gibt, trägt alle oder einzelne Elemente in sich, als Energie.
Opfergaben der Ahnen: Die Fütterung der Elemente
„Fütterung“ in diesem Sinne ist ein alter Ausdruck von Opferspeisen der vier Elemente. Es sollen laut meines Wissens vorchristliche Opferrituale sein, um Schutz oder Abwehr zu erlangen.
In der Winterzeit wurden die 4 Elemente „gefüttert“:
- Zum Beispiel wurde Mehl in die Luft geworfen,
- etwas in der Erde vergraben
- oder etwas in Feuer oder Wasser geworfen.
Auf diese Art und Weise bekam man den höchsten Schutz oder die höchste Abwehr, gerade was die Menschen von damals bewegte. Auch an Sonnwendtagen wurden diese Rituale vollzogen; meist in der Nacht. Wir alle, die einen naturverbundenen Weg beschreiten, kennen solche Rituale, so wie einen Apfel oder Tabak auf die Erde zu legen und es als Opfergabe anzusehen oder auch als Räucherwerk.
Pflanzengeister und Elementare: Die magische Verbindung
Viele Pflanzen werden den Elementen zugeordnet und so, zu magischen Verbindungen. Das kann als Einsalbung oder auch als Räucherung geschehen und auch als Fütterung, wie wir es oben schon gelesen haben. Denn dadurch ziehen wir das gewollte Element und seine Eigenschaft an und erreichen dadurch unser Ziel.
Meistens verbindet man sich vor einem Ritual mit dem jeweiligen Element:
- Indem man sich badet (Wasser),
- an frischer Erde riecht oder sich einreibt (Erde),
- sich in den Wind stellt (Luft)
- oder auch in sich geht, indem man in ein Feuer schaut (Feuer).
Alles, was man dafür braucht, gibt es in der Natur. Anhand dieser Liste könnt ihr euch ein Räucherwerk zusammenstellen. Meine Empfehlung dazu ist, dass man nie über fünf verschiedene Räucherzutaten hinausgehen sollte.
Element Erde: Wurzeln und Beständigkeit
Das Element Erde steht für innere Einkehr, Frieden, Karriere, Standhaftigkeit, Taten, Materie, Beständigkeit, Vollendung.
- Räucherpflanzen: Andorn, Beifuß, Eisenkraut, Farn, Geißblatt, Schlüsselblume, Lebensbaum, Fliegenpilz, Harze, Blutweiderich, Erdrauch, Sauerklee, Wegerich.
- Farbe: Grün
- Tages- und Jahreszeit: Nacht und Winter
- Himmelsrichtung: Norden
Element Luft: Der Geist und die Freiheit
Das Element Luft steht für Kommunikation, Weisheit, Freiheit, Verstand, Ideen, Leichtigkeit, Frische.
- Räucherpflanzen: Salbei, Minze, Petersilie, Oregano, Lavendel, Anis, Ahorn, Alant, Ginster, Nachtschatten (Bittersüß), Borretsch, Hauswurz.
- Farbe: Gelb
- Tages- und Jahreszeit: Morgen und Frühling
- Himmelsrichtung: Osten
Element Feuer: Kraft und Wandlung
Das Element Feuer steht für Abwehr, Magie, Mut, Willensstärke, Reinigung, Sexualität, Leidenschaft, Kreativität.
- Räucherpflanzen: Engelwurz, Dill, Knoblauch, Ringelblume, Rosmarin, Tabak, Wacholder, Waldmeister, Heilziest, Brennnessel, Königskerze.
- Farbe: Rot
- Tages- und Jahreszeit: Mittag und Sommer
- Himmelsrichtung: Süden
Element Wasser: Gefühle und Anderswelt
Das Element Wasser steht für Heilung, Liebe, Empathie, Versöhnung, Wahrträume, Stressabbau, Gefühle, Unterbewusstsein, Intuition, Anderswelt.
- Räucherpflanzen: Rose, Beinwell, Flieder, Besenheide, Katzenminze, Rainfarn, Alraunenwurzel, Veilchen, Vogelwicke, Kirschgummi.
- Farbe: Blau
- Tages- und Jahreszeit: Abend und Herbst
- Himmelsrichtung: Westen
Das fünfte Element und die eigene Praxis
So habt ihr nun einen groben Überblick, wenn ihr die vier Elemente anrufen möchtet. Ihr seht die Farben, die ihr eventuell für eure Kerzen oder Teelichter nehmen könnt, und auch die Tageszeit, nach der ihr euch für das jeweilige Element richten solltet, und auch in welche Himmelsrichtung die Anrufung vollzogen werden sollte.
Wer ins Detail hineingehen möchte, dem sei das weite Internet empfohlen, denn dort kann noch sehr viel mehr über die vier Elemente nachgelesen werden. Denn es gibt noch die fünf Elemente, wo der Wind, Spirit, Metall oder Äther mit hinzugenommen wird. Ich selber praktiziere die vier Elemente, darum gehe ich auf das fünfte Element nicht ein. Ich finde das Räuchern nach den Elementen sehr schön und stimmig, da auch viel daraus gemacht werden kann und jeder sich einbringen kann.

